Suche

zur Hauptseite

Navigation und Service


Weitere Förderung für Jülicher Biotechnologen

Forschungszentrum bei NRW-Wettbewerb erfolgreich

[27. Oktober 2008]

Jülich, 27. Oktober 2008 - Das Forschungszentrum Jülich gehört zu den Gewinnern im Landeswettbewerb "Bio.NRW". Wissenschaftler seines Zentrums für Mikrobielle Biotechnologie (ZMB) sind Partner in zwei Technologieplattformen mit den Bezeichnungen "Biokatalyse" und "Expression". Die beiden Projekte mit der TU Dortmund und der Universität Düsseldorf werden nun eine Förderung über drei Jahre erhalten.

In der Ausschreibung warb das Innovationsministerium im März für biotechnologische Verfahren als "umwelt- und ressourcenschonende Alternative für industrielle Produktionen". Nordrhein-Westfalen gehöre schon jetzt zu den bedeutendsten Standorten für diese so genannte "weiße Biotechnologie". Das Land bündelte im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs seine Kompetenzen in dem Cluster für Industrielle Biotechnologie CLIB 2021.

Gemeinsam mit der TU Dortmund wollen Jülicher Biotechnologen Wissen und Technik für den optimalen Einsatz von Mikroorganismen zur Herstellung von chemischen Bausteinen entwickeln. Am Jülicher Institut für Biotech­nologie, geleitet von Prof. Michael Bott, werden diese Mikro­orga­nis­men gezielt verändert und in neuen Produktionsprozessen eingesetzt. Die Produkte finden Anwendung in der chemischen und pharmazeutischen Industrie.

An der Plattform "Expression" sind neben den Jülicher Biotechnologen das Institut für Molekulare Enzymtechnologie und das Institut für Bioorganische Chemie beteiligt. Beide sind Institute der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf auf dem Campus des Forschungszentrums und Teil des ZMB. Prof. Karl-Erich Jaeger, Direktor des Instituts für Molekulare Enzymtechnologie, koordiniert diese Forschungs­plattform. Ihre wissenschaftliche Aufgabe besteht darin, neben bereits gut etablierten Bakterienstämmen auch neue Bakterien als Zellfabriken für die Herstellung wichtiger industriell genutzter Enzyme einzusetzen. Bekannte Verfahren optimieren, neue entwickeln: Beides dient dazu, Enzyme als Biokatalysatoren für die "weiße Biotechnologie" kostengünstig herstellen zu können.

Der Wettbewerb "Bio.NRW" ist insgesamt mit 25 Millionen Euro dotiert. Die Ergebnisse der "weißen Biotechnologie" werden von der Industrie unterschiedlich genutzt: bei der Entwicklung energie­sparender und wasserschonender Waschmittel ebenso wie in Produkten zur Hautpflege oder der Herstellung von Medikamenten.

Mehr Informationen zur Forschung:


Pressekontakt:

Erhard Lachmann
Pressereferent Unternehmenskommunikation
Tel. 02461-61-1841
E-Mail: e.lachmann@fz-juelich.de


Servicemenü

Homepage