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Indien wichtiger Partner für Deutschland

Indischer Staatssekretär Dr. Ramasami im Forschungszentrum

[19. Mai 2008]

Jülich, 19. Mai 2008 - Eine indische Delegation besuchte zwei Tage lang das Forschungszentrum Jülich. Der Besuch fand anlässlich der 7. Sitzung des deutsch-indischen Komitees zur wissenschaftlich-technologischen Zusammenarbeit statt.

Auf Einladung von Thomas Rachel MdB, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesforschungsministerium, besuchte Dr. Thirumalachari Ramasami, der indische Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft und Technologie mit einer Delegation am Montag das Forschungszentrum Jülich. Hier wurden die indischen Gäste von Prof. Achim Bachem, Vorstandsvorsitzender des Forschungszentrums, dem Leiter der deutschen Delegation Forschungsstaatsekretär Thomas Rachel und dem Nobelpreisträger Prof. Peter Grünberg begrüßt. "Am Beispiel des Riesenmagnetowiderstand sieht man, wie Technologietransfer funktioniert und welchen Wert die Forschung für die Gesellschaft leistet", erklärte Bachem. "Neue Ergebnisse in der Wissenschaft lassen sich vor allem durch Kooperationen und interdisziplinäres Arbeiten erzielen."

Rachel betonte während des Besuchs den hohen Stellenwert der deutsch-indischen Beziehungen: "Indien ist für Deutschland ein sehr wichtiger Partner, weil Indien seine Kompetenzen in Forschung und Entwicklung rasant ausbaut - das gilt besonders für die Biotechnologie, die Gesundheitsforschung, die Produktionstechnologie und die Raumfahrt. Es gibt außerdem einen großen Bedarf, deutsche Technologie an indische Verhältnisse anzupassen - etwa wegen der unterschiedlichen klimatischen Bedingungen. Insbesondere in der Wasser- und Umwelttechnik wird Forschung so zum Türöffner für deutsche Technologie und hilft, die Lebensverhältnisse der Menschen nachhaltig zu verbessern."

Die indische Delegation besuchte anschließend die Institute für Energieforschung und für Umweltforschung, die bereits Kooperationen mit Indien unterhalten sowie den Supercomputer JUGENE. Ebenso informierten sie sich die Gäste über das Jülicher Schülerlabor JuLab.

Bei den offiziellen deutsch-indischen Regierungsgesprächen am Dienstag, die erstmals auf Initiative von Forschungsstaatsekretär Rachel nicht in Berlin sondern an einem Forschungszentrum stattfanden, wurde unter anderem vereinbart, ein Deutsch-Indisches Wissenschafts- und Technologiezentrum (IGSTC) am 09. September 2008 in New Delhi zu eröffnen. Dieses Zentrum soll die Forschungskooperation zwischen Deutschland und Indien verstärken. Das Bundesforschungsministerium fördert dieses Zentrum ebenso wie das indische Ministerium mit jeweils 10 Millionen Euro. Rachel erklärte: "So füllen wir die wichtige strategische Forschungspartnerschaft mit Indien auch ganz praktisch mit Leben. Ich würde mich freuen, wenn sich das Forschungszentrum, das auch bisher schon starke Partnerschaften mit indischen Forschungseinrichtungen unterhält, an den Ausschreibungen erfolgreich beteiligen würde."


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Thirumalachari Ramasami (1. Reihe, 2. v. l.) wurde mit seiner Delegation u.a. von Thomas Rachel (vorne links) und Achim Bachem (Mitte) empfangen und trafen ebenfalls Peter Grünberg (2. v. r.). Foto: Forschungszentrum Jülich


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Pressekontakt

Dr. Angela Lindner
Tel. 02461 61-4661
E-Mail: a.lindner@fz-juelich.de


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