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42. IFF-Ferienschule startet am 14. Februar

Forschungszentrum Jülich erwartet rund 230 Nachwuchsforscher aus 23 Nationen

Jülich, 09. Februar 2011 - Die 42. IFF-Ferienschule im Forschungszentrum Jülich beginnt am 14. Februar. Der international anerkannte zweiwöchige Kurs für Studentinnen und Studenten sowie Nachwuchsforscherinnen und Nachwuchsforscher behandelt jedes Jahr ein wechselndes, aktuelles Thema aus der Festkörperphysik, der Physik der so genannten "Weichen Materie" und der Biophysik. In diesem Jahr wird ein umfassender Einblick in das interdisziplinäre Forschungsgebiet "Makromolekulare Systeme in weicher und lebender Materie" an der Schnittstelle von Physik, Chemie und Biologie geboten. Die Schule will nicht nur Methoden und Grundlagen lehren, sondern auch die interdisziplinäre Zusammenarbeit fördern. Etwa 230 Studenten und Nachwuchsforscher aus 23 Ländern werden dazu erwartet.

Makromoleküle sind große Kettenmoleküle, die aus vielen gleichen oder ähnlichen Bausteinen bestehen. Sie bilden die Welt, die uns umgibt: Wir kennen Makromoleküle etwa als Bausteine des Lebens, zum Beispiel Eiweißmoleküle als Maschinen der Zellen und DNA als Träger der Erbinformation. Andere Makromoleküle sind technisch und wirtschaftlich von enormer Bedeutung: Verschiedenste Polymere etwa finden sich in Kunststoffprodukten, Flugzeugen und Autos, Reinigern, Kosmetika oder Medikamenten. Wissenschaftler suchen nach grundlegenden physikalischen Gesetzen, die ihnen ermöglichen, die Eigenschaften der unterschiedlichen makromolekularen Systeme besser zu verstehen. Das soll helfen, neue Materialien zu entwickeln, biologische Prozesse besser zu verstehen, oder medizinische Fragestellungen zu beantworten.

"Wie lässt sich die räumliche Struktur von Eiweißstoffen aus der Abfolge ihrer Bausteine, der Aminosäuren, vorhersagen? Was können wir daraus über die biologische Funktion lernen? Wie kann man Kunststoffe verbessern, so dass sie besonders formstabil, aber leicht sind? Wie bestimmt die Deformierbarkeit roter Blutkörperchen die Strömungseigenschaften von Blut? Dies sind Fragen, die uns an der Schnittstelle zwischen Physik, Biologie und Chemie bewegen", erläutert Prof. Jan Dhont, Direktor am Institut für Komplexe Systeme und einer der Organisatoren der diesjährigen Ferienschule. "Forscher müssen zukünftig noch mehr über die Ränder ihrer eigenen Disziplinen hinausblicken, die Herausforderungen und Methoden der benachbarten Disziplinen besser verstehen und nutzen lernen, damit wir den Herausforderungen etwa im Bereich Gesundheit oder Technologie begegnen können. Dazu möchten wir mit der diesjährigen IFF-Ferienschule beitragen."

Die 42. IFF-Ferienschule spannt einen Bogen von den theoretischen und experimentellen Grundlagen der so genannten "Weichen Materie" und der Biophysik über moderne physikalische Methoden bis zu aktuellen Forschungsergebnissen und -projekten. Um das in den Vorträgen vermittelte Wissen zu vertiefen, wird das Programm durch Laborbesichtigungen und Praktika ergänzt, bei denen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer experimentelle, numerische und theoretische Methoden "hands-on" kennen lernen können.

Die Ferienschule wird in diesem Jahr erstmals vom neu gegründeten Jülicher "Institut für Komplexe Systeme" organisiert. Ihr Name geht zurück auf das Institut für Festkörperforschung (IFF), das die Schule ins Leben rief.

Weitere Informationen:

Programm der 42. IFF-Ferienschule (auf Englisch):
IFF-Ferienschule 2011

Pressekontakt:

Angela Wenzik

Wissenschaftsjournalistin Forschungszentrum Jülich
Institut für Festkörperforschung 52425 Jülich
Tel. 02461 61-6048
E-Mail: a.wenzik@fz-juelich.de


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