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Kompetenz für den Gartenbau von heute und morgen

Forschungszentrum Jülich tritt dem Kompetenzzentrum Gartenbau bei

[30. April 2009]

Jülich, 30. April 2009 – Das Forschungszentrum Jülich ist neuer Partner im Kompetenzzentrum Gartenbau (KoGa). Dies besiegelten die bisherigen Kooperationspartner – die Universität Bonn und das Land Rheinland-Pfalz – mit dem Forschungszentrum Jülich heute bei einem Festakt auf dem Campus Klein-Altendorf bei Rheinbach.

Mit dem Eintritt des Forschungszentrums Jülich sieht sich das Kompetenzzentrum nun noch besser für die Zukunft gewappnet. Neue Strategien zum Energiesparen in Gewächshäusern, nicht invasive Methoden zur Analyse von Wachstum, Stoffverteilung, Stress und Photosynthese – das Forschungszentrum bringt hier seine weit reichende Expertise in der Grundlagenforschung und der Technologieentwicklung in die Kooperation ein.

Sowohl die Forscher an der Universität Bonn als auch das rheinland-pfälzische Beratungs- und Versuchswesen (Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum „Rheinpfalz“) beschäftigen sich seit Jahren mit aktuellen Fragen der gartenbaulichen Praxis. Um Antworten zu finden und einen wechselseitigen Transfer zwischen Wissenschaft und Praxis zu ermöglichen, gründeten die Universität Bonn und das Land Rheinland-Pfalz im Jahr 2002 das Kompetenzzentrum Gartenbau. Der Verbund vereint Grundlagenforschung und angewandtes Beratungs- und Versuchswesen des Gartenbaus unter einem Dach und stellt somit ein bundesweit bisher einmaliges Bindeglied zwischen Wissenschaft und Praxis dar.

Auf dem Campus Klein-Altendorf bei Rheinbach werden derzeit auf 25 Hektar Freilandversuchsfläche die Erkenntnisse der Grundlagenforscher unter praxisnahen Bedingungen geprüft und im Rahmen der staatlichen Beratung in die gartenbauliche Praxis übermittelt. Besonders der Obstbau stand dabei bisher im Mittelpunkt.

Die Projekte reichen von kulturtechnischen bis hin zu pflanzenphysiologischen Fragestellungen. So wurden als Kulturschutzeinrichtungen für Süßkirschen Hagelschutznetze und Überdachungen weiterentwickelt und auf ihre technischen, physiologischen und betriebswirtschaftlichen Eigenschaften hin geprüft. Auch mit neuen Zusatzstoffen für handelsübliche Düngemittel befassten sich die Forscher.

In Zukunft muss sich die Landwirtschaft auch dem globalen Klimawandel stellen. Es gilt, die Ernte trotz Dürreperioden und extremer Witterung einzufahren. Hierzu wird nicht nur die Anbau-Eignung neuer, Wärme liebender Obstarten und Sorten untersucht, sondern es werden auch Bewässerungsfragen und neue Technologien für die Züchtung von Gemüse in Gewächshäusern erforscht. Derzeit werden moderne Glasbauten für diese Versuche erstellt. Die Glas-Folien-Kombination – bereits seit langem ein Thema gemeinsamer Untersuchungen der Partner – soll zum Beispiel mehr Licht zum Gemüse im Innern hindurch lassen und gleichzeitig den Energieverbrauch deutlich reduzieren. Ein Verfahren, das die Forscher bereits gemeinsam in der Praxis testen.

Die Beteiligung der Jülicher Forscher am KoGa ist auch ein weiterer Schritt zur Verwirklichung der engeren Kooperation, welche die Universität Bonn und das Forschungszentrum Jülich vereinbart haben.

Kontakt:

Prof. Dr. U. Schurr
Forschungszentrum Jülich
ICG 3: Phytosphäre
Telefon: 02461/613073
E-Mail: u.schurr@fz-juelich.de

Martin Balmer
Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum – Rheinpfalz Kompetenzzentrum Gartenbau
Telefon: 02641/9786-42
E-Mail: martin.balmer@DLR.RLP.de


Pressekontakt:

Annette Stettien
Pressereferentin
Tel.: 02461 61-2388
E-Mail: a.stettien@fz-juelich.de


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