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November 2005: Radioaktivität freigesetzt

Genehmigungswert bei Alpha-Strahlung überschritten

[10. März 2006]

Aus dem Abluftkamin eines Kontrollbereichs sind am 17. November 2005 unbeabsichtigt kurzzeitig radioaktive Stoffe abgegeben worden. Dies wurde nach einer Routine-Überprüfung der Filtersysteme festgestellt. Das Forschungszentrum Jülich hat sofort nach Bekanntwerden die Aufsichtsbehörde informiert und Maßnahmen ergriffen, die eine Wiederholung ausschließen.

In dem früheren so genannten Brennstoffzellenlabor waren bis in die 80er-Jahre abgebrannte Brennelemente untersucht worden. Die Abluft wurde über Filtersysteme abgeleitet, um radioaktive Stoffe zurückzuhalten. Das Labor selbst wurde vor einigen Jahren umgebaut und wird inzwischen anderweitig genutzt. Bei Arbeiten am Filtersystem haben sich dann am 17. November kleine Reste von radioaktiven Stoffen gelöst und sind mit der Abluft nach außen gelangt.

Die leicht und sofort nachweisbare Gammastrahlung war zu diesem Zeitpunkt nur geringfügig erhöht und blieb weit unter den genehmigten Werten. Der Jahreswert für Alphastrahlung wurde dagegen um 25 Prozent überschritten. Dies wurde bei der quartalsweisen Routineprüfung der Kontrollfilter jetzt festgestellt. Die chemische Analyse von Alphastrahlern ist sehr aufwändig; das erklärt die späte Feststellung.

Trotz dieser Überschreitung wurden die Dosisgrenzwerte für die Bevölkerung eingehalten, denn die Alpha-Emission ist hierfür nicht entscheidend. Die abgegebene Gesamtmenge war in Anbetracht des sehr niedrigen Genehmigungswertes sehr gering und für die Umgebung praktisch bedeutungslos.

Durch organisatorische Maßnahmen ist eine Wiederholung ausgeschlossen.


Pressekontakt:

Peter Schäfer
Stellv. Leiter Öffentlichkeitsarbeit
Forschungszentrum Jülich
52425 Jülich
Tel. 02461 61-8028, Fax 02461 61-4666
E-Mail: p.schaefer@fz-juelich.de


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