Suche

zur Hauptseite

Navigation und Service


Transatlantische Kooperation für "Big Science"

Forschungszentrum Jülich und Oak Ridge National Laboratory unterzeichnen Memorandum of Understanding

[4. November 2008]

Jülich / Oak Ridge, 04. November 2008 - Das Forschungszentrum Jülich hat heute eine Kooperationsvereinbarung mit einer der renommiertesten Forschungs­­­institutionen der Welt unterzeichnet, dem US-amerikanischen Oak Ridge National Laboratory (ORNL). Damit beschließen beide Institutionen eine strategische Partnerschaft in der Material-, Energie- und Umweltforschung sowie dem Supercompu­ting. Einen Schwerpunkt bildet die Jülicher Forschung an der Spallations-Neutronenquelle SNS in Oak Ridge. Dr. Thom Mason, Direktor des ORNL und Prof. Achim Bachem, Vorstandsvorsitzender in Jülich, unterschrieben die Kooperations­vereinbarung heute in Bonn.

"Wir freuen uns außerordentlich, dass wir nun die Kontakte vertiefen, die wir schon seit Jahren mit Oak Ridge pflegen, und so die jeweiligen Ressour­cen optimaler einsetzen, um exzellente Wissenschaft zu betreiben", sagte Bachem anlässlich der Unterzeichnung der Vereinbarung in Bonn.

An der Spallations-Neutronenquelle SNS in Oak Ridge, an der Jülicher Wissenschaftler schon seit Jahren an ihrer Außenstelle zahlreiche eigene Experimente finanzie­ren und aufbauen, wird gerade eine weitere Neutronenmessstation zur Material­for­schung von Jülicher Wissenschaftlern eingerichtet und betrieben. Keine andere experimentelle Methode gibt eine ähnliche Fülle von Informationen über Anordnung und Bewegung der atomaren Bausteine der materiellen Welt wie die Neutronenstreuung. Die Neutronen sind deshalb zu einem unentbehrlichen Werkzeug in Physik, Chemie, Biologie und Materialforschung geworden. Dazu gehören die Untersuchung von Proteinen oder biologischen Vorgängen in Zellmembranen ebenso wie das Studium von Katalysatoren, Batterien und magnetischen Substanzen bis hin zur Bestimmung der Lebensdauer von Turbinenschaufeln in Düsentriebwerken.

ORNL-Direktor Thom Mason wies auf die besondere Bedeutung der Zusammenarbeit im Supercomputing hin: "Heute versucht die Wissen­schaft, komplexe Fragen zu lösen, die viele Freiheitsgrade beinhalten, beispielsweise im Bereich der Klima- und Materialwissenschaften. Dies ist nur durch den Einsatz von leistungsfähigen Computern möglich."

Oak Ridge und Jülich stehen bereits seit vielen Jahren in engem Kontakt. Bereits im Jahr 1969 vereinbarten beide Partner den Austausch von Wissenschaft­lern aus der Kern- und Festkörperphysik. Seitdem bestehen enge Kontakte zwischen beiden Institutionen, etwa bei der Analyse und Charakterisierung von Werkstoffen. Dabei bringt das Oak Ridge National Laboratory seine Kompetenzen bei Bild gebenden Verfahren der Material­forschung und bei chemischen Analysen von Festkörpern und Oberflächen ein. Das For­schungszentrum Jülich ist Technologieführer im Bereich Direkt­metha­nol-Brennstoffzelle, also bei der Entwicklung von Materialien, der Produktion von Zellen und Zellenstapeln sowie beim Bau und der Charakterisierung von Gesamtsystemen.


Ansprechpartnerin zum Memorandum:

Dr. Petra Peters-Wendisch
Tel. 02461 61-4640
E-Mail: p.wendisch@fz-juelich.de


Pressekontakt:

Kosta Schinarakis
Tel. 02461 61-4771
E-Mail: k.schinarakis@fz-juelich.de



Servicemenü

Homepage