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ITER: Jülich am Milliardenprojekt beteiligt

Feierliche Vertragsunterzeichnung in Paris

[21. November 2006]

Jülich, 20. November 2006 - Das internationale Fusionsprojekt ITER wird am Dienstagmorgen offiziell ins Leben gerufen. Die Forschungsminister der sieben beteiligten Staaten unterschreiben im Pariser Elysée-Palast das rechtliche Abkommen zum Bau der fünf Milliarden Euro teuren Anlage. Anwesend werden auch Frankreichs Staatspräsident Jacques Chirac als Gastgeber und EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso sein. Das Forschungszentrum Jülich liefert für ITER das Material-Know-how für die Innenwände der mit heißem Plasma gefüllten Fusionskammer. In dieses Teilprojekt werden in den nächsten 10 Jahren 50 bis 100 Millionen Euro fließen.

"Jetzt kann die ITER-Organisation ihre Mission beginnen: eine weltweite internationale Anstrengung, die der gesamten Menschheit eine neue Energiequelle erschließen wird", sagt der ITER-Generaldirektor Kaname Ikeda zu dem nun ratifizierten Übereinkommen. ITER ist ein Gemeinschaftsprojekt zwischen China, der Europäischen Union, Indien, Japan, Südkorea, Russland und den USA und wird nahe Cadarache in Südfrankreich gebaut werden.

"Das Forschungszentrum Jülich freut sich, diese Herausforderung zusammen mit seinen internationalen Partnern anzugehen", sagt Achim Bachem, Vorstands­vorsitzender des Forschungszentrum Jülich. "Wir werden unsere einmalige Jülicher Materialkompetenz in dieses Projekt einbringen, um einen weiteren Baustein zur nach­haltigen Energieversorgung zu setzen." Das Forschungszentrum Jülich betreibt ex­zellente Energieforschung mit breiten Ansatz: Von Photovoltaik bis Fusion, von Brenn­stoffzellen bis Turbinenwerkstoffen, von Systemanalyse bis Sicherheitsforschung.

"Mit diesem historischen Akt tritt die Fusionsforschung in eine neue Ära ein", freut sich Ulrich Samm, Direktor am Jülicher Institut für Plasmaphysik, auf die kommenden Aufgaben. Er und seine Mitarbeiter werden federführend die Materialen und das Design der inneren Kammerwand gestalten, die den hohen Temperaturen des 100 Millionen Grad heißen Plasmas standhalten muss. Seit seiner Gründung 1956 betreibt das Forschungszentrum Jülich Plasma- und Fusionsforschung. Seit 1988 ist es an den Konzeptstudien und Vorbereitungen für ITER beteiligt. "Dank neuer Materialien hoffen wir, den wirtschaftlichen Dauerbetrieb eines Fusionskraftwerkes bis 2035 erreichen zu können", so Samm.

Die Langversion dieser Meldung mit mehr Hintergrundinformationen
finden Sie hier(PDF, 15 KB)


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Bild1, Querschnitt durch das Fusionsexperiment ITER:
Die Kacheln der Kammer-Innenwand und starke Magnetfelder schließen das 100 Millionen Grad heiße Plasma sicher ein.

Foto: ITER


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Bild2: Querschnitt der Brennkammer mit animiertem Plasma: Das Forschungszentrum Jülich entwickelt die Wandmaterialien für das Fusionsexperiment ITER. (Montage: R.P.Schorn/Forschungszentrum Jülich)

Foto: ITER/JET-EFDA


Mehr Infos zur Jülicher Fusionsforschung:
Instituts-Homepage: www.fz-juelich.de/ipp

Aktueller Beitrag im Magazin "Forschen in Jülich: Energie":
PDF-Dokument (515 KB)

Ingenieurausbildung für ITER: Pressemitteilung

Aktuelle Veröffentlichung in Physical Review Letters: Kurznachrichten

Kooperation mit den Universitäten: Pressemitteilung

Mehr Infos zur internationalen Fusionsforschung:
ITER: www.iter.org , EFDA: www.efda.org

Mehr Infos zur Jülicher Energieforschung:
Das aktuelle Magazin "Forschen in Jülich: Energie" (PDF, 6.4 MB)

Jülicher Zukunftsforum Energie

Pressekontakt:

Kosta Schinarakis
Wissenschaftsjournalist Öffentlichkeitsarbeit
Forschungszentrum Jülich
Tel. 02461/61-4771, Fax 02461 61-4666
E-Mail: k.schinarakis@fz-juelich.de

Dr. Ralph P. Schorn
Forschungszentrum Jülich
Telefon 02461-615306, Fax 02461-618132
E-Mail: r.p.schorn@fz-juelich.de

Jennifer Hay
Public Relations ITER Cadarache JWS
Bat 519 CEA Cadarache
13108 Saint Paul-lez-Durance, Frankreich
Telefon +33-44 22 54 657
E-Mail: jennifer.hay@iter.org


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