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Neurodoping - Chancen für eine alternde Gesellschaft?

[7. September 2006]

Jülich, 07. September 2006 - Die Lebenserwartung steigt und damit auch die Herausforderung, die Lebensqualität bis ins hohe Alter zu bewahren. Welche Chancen und Risiken bieten hierbei neue Entwicklungen der Neurowissenschaften? Im Jülicher Zukunftsforum Gesundheit beleuchteten Neurowissenschaftler des Forschungszentrums Jülich diese Frage von verschiedenen Seiten. Sie präsentierten zudem die Schwerpunkte ihrer Forschung und diskutierten anschließend mit prominenten Gästen unter der Leitung von Volker Panzer, Moderator des "ZDFnachstudios" das Thema Neurodoping.

Wie bleiben wir bei steigender Lebenserwartung vital und leistungsfähig? Wie reagieren wir auf die zunehmenden Erkrankungen des Nervensystems im Alter? In einer zunehmend älteren Bevölkerung wird die Beantwortung dieser Fragen zum entscheidenden gesundheitspolitischen Faktor werden. Jülicher Gesundheitsforscher widmen sich ihnen aus wissenschaftlicher Sicht: Die Neurowissenschaftler untersuchen Struktur und Funktion des gesunden und erkrankten Gehirns, aber auch wie sich das Organ im Laufe des Lebens verändert. Sie nehmen einzelne Moleküle unter die Lupe, die für die Funktion des Nervensystems von Bedeutung sind, und entwickeln neue Bildgebende Techniken und Methoden, um Krankheitsmechanismen aufzuklären und neue Therapien anzustoßen.

Aber ihre Forschung bleibt hier nicht stehen: Auf Basis dieser grundlegenden Erkenntnisse, entwerfen sie Konzepte, zur Verbesserung der Hirnfunktionen - Stichwort "Neurodoping": Wo liegen Chancen und Risiken bei der Behandlung mit Neuropharmaka, beispielsweise beim "Zappelphilipp-Syndrom"? Wie lassen sich die Gedächtnisfunktionen bei Alzheimer-Patienten verbessern oder Folgen neurodegenerativer Erkrankungen auffangen? Die heutige Podiumsdiskussion befasst sich mit diesem aktuellen Thema aus medizinischer und aus ethischer Sicht.

In Vorträgen berichten die Jülicher Forscher unter anderem über einen bedarfsgesteuerten Hirnschrittmacher, der nicht nur Parkinson-Patienten neue Hoffnung bringt. Sie befassen sich mit der Frage, wo im Gehirn Risiken eingeschätzt werden. Des Weiteren stellen sie Eiweißmoleküle vor, welche die rhythmische Aktivität des Herzens bedingen und maßgeschneiderte Moleküle zur Lokalisierung von Tumoren. Gastredner D. Yves von Cramon vom Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig wird die Aussagekraft Bildgebender Verfahren in den Neurowissenschaften hinterfragen.

Pressekontakt:

Dr. Angela Lindner
Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit
Pressesprecherin Forschungszentrum Jülich
Tel. 02461 61-4661, Fax 02461 61-4666
E-Mail: a.lindner@fz-juelich.de

Annette Stettien, Dr. Barbara Schunk
Wissenschaftsjournalistinnen, Öffentlichkeitsarbeit
Forschungszentrum Jülich
Tel. 02461 61-8031/8031, Fax 02461 61-4666
E-Mail:a.stettien@fz-juelich.de, b.schunk@fz-juelich.de


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