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Verbund PRACE will weltbeste Supercomputer für Europa bereitstellen

400 Millionen Euro Investitionsmittel für Supercomputer mit Multi-Petaflop/s-Rechenleistung /
Forschungszentrum Jülich und Partner gründen europäischen Supercomputerverbund

[9. Juni 2010]

Jülich / Barcelona, 9. Juni 2010 — Mit einer feierlichen Zeremonie gründen heute die Vertreter von 19 Nationen den Supercomputerverbund PRACE, Partnership for Advanced Computing in Europe. PRACE wird Rechner, Infrastrukturen sowie die damit verbundenen Dienstleistungen für die europäischen Forscher im Bereich Höchstleistungsrechnen bereitstellen. Bislang haben die Mitgliedsländer 400 Millionen Euro zugesagt, um in den nächsten fünf Jahren Supercomputer im Multi-Petaflop/s-Bereich zu installieren. Zusätzlich wird die Europäische Kommission bis zu 70 Millionen Euro bereitstellen, um Vorbereitung und Durchführung zu unterstützen.

Supercomputing ist eine Schlüsseltechnologie mit enormem Einfluss auf die moderne Wissenschaft. PRACE wird die europäische Wettbewerbsfähigkeit auf diesem Gebiet entscheidend stärken und ist eine einzigartige und dauerhafte europaweite Forschungsinfrastruktur (PRACE RI) für das Höchstleistungsrechnen. Der Verbund stellt eine sehr enge Kooperation der beteiligten Länder dar, die in den vergangenen Jahren – unterstützt von der EU – die gesetzlichen, finanziellen und technischen Voraussetzungen für PRACE geschaffen haben. PRACE wird Europa mit Weltklasse-Computern für exzellente Forschung versorgen und damit die wissenschaftliche und industrielle Wettbewerbsfähigkeit steigern.

"Wissenschaft und Wirtschaft brauchen Rechenleistung und Know-how auf höchstem Niveau. Die gemeinsame europäische Initiative PRACE wird Forschern helfen, einzigartige wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen und innovative Produkte zu entwickeln", sagt Prof. Achim Bachem, Vorstandsvorsitzender des Forschungszentrums Jülich, der auf der Gründungsversammlung in Barcelona zum ersten Vorsitzenden von PRACE gewählt wurde.

PRACE wird europaweit Dienstleistungen für das Höchstleistungsrechnen bereitstellen und bis zu sechs neue Supercomputer der höchsten Leistungsklasse installieren, die sich in die bereits bestehende Supercomputerlandschaft einpassen werden. Ihre Rechenleistung soll mittelfristig mehrere Petaflop/s und langfristig (2019) bis zu ein Exaflop/s umfassen (eine Trillion Rechenoperationen pro Sekunde oder 1000 Petaflop/s). Nutzer werden in PRACE Ansprechpartner finden, die helfen, wissenschaftliche Anwendungen auf die neue, parallele Rechnerarchitektur zu übertragen und zu optimieren. Begleitet von Trainingsprogrammen werden Wissenschaftler und Studenten an die beispiellosen Möglichkeiten der neuen Systeme herangeführt. Ein wissenschaftlicher Beirat aus unabhängigen Experten wird PRACE beraten und die Rechenzeit auf den PRACE-Rechnern nach wissenschaftlicher Exzellenz verteilen.

Um seine Funktion als Forschungsinfrastruktur (PRACE RI) wahrzunehmen, hat sich der Verbund als ein internationaler, gemeinnütziger Verein mit Sitz in Brüssel unter dem Namen PRACE AISBL gegründet. Seine Mitglieder repräsentieren Bulgarien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Italien, die Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Serbien, Spanien, Schweiz, Türkei, Norwegen, Schweden, Tschechien und Zypern. Deutschland wird in PRACE durch das Gauss Centre for Supercomputing vertreten, in dem die drei nationalen Rechenzentren in Stuttgart, Garching und Jülich Mitglieder sind.

PRACE hat seinen Betrieb bereits aufgenommen und organisiert den Zugang zum ersten europäischen Rechnersystem mit einer Rechenleistung von einem Petaflop/s, JUGENE, am Forschungszentrum Jülich.


Weitere Informationen:


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Vertreter von 19 Nationen waren bei der Gründungsveranstaltung des Supercomputerverbunds PRACE zugegen. PRACE steht für Partnership for Advanced Computing in Europe. PRACE wird Rechner, Infrastrukturen sowie die damit verbundenen Dienstleistungen für die europäischen Forscher im Bereich Höchstleistungsrechnen bereitstellen. Foto: PRACE


Pressekontakt:

Kosta Schinarakis
Tel. 02461 61-4771
Mobil: 0174/1667653
E-Mail: k.schinarakis@fz-juelich.de


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