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Supercomputer: Deutschland muss Spitze bleiben

Forschungszentrum Jülich stärkt "Simulation Sciences"

[22. Januar 2007]

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Berlin / Jülich, 22. Januar 2007 - Simulationsrechnungen mit Supercomputern spielen zukünftig eine Schlüsselrolle für Innovationen in Wissenschaft und Wirtschaft. Dies ist ein Ergebnis des "Jülicher Zukunftsforums Super­computer", zu dem heute das Forschungszentrum Jülich in Berlin eingeladen hat. Moderiert von WDR-Journalist Frank Plasberg ("hartaberfair") diskutieren unter anderem NRW-Innovations­minister Andreas Pinkwart, der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Rachel MdB und IBM-Deutschland-Chefentwickler Herbert Kircher.

"Investitionen in leistungsfähige Infrastrukturen sind Grundvoraussetzung für Exzellenz in Forschung und Entwicklung", erklärt Thomas Rachel die Zielsetzung des Bundesforschungsministeriums. "Höchstleistungsrechner sind ein entscheidendes Schlüsselelement dieser Infrastruktur." NRW-Innovations­minister Andreas Pinkwart betont dabei die Stellung des Forschungszentrums, wenn er sagt, dass "Jülich ein Pfeiler der Innovationspolitik in NRW" ist.

Herbert Kircher von der IBM Deutschland Entwicklung GmbH sieht in Deutschland Nachholbedarf rund um das Großforschungsgerät Supercomputer. "Zum Betrieb dieser Anlagen ist ein Pool an Expertenwissen für Hardware, Software und Anwen­dungen erforderlich. Dieser Pool muss heute geschaffen werden, wozu wiederum heute Supercomputer in der Wissenschaft und in der wissenschaftlichen Ausbildung erforderlich sind" sagt Kircher und warnt: "In Ländern wie den USA und Japan, aber auch Großbritannien, Frankreich und Spanien wird massiv in Super­computer investiert".

"Jülich zeichnet sich dadurch aus, dass es neben den Höchstleistungsrechnern über ein einmaliges wissenschaftliches Umfeld verfügt", sagt Prof. Achim Bachem, Vorstandsvorsitzender des Forschungszentrums Jülich. "Dadurch erreichen wir einen europaweit einmaligen Mehrwert in der Forschung insgesamt. Diese Spitzenposition müssen wir uns erhalten." Durch den weiteren Ausbau der Rechenkapazitäten auf Petaflop-Niveau in 2009 soll in Jülich ein euro­päi­sches Supercomputer-Zentrum innerhalb des 7. EU-Forschungs-Rahmen­pro­gramms entstehen. "Damit schaffen wir weltweit einmalige Forschungs­bedingungen für die Wissenschaftler in Deutschland und Europa", ist sich Bachem sicher.

"Supercomputer sind längst das dritte Standbein der Forschung neben Theorie und Experiment", betont Prof. Thomas Lippert, Leiter des Jülicher Supercomputer-Zentrums. "Jede neue Generation von Supercomputern ermöglicht uns Erkenntnissprünge." Supercomputer werden heutzutage auf so unterschiedlichen Gebieten wie Klimaforschung, Materialwissenschaften und Medizinforschung eingesetzt. "Wir in Jülich folgen der Entwicklung nicht nur, sondern gestalten sie aktiv", sagt Lippert.

Vor einem Rückstand Deutschlands warnt Prof. Jack Dongarra in seinem Vortrag über die weltweite Entwicklung in den Simulation Sciences: "Noch vor vier Jahren gab es in Deutschland 71 Supercomputer, in diesem Jahr sind es nur noch 17." Der Experte der University of Tennessee veröffentlicht die Weltrangliste der Supercomputer, die bekannte TOP500-Liste.

Mehr Informationen zum Thema Supercomputer finden Sie unter:
http://www.fz-juelich.de/supercomputer


Ansprechpartner:

Dr. Angela Lindner
Leitung Unternehmenskommunikation und Pressesprecherin
52425 Jülich Tel.: 02461 / 61-4661, mobil: 0160 97204213
E-Mail: a.lindner@fz-juelich.de

Kosta Schinarakis
Wissenschaftsjournalist Unternehmenskommunikation
Tel. 02461 61-4771, mobil: 0174 166 765 3
E-Mail:k.schinarakis@fz-juelich.de


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