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Jülicher Online-Projekt zum Jahr der Mathematik: Junge Sternenforscher präsentieren ihre Ergebnisse

Schüler berechneten erfolgreich tausende Sternenbewegungen – Nobelpreisträger Peter Grünberg ehrt Teilnehmer

[11. November 2008]

Jülich, 11. November 2008 - Insgesamt 136 Schülerinnen und Schüler aus Deutschland und Österreich haben sich im Sommer am Online-Projekt "Der Supercomputer als Teleskop - die Sternenbewegung im Zeitraffer" beteiligt. In dem vom Forschungszentrum Jülich organisierten Projekt im Rahmen des Jahres der Mathematik simulierten sie die Bewegungen von mehr als 100 000 Sternen. Nun präsentierten 35 Oberstufenschüler im Forschungszentrum Jülich die Ergebnisse ihres Projektes.

Die Schülerinnen und Schüler aus 22 Schulen, unter anderem aus Salzburg, Osnabrück, Willich, Duisburg, Berlin, Brettern und Jülich, haben sich sechs Wochen lang die Sterne vom Himmel nach Hause geholt, um deren Wechselwirkungen untereinander und damit ihre Bewegungen zu berechnen. In dieser Zeit wurden mit Taschenrechner und PC 60.000.000.000.000 (60 Billionen) Wechselwirkungen berechnet. Dabei simulierten die Jugendlichen die Arbeitsweise des Supercomputers JUGENE im Forschungszentrum Jülich, einem der schnellsten Rechner der Welt.

Das Prinzip moderner Höchstleistungsrechner ist das parallele Rechnen: Große Rechenaufgaben werden in viele Teilaufgaben zerlegt und die Ergebnisse nachher zusammengefügt. Nach diesem Prinzip berechneten die Schülergruppen in dem Online-Projekt auf ihren Computern Teilaufgaben, die die Grundlage für weitere Berechnungen anderer Teilnehmer lieferten. Über das Internet wurden die Aufgabenpakete verteilt und die Ergebnisse zusammengefügt. Die Schüler haben auf diese Weise die Bildung und Entwicklung einer Spiralgalaxie simuliert. Die Ergebnisse der gesamten Simulation sind im Internet in einer Animation und einem Video mit vielen Statistiken veröffentlicht.

Zum Abschluss des Projekts trafen sich nun die Schülerinnen und Schüler im Jülicher Supercomputing Centre. Dort durften sie dem Superrechner JUGENE bei der Arbeit "über die Schulter" schauen. Ein Höhepunkt war dabei die Präsentation der dreidimensionalen Visualisierung ihrer berechneten Ergebnisse auf der Großbildleinwand. Nachdem die Jugendlichen auch andere Jülicher Forschungsprojekte besucht hatten, trafen sie sich mit dem Physik-Nobelpreisträger Professor Peter Grünberg, der ihnen attraktive Preise, wie zum Beispiel Gutscheine für einwöchige Forschungspraktika im Forschungszentrum Jülich, überreichte.

Links: Jahr der Mathematik


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Rund 35 Schüler trafen sich zur Abschlusspräsentation der Ergebnisse des Projektes "Der Supercomputer als Teleskop - die Sternenbewegung im Zeitraffer" im Forschungszentrum Jülich.


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Nobelpreisträger Peter Grünberg (3.v.r.) übergab die Preise an die Teilnehmer des Projektes "Der Supercomputer als Teleskop - die Sternenbewegung im Zeitraffer" im Forschungszentrum Jülich.


Ansprechpartner:

Oliver Bücker
Tel. 02461 61-3176
E-Mail: jdm@fz-juelich.de


Pressekontakt:

Kosta Schinarakis
Tel. 02461 61-4771
E-Mail: k.schinarakis@fz-juelich.de


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