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Schülerlabor kooperiert mit belgischer Schule

Gymnasiasten aus St. Vith nehmen an pädagogischer Studie im JuLab teil

[28. August 2009]

Jülich, 28. August 2009 – Schülerinnen und Schüler der Maria-Goretti-Schule im belgischen St. Vith werden in Zukunft regelmäßig ins Schülerlabor JuLab des Forschungszentrums Jülich kommen. Ein entsprechender Kooperationsvertrag wurde jetzt abgeschlossen - in Anwesenheit des Parlamentarischen Staatssekretärs bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Thomas Rachel, und des Ministers für Unterricht, Ausbildung und Beschäftigung der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, Oliver Paasch. Die Besuche der Schülerinnen und Schüler aus Belgien sind Teil einer Untersuchung, die JuLab im Jahr 2007 startete.

"Diese Studie soll am Schluss zeigen, ob das JuLab mit seinen intensiven Experimentiertagen ein nachhaltiges Interesse an Naturwissenschaften und Technik wecken und das gesamte Lernverhalten von Schülern beeinflussen kann", sagte JuLab-Leiter Karl Sobotta bei der Unterzeichnung des Vertrages. Achim Bachem, Vorstandsvorsitzender des Forschungszentrums Jülich, hob hervor, dass eine solche Evaluierung über die pädagogische Fachwelt hinaus von Bedeutung sei: "Bildung", so Bachem bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages, "ist unsere Chance, die wirtschaftliche Krise zu bewältigen."

Die JuLab-Langzeitstudie mit Schülern verschiedener Schultypen wird wissenschaftlich von Prof. Bernd Ralle von der Universität Dortmund betreut. Bis zu 250 Schülerinnen und Schüler besuchen von der Jahrgangsstufe 6 bis zum Ende ihrer Schulzeit regelmäßig das JuLab und nehmen an Thementagen und Projekten teil, die sich eng an die Jülicher Forschungsschwerpunkte anlehnen.

Die Untersuchung soll auch eine Antwort auf die Frage geben, ob Besucher des Schülerlabors später überdurchschnittlich oft einen technisch-naturwissenschaftlichen Beruf ergreifen. Thomas Rachel zeigte sich zuversichtlich: "Es ist unser bildungspolitischer Auftrag, junge Menschen für Naturwissenschaften zu interessieren, sie zu motivieren und zu begeistern. Das JuLab übernimmt vor diesem Hintergrund eine wichtige Aufgabe und erfüllt sie exzellent", so Rachel.

Mit der Unterzeichung der Kooperation zwischen dem JuLab und der Maria-Goretti-Schule aus der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Belgien kann die Studie auch auf Schüler ausgedehnt werden, die in einem anderen Bildungssystem unterschiedliche Erfahrungen mit Naturwissenschaften und Technik gemacht haben. Minister Oliver Paasch erhofft sich von der Kooperation mit Einrichtungen wie dem JuLab oder Technifutur in Liège wichtige Impulse für die naturwissenschaftlich-technische Bildung: "Wir sehen es als unsere Aufgabe, das Netzwerk dieser außerschulischen Lernorte zu stärken und auszubauen", so Paasch.

Die Maria-Goretti-Schule wurde 1950 als katholische Sekundarschule im Süden der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Belgien gegründet. Die Trägerschaft des Gymnasiums hat die VoG Bischöfliche Schulen in der Deutschsprachigen Gemeinschaft. Kontakte zu JuLab bestehen seit dessen Eröffnung im Jahr 2005.


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Brachten den Kooperationsvertrag mit ihrer Unterschrift unter Dach und Fach: Achim Bachem, Vorstandsvorsitzender des Forschungszentrums Jülich (vorne, links) und Christian Marichal, Direktor der Maria-Goretti-Schule. Bei der Zeremonie dabei waren der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundesforschungsministerin, Thomas Rachel, Minister Oliver Paasch von der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens und Karl Sobotta, Leiter des JuLab (hinten, von links). Foto: Forschungszentrum Jülich


Ansprechpartner:

JuLab, Karl Sobotta
Tel. 02461 61-1428
E-Mail: k.sobotta@fz-juelich.de


Pressekontakt:

Erhard Lachmann
Tel. 02461 61-1841
E-Mail: e.lachmann@fz-juelich.de


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