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20 Jahre Supercomputer in Jülich: Modernes Werkzeug mit Tradition

[8. Februar 2007]

Jülich, 8. Februar 2007 - In Jülich steht nicht nur der schnellste Supercomputer Deutschlands. Jülich ist auch Heimat des traditionsreichsten Höchstleistungsrechenzentrums der Republik. Seit 1987 steht es der Forschung offen. In einem Festkolloquium feierten nun die Jülicher Computerwissenschaftler und Anwender das 20-jährige Bestehen. Gleichzeitig wurde des 50. Todestages des Namensgebers gedacht, des Mathematikers und Computerwissenschaftlers John von Neumann.

"Unser Institut ist darauf angelegt, wissenschaftliches Rechnen im Verbund zu fördern und weiterzuentwickeln", sagt Thomas Lippert, geschäftsführender Direktor des John von Neumann-Instituts für Computing (NIC). Über 200 Hochschulen und Forschungsinstitute europaweit profitieren von den Supercomputer-Ressourcen und der Methodenentwicklung des NIC. Träger des NIC sind neben dem Forschungszentrum Jülich die Helmholtz-Zentren DESY in Hamburg und GSI in Darmstadt. An die 150 Mitarbeiter unterstützen im NIC auf verschiedensten Ebenen das wissenschaftliche Rechnen in Deutschland. Neben Entwicklungsarbeit in Sachen Algorithmen wird besonderer Wert auf Aus- und Weiterbildung gelegt. Wissenschaftler und Studenten aus aller Welt lernen so den Umgang mit dem Supercomputer, der von Experten als das wissenschaftliche Schlüsselwerkzeug für das 21. Jahrhundert bezeichnet wird.

Bereits 1987 entstand in Jülich das erste nationale Supercomputerzentrum. Es stand Nutzern aus ganz Deutschland offen und beschleunigte deren Forschung dank geballter Rechenkapazität. Supercomputer und Simulationen unterstützen die Wissenschaft auf vielen Gebieten. Egal ob Ozon in der Atmosphäre, Sterne in Galaxien, Grundwasser im Boden oder Atome in Magnetschichten: Jede neue Supercomputer-Generation brachte der Forschung neue Erkenntnissprünge.

Heute ist das NIC das stärkste Rechenzentrum Deutschlands. Mit den beiden Supercomputern JUMP und JUBL, die zu den schnellsten Computern der Welt gehören, stehen für jedes Problem passende Rechner vor Ort. Die Mitarbeiter bieten wissenschaftlichen Nutzern professionelle Unterstützung. Algorithmen für Fachwissenschaften werden programmiert, optimiert und portiert. Software-Werkzeuge für die Analyse großer Datenmengen werden erarbeitet. Das Forschungszentrum Jülich bildet auf diese Art eine Plattform für Forschergemeinschaften, beispielsweise in den Bereichen Materialwissenschaften, Gesundheit Umwelt- und Energieforschung.

Im Laufe des Kolloquiums unterstrich Prof. J. Eschmeier von der Universität des Saarlandes die Richtung weisenden Ideen des Namensgebers von Neumann, der am 8. Februar 1957 in den USA starb. Alle heutigen Rechner und Supercomputer basieren auf seinen Arbeiten, mit denen er die damals neuartigen Rechenanlagen auf eine mathematisch-wissenschaftliche Grundlage gestellt hat.

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Die Vortragenden des Festkolloquiums vor der Büste von John von Neumann. (v.l.n.r.: Z.Fodor von der Universität Wuppertal, J.Eschmeier von der Universität des Saarlandes, A. Bachem, Forschungszentrum Jülich, H. Rollnik von der Universität Bonn, Th. Lippert, Forschungszentrum Jülich)


Pressekontakt:

Kosta Schinarakis
Wissenschaftsjournalist
Forschungszentrum Jülich, 52425 Jülich
Tel. 02461 61-4771, Fax 02461 61-4666
E-Mail: k.schinarakis@fz-juelich.de


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