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50 Jahre Zukunft: Neuausrichtung zum Jubiläum

[11. Dezember 2006]

Auf den Tag genau zum 50. Jubiläum stellte heute Prof. Achim Bachem, seit Oktober dieses Jahres neuer Vorstandsvorsitzender des Forschungszentrum Jülich, seine Zukunftspläne vor. Neue Schwerpunkte liegen auf den Feldern Gesundheit und Energie/Umwelt. Profilgebende Schlüsselkompetenz wird das wissenschaftliche Rechnen mit Supercomputern. Da es sich mit den Ideen der Helmholtz-Gemeinschaft voll identifiziert, wird sich das Zentrum ab Juli 2007 Helmholtz-Zentrum Jülich nennen.

"Jülich ist keine Kernforschungsanlage mehr, sondern ein modernes Großforschungs­labor, welches mit seinen Schlüsselkompetenzen Physik, Simulation und Materialwissenschaft wichtige Fragestellungen in den Bereichen Energie/Umwelt und der Gesundheit angeht", sagte Bachem heute vor Journalisten in Bonn anlässlich eines Pressegesprächs zum 50jährigen Jubiläum des Forschungszentrums Jülich. Dabei legte er auch eine Festschrift vor, in der Geschichte und Zukunftspläne der größten nationalen Forschungseinrichtung dokumentiert werden.

"Der demografische Wandel in unserer Gesellschaft ist eine der großen Herausforderungen der Zukunft. In einer alternden Gesellschaft erhalten Krankheiten wie Alzheimer, Parkinson oder Demenz und damit einhergehende Veränderungen des Gehirns eine wachsende Bedeutung. Deswegen ist die Hirnforschung ein wesentlicher Schwerpunkt Jülicher Forschung", begründete Bachem die Schwerpunktsetzung Gesundheit. Die enge Zusammenarbeit mit Unternehmen, hier Siemens, bei der Entwicklung weltweit einmaliger Untersuchungsgeräte spiele dabei eine wichtige Rolle.

Zur Energieforschung sagte Bachem: "Die Lösung der globalen Herausforderung in der Energiefrage liegt im Energiemix. Deswegen werden wir in Jülich eben diese Breite in der Forschung widerspiegeln, uns also von der Optimierung der Kraftwerkstechnologie über die Photovoltaik bis hin zu der Entwicklung der Zukunftstechnologien Brennstoffzelle und Fusion den wichtigen Feldern widmen und unsere ganz spezifischen Beiträge leisten." Dabei betonte Bachem die enge Verbindung zu den Auswirkungen auf die Umwelt, weswegen die exzellente Umweltforschung in Jülich weiter verfolgt wird.

Das Wissenschaftliche Rechnen mit Supercomputern soll künftig eine Schlüsselrolle im Jülicher Profil spielen, denn "Jülich zeichnet sich dadurch aus, dass es neben den Höchstleistungsrechnern über ein einmaliges wissenschaftliches Umfeld verfügt", sagte Bachem. Die Simulation auf Superrechnern hat sich als eine vollkommen neue Qualität des wissenschaftlichen Arbeitens neben den beiden klassischen Werkzeugen Theorie und Experiment entwickelt hat. Experten meinen, dass das Supercomputing seine große Zeit erst noch vor sich hat. "Das Forschungs­zentrum Jülich hat stets an vorderster Front bei dieser Entwicklung gestanden und wird sich hier nun verstärkt engagieren." Nächstes Ziel Bachems ist, durch Ausbau der Supercomputer-Kapazitäten auf Petaflop-Niveau in 2009 ein europäisches Supercomputerzentrum zu werden und damit weltweit einmalige Forschungsbedingungen für die Wissenschaftler inDeutschland und Europa zu schaffen.

"Rechtlich unabhängig und stolz auf unsere Eigenständigkeit, identifizieren wir uns zugleich mit den Zielen und Aufgaben der Helmholtz-Gemeinschaft", begründete Bachem die Umbenennung in Helmholtz-Zentrum Jülich zum Juli 2007.

Zur Geschichte
Am 11. Dezember 1956 beschloss der nordrhein-westfälische Landtag parteiübergreifend einstimmig, die Mittel für die Errichtung einer Atomforschungsanlage bereitzustellen unter der Bedingung, dass hier allein zu friedlichen Zwecken geforscht wird. Die Kernforschungsanlage (KFA) Jülich entwickelte sich zu einer Großforschungseinrichtung, getragen von Bund (90 %) und Land NRW (10 %), mit international herausragendem Ruf auf dem Feld der nuklearen Sicherheitsforschung. Wissenschaftlicher Höhepunkt war die Entwicklung des Thorium-Hochtemperatur-Reaktors (THTR) - bis heute der sicherste Reaktortyp weltweit.

Mitte der 80er Jahre beschlossen die Gesellschafter Bund und Land NRW, die nukleare Sicherheitsforschung in Jülich schrittweise abzubauen. Auf Initiative des NRW-Innovationsministeriums vom Dezember dieses Jahres wird nun in Zusammenarbeit mit der RWTH Aachen die noch verbliebene Kompetenz erhalten. Jülich hat sich dabei für einen innovativen Forschungsansatz entschieden, indem nun moderne Simulationstechniken mit Supercomputern eingebunden werden.

Bereits seit Mitte der 80er Jahre hat sich das Forschungszentrum neue Arbeitsfelder erschlossen, vom langjährigen Vorstandsvorsitzenden Prof. Joachim Treusch geprägt mit dem "MEILE"-Motto für die Forschungsschwerpunkte in Materie, Energie, Informationstechnologie, Leben, Erde und Umwelt.

Zur Festschrift:
Rückblick/Ausblick, 288 Seiten, deutsch/englisch.
Journalisten können ein kostenloses Rezensionsexemplar anfordern bei:

Forschungszentrum Jülich, Unternehmenskommunikation, 52425 Jülich,
Fax 02461 61-4666, E-Mail: info@fz-juelich.de

Weitere Informationen:

50 Jahre Zukunft

Informationen zum Forschungsbereich Gesundheit

Informationen zum Forschungsbereich Supercomputer


Weitere Informationen:

Dr. Angela Lindner
Leitung Unternehmenskommunikation und Pressesprecherin
Tel. 02461 61-4661, Fax 02461 61-4666
E-Mail: a.lindner@fz-juelich.de

Peter Schäfer
Stellvertretender Leiter Unternehmenskommunikation
Forschungszentrum Jülich
52425 Jülich
Tel.: 02461 61-8028, Fax: 02461 61-8106
E-Mail: p.schaefer@fz-juelich.de


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