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Zum 5. Mal Girls' Day

Einen Tag lang Wissenschaft – Jungen Mädchen Perspektive bieten

[2. Mai 2005]

Der 28. April stand ganz im Zeichen des fünften "Girls' Day". Also öffnete auch das Forschungszentrum seine Pforten und gewährte 70 interessierten Schülerinnen von der 5. bis zur 13. Klasse einen ganzen Tag lang einen Blick in die Berufswelt. Zwei von ihnen interessierten sich für die Arbeit einer Wissenschaftsjournalistin. Sie beobachteten ihre Mitschülerinnen in den Instituten. Hier ist der Bericht von Julia Freudenberg (Mädchengymnasium Jülich) und Marion Cremer (Gymnasium Zitadelle):

Der Girls' Day wird in ganz Deutschland immer am vierten Donnerstag des Monats April veranstaltetet. Weil sich Mädchen öfters eher für "typisch weibliche" Berufe entscheiden, sollen ihnen an diesem Tag vor allem technische und naturwissenschaftliche Berufe vorgestellt und nähergebracht werden. Der Tag wurde 2001 ins Leben gerufen in Anlehnung an den amerikanischen "Take our doughter to work day", einen Tag, an dem Eltern und Bekannte junge Mädchen mit zu ihren Arbeitsplätzen nehmen. Dank reger Nachfrage stieg die Zahl der Teilnehmerinnen in den vergangenen fünf Jahren immer wieder an.

In 24 angebotenen Arbeitsgruppen zu den Forschungsthemen Materie, Energie, Information, Leben und Umwelt wurden im Forschungszentrum so "exotisch" anmutende Berufsfelder wie Atmosphärenforscherin oder auch Ingenieurin für Werkstofftechnik verständlich und anschaulich vermittelt. Jeder Schülerinnengruppe wurde eine erfahrene Mentorin zur Seite gestellt, die alle ihre Fragen kompetent beantwortete. Ausnahmslos alle Mädchen bezeichnen ihren Tag als interessant und informativ. Einige von ihnen können sich gut ein Studium oder eine Ausbildung in einem Beruf im Bereich Forschung und Wissenschaft vorstellen.

"Geduld, Neugier und gute Englischkenntnisse" seien eine gute Voraussetzung für einen naturwissenschaftlichen, technischen Beruf, weiß Dipl.-Ing. Doris Sebold zu berichten. Sie betrachtete mit ihren zwei "Jungforscherinnen" Materialien unter dem Rasterelektronenmikroskop.

Selbst die typischen Männerberufe Kfz-Mechaniker oder Feuerwehrmann waren an diesem Tag vertreten. Tonino D'Orsaneo, selbst ein Mann, sagt fair: "Man kann alles lernen, ob Frau oder Mann."

Auf die Frage, wie wichtig es sei, dass Frauen in diesem männerdominierten Berufszweig unterstützt würden, sind sich alle einig. Es sei durchaus wichtig. "Männer haben es leichter sich durchzusetzen, gerade auf dem Weg nach oben", so Susanne Rohs, Mitarbeiterin in der Atmosphärenforschung. Hinzu kommt dann noch, dass es für Mütter nicht immer einfach ist, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen.
Das Forschungszentrum bietet da aber mit seinem Frauenprogramm "Tenure Track" eine Hilfe an. Und die äußerst erfolgreichen und gefragten Girls' Days sollten ihr übriges dazu beitragen, dass Frauen bald schon voll in die technischen und naturwissenschaftlichen Berufe eingebunden sind.

Der Tag alleine für Mädchen wird wohl auch weiterhin Bestand haben und zweifellos viele Interessentinnen finden.


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Die 70 Teilnehmerinnen mit ihren Betreuerinnen vor dem Hörsaalgebäude

Foto: Forschungszentrum Jülich


Pressekontakt:

Annette Stettien
Wissenschaftsjournalistin
Forschungszentrum Jülich
52425 Jülich
Tel. 02461 61-2388, Fax 02461 61-4666
E-Mail: a.stettien@fz-juelich.de

Dr. Angela Lindner
Leiterin Öffentlichkeitsarbeit
Forschungszentrum Jülich
52425 Jülich
Tel. 02461 61-4661, Fax 02461 61-4666
E-Mail:a.lindner@fz-juelich.de


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