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Gemeinsames deutsch-russisches Institut

Forschungszentrum Jülich baut Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Einrichtungen in Moskau und Nowosibirsk aus

Jülich, 24. Mai 2011 – Zum Auftakt des deutsch-russischen Wissenschaftsjahres 2011-2012 reiste eine Delegation des Forschungszentrums Jülich mit Vorstandsmitglied Prof. Sebastian M. Schmidt an der Spitze nach Moskau und Nowosibirsk. Auf dem Programm stehen Gespräche mit den russischen Partnern über Forschungen auf den Gebieten Höchstleistungsrechnen, Nano-Biophysik sowie Kernphysik, Vereinbarungen über ein gemeinsames Institut sowie Workshops.

Die Reise der 16-köpfigen Delegation und die geplanten Vereinbarungen sollen die Zusammenarbeit mit russischen Forschungseinrichtungen auf eine neue Stufe heben. "Die Russische Förderation verabschiedete 2007 eine neue Strategie für Forschung und Technologie. Die Eröffnung des deutsch-russischen Wissenschaftsjahres bietet einen einzigartigen Rahmen, die Sichtbarkeit der Jülicher Kooperationen mit Russland zu erhöhen und einen starken Impuls zur Weiterentwicklung zu geben", sagt Prof. Sebastian M. Schmidt. Deshalb nehmen die Jülicher Vertreter nicht nur an der offiziellen Auftaktveranstaltung des Bundesforschungsministeriums mit Ministerin Annette Schavan und dem russischen Forschungsminister Andrej Fursenko teil: Der Besuch von fünf Partnerorganisationen steht ebenfalls auf dem Programm.

Ein gemeinsames Institut wollen das Moscow Institute of Physics and Technology (MIPT) und das Forschungszentrum gründen. Das "MIPT-Jülich Joint Institute of Complex and Nanosystems" soll die Zusammenarbeit beider Partner in den Bereichen Biophysik, Struktur- und Zellbiologie, Biotechnologie sowie Nanophysik und -technologie ausbauen. Das neue Institut wird von jeweils einem Vertreter des MIPT und des Forschungszentrums geleitet.

Einen neuen Kooperationsvertrag wird das Forschungszentrum mit dem Institute for Theoretical and Experimental Physics (ITEP) in Moskau schließen. Damit wird eine jahrzehntelange Zusammenarbeit auf dem Gebiet der theoretischen und experimentellen Kernphysik fortgesetzt, zu der auch die gemeinsamen Experimente am Jülicher Teilchenbeschleuniger COSY zählen.

Für COSY bestimmt ist der Hochenergie-Elektronenkühler, den Prof. Sebastian M. Schmidt und Wissenschaftler des Forschungszentrums noch vor seinem Transport nach Jülich im Budker Institute of Nuclear Physics in Nowosibirsk besichtigen. Die hierfür notwendige technologische Entwicklung ist gleichzeitig eine Voraussetzung für den Jülicher Beitrag am internationalen Beschleunigerkomplex FAIR (Facility for Antiproton and Ion Research) in Darmstadt. Die zukünftige Zusammenarbeit von Jülich und dem Budker Institute regelt eine Vereinbarung zur gemeinsamen Forschung, die zum Abschluss der Reise in Nowosibirsk unterzeichnet werden soll.

Kooperationspartner MIPTDie Jülicher Delegation und ihre russischen Partner in Moskau.
Quelle: Forschungszentrum Jülich

Weitere Informationen

Jülicher Institute of Complex Systems
Informationen zum Jülicher Institut für Kernphysik
COSY
FAIR, Facility for Antiproton and Ion Research

Pressekontakt

Erhard Zeiss, Dr. Barbara Schunk
Tel.: 02461 61-1841, -8031
e.zeiss@fz-juelich.de, b.schunk@fz-juelich.de


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