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Helmholtz-Alberta Initiative

Berlin, Jülich 8. April 2011 - Heute haben Vertreterinnen und Vertreter der kanadischen University of Alberta und der Helmholtz-Gemeinschaft einen Konsortialvertrag unterzeichnet, der die Zusammenarbeit in der Energie- und Umweltforschung in die Wege leitet.

„In der kanadischen Provinz Alberta gibt es geologische Bedingungen, die für die Forschung sehr interessant sind. Helmholtz-Experten können hier Verfahren erproben, um Klimagase sicher zwischenzulagern und Energie aus Erdwärme zu gewinnen. Außerdem können sie mit ihrer Expertise dazu beitragen, dass der Abbau von Ölsanden, der in Alberta seit Jahrzehnten stattfindet, umweltgerechter als bisher erfolgt“, erklärt Prof. Dr. Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft. Die beteiligten Helmholtz-Zentren haben große Erfahrung in den Bereichen Nutzung des geologischen Untergrundes, umweltfreundlicher Prozesstechnik, Membrantechnologien, Landschaftsentwicklung und Rekultivierung, tiefe Geothermie sowie Gewässersanierung, was auch die Entwicklung umweltschonender Technologien in der Ölsandproduktion voran treiben kann. Perspektivisch soll die Zusammenarbeit zwischen der Helmholtz-Gemeinschaft und der University of Alberta auch auf die Gesundheitsforschung erweitert werden.

Von kanadischer Seite waren die Präsidentin der University of Alberta, Dr. Indira Samarasekera sowie der Vizepräsident Dr. Lorne Babiuk zur Unterzeichnung erschienen. Aus der Helmholtz-Gemeinschaft sind das Forschungszentrum Jülich, das Helmholtz-Zentrum Potsdam – Deutsches GeoForschungsZentrum, das Karlsruher Institut für Technologie und das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung an der Vertragsunterzeichnung beteiligt.

Das Forschungszentrum Jülich beteiligt sich an der Initiative über die Entwicklung von Gasseparationsmembranen und entsprechenden Prozessen zur Abtrennung von CO2 aus dem Synthesegas, das bei der Vergasung von Kohle, Ölsanden o.ä. entsteht. Normalerweise sind hierfür zwei Prozessschritte notwendig. Zum Einen besteht das Synthesegas zunächst aus Wasserstoff (H2) und Kohlenmonoxid (CO). Mit Hilfe von Wasser wird im so genannten Wasser-Gas-Shift-Prozess noch mehr H2 sowie CO2 erzeugt. Letzteres kann dann in einem nachgeschalteten Prozess z.B. ausgewaschen werden. Beide Prozessschritte benötigen viel Energie. Membranen bieten nun die einmalige Möglichkeit, beide Prozesse zu vereinen indem man die Shift-Reaktion in einem so genannten Membranreaktor ablaufen lässt, aus dem mittels Membran das Produkt H2 direkt abgezogen wird. Erst diese Verknüpfung der beiden Prozesse macht eine ökonomisch und ökologisch sinnvolle Nutzung dieser Technologie möglich.

Gasseparationsmembran mit Poren im Nanometer-BereichGasseparationsmembran mit Poren im Nanometer-Bereich zur Abtrennung von H2 aus einem H2/CO2-Gemisch, das bei der Vergasung von Kohle, Ölsand oder Biomasse entsteht. Während das H2 weiter verwendet werden kann, soll das zurückbleibende CO2 unterirdisch gespeichert werden, wodurch eine nachhaltige Energieerzeugung ermöglicht wird.
Quelle: Forschungszentrum Jülich

Pressekontakt

Annette Stettien
Tel.: 02461 61-2388
a.stettien@fz-juelich.de


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