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Jülicher Physiker erhält hohe polnische Ehrung

Akademie der Wissenschaft und Künste nimmt Prof. Walter Oelert auf

[11. Mai 2005]

Das jüngste Mitglied der polnischen Akademie der Wissenschaften und Künste kommt aus Jülich. Prof. Dr. Walter Oelert erhielt die Ehrung für seine langjährige Zusammenarbeit mit polnischen Wissenschaftlern bei der Erforschung der Mesonen, des "Schmiermittels" im Atomkern. Der Vertreter des polnischen Staatspräsidenten verlieh die Ernennungsurkunde bei einem Festakt in Berlin.

In seiner Laudatio hob Prof. Andrzej Budzanowski von der Universität Krakau hervor, welchen Beitrag Oelert zur Herstellung von Antimaterie leistete. Der Arbeitsgruppe des Geehrten glückte 1995 erstmals die Herstellung von Antiwasserstoff, einer "gespiegelten" Version des einfachsten Atoms Wasserstoff. "Damit legte er den Grundstein für die weitere Forschung. Das Thema berührt den Ursprung der Materie im Universum ebenso wie die Frage nach der Struktur der kleinsten Bausteine der Natur", sagte Budzanowski.

Schon vor dem politischen Umbruch im Osten Europas bemühte sich Walter Oelert um den wissenschaftlichen Austausch mit Polen. Die Zusammenarbeit mit den Physikern der Universität Krakau intensivierte sich während des Baus und Betriebs des Beschleunigers COSY am Forschungszentrum Jülich in den Neunziger Jahren. Dabei stand die Untersuchung der Kräfte im Atomkern im Vordergrund. Oelert half maßgeblich bei der Errichtung eines Labors in Krakau, das zur Weiterentwicklung von Teilchendetektoren dient, und bei der Ausrichtung von inzwischen renommierten Fachkonferenzen in Polen.

Die polnische Akademie der Wissenschaften und Künste wurde 1872 in Krakau gegründet. Die momentan 221 Mitglieder fördern den geistes- und naturwissenschaftlichen Austausch innerhalb Polens und über dessen Grenzen hinaus. Das wohl bekannteste Ehrenmitglied ist der verstorbene Papst Johannes Paul II.


Pressekontakt:

Kosta Schinarakis
Wissenschaftsjournalist Öffentlichkeitsarbeit
Forschungszentrum Jülich
Tel. 02461 61-4771, Fax 02461 61-4666
E-Mail: k.schinarakis@fz-juelich.de

Dr. Angela Lindner
Leiterin Öffentlichkeitsarbeit
Forschungszentrum Jülich
52425 Jülich
Tel. 02461 61-4661, Fax 02461 61-4666
E-Mail:a.lindner@fz-juelich.de


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