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Ungarischer Ministerpräsident zu Gast in Jülich

[22. Februar 2005]

Jülich, 21. Februar 2005 - Im Rahmen seines Besuchs in Nordrhein-Westfalen kam Ungarns Ministerpräsident Ference Gyurcsány am Montag auch in das Forschungszentrum Jülich. Sein Aufenthalt schloss sich direkt an eine Wirtschaftskonferenz in Düsseldorf an, und so stand der ökonomische Aspekt der Einrichtung im Fokus der Aufmerksamkeit. Der Vorstandsvorsitzende Prof. Joachim Treusch würdigte den wissenschaftlichen Austausch zwischen Jülich und Ungarn.

Der Ministerpräsident und seine Begleiter wurden auf Bannern in der eigenen Muttersprache begrüßt, als sie vor dem Gebäude des John von Neumann-Instituts ankamen. Vor dem offiziellen Teil des Besuches erhielt Ference Gyurcsány als Gastgeschenk das bisher unveröffentlichte Buch eines ungarischen Künstlers. Auf dem Programm stand die Vermittlung von Fakten im Vordergrund. Die Delegation aus Ungarn, unter ihnen auch der Wissenschafts- und der Wirtschaftsminister, wurden über die Aufgaben und Ziele des Forschungszentrums informiert. Prof. Joachim Treusch betonte dabei die Effektivität eines Forschungszentrums, das alle naturwissenschaftlichen Gebiete abdecke und so die interdisziplinäre Zusammenarbeit fördere. “Ich bin mir sicher, dass Sie von den Besonderheiten unseres Forschungszentrums einiges mitnehmen und lernen können, wie wir auch von Ihren Wissenschaftlern lernen,“ verdeutlichteder Vorstandsvorsitzende die Möglichkeiten eines Austauschs zwischen Ungarn und Jülich.

Dass Grundlagenforschung von großem Interesse auch für die Wirtschaft sein kann, erläuterte der Vorstandsvorsitzende anhand der Entdeckung des Riesenmagnetwiderstands (GMR) durch den Jülicher Forscher Peter Grünberg. Zehn Jahre nach dessen Erforschung wurden die Erkenntnisse bei IBM verwendet, um schnellere Schreib-Lese-Köpfe für Computer-Festplatten zu entwickeln. Durch den GMR konnte das Unternehmen die nutzbare Speicherdichte seiner Geräte um etwa das Zehnfache steigern. Die Lizenzeinnahmen für das Forschungszentrum Jülich belaufen sich auf mehrere Millionen US-Dollar.

Sichtlich beeindruckt zeigte sich der Ministerpräsident vom Supercomputer in dem John von Neumann-Institut, immerhin einer der sechs größten in Europa. Der Bezug zu dem brillanten ungarischen Mathematiker John von Neumann, der die Forschung in Bezug auf Supercomputer bedeutend vorantrieb, war dabei besonders erwähnenswert.

Die anschließende Bustour durch das Forschungszentrum war gleichfalls unterhaltsam wie informativ.

Seinen Besuch in der Region setzte der Ministerpräsident schließlich mit einem Besuch des Aachener Doms fort. Zum Dank für den herzlichen Empfang und als Zeichen, dass an diesem Tag sicherlich viele Impulse in Sachen Forschung ihren Weg nach Ungarn gefunden haben, erhielt Prof. Treusch ebenfalls ein Buch als Geschenk.


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Ministerpräsident Ferenc Gyurcsány (2. von rechts), Prof. Joachim Treusch (2. von links) und NRW-Minister Wolfram Kuschke (rechts) an der Büste John von Neumanns im Zentralinstitut für Angewandte Mathematik.

Foto: Forschungszentrum Jülich


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Aufmerksam hörte der ungarische Ministerpräsident bei der Rundfahrt im Bus den Erläuterungen Prof. Treuschs zu.

Foto: Forschungszentrum Jülich


Pressekontakt:

Peter Schäfer
Stellvertretender Leiter Öffentlichkeitsarbeit
Forschungszentrum Jülich
52425 Jülich
Tel. 02461 61-8028, Fax 02461 61-8106
E-Mail: p.schaefer@fz-juelich.de


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