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Messungen der Aschewolke ab sofort möglich

Jülicher Forscher sind mit Messgeräten bereits in Norddeutschland

Aktuelle Messergebnisse

Jülich, 24. Mai 2011 – Heute im Lauf des Abends soll die Aschewolke aus Island die deutsche Küste an der Kieler Bucht erreichen. Jülicher Wissenschaftler sind vor Ort und können mit Messgeräten vom Boden aus die vertikale Ausdehnung und den zeitlichen Verlauf der Aschewolke bestimmen. Ab morgen sind Messflüge gemeinsam mit Wissenschaftlern der Universität Mainz geplant. Mit an Bord werden Messgeräte des Deutschen Wetterdienstes sein.

Ab heute Nachmittag stehen Jülicher Forscher bereit, in Rendsburg, nahe der Kieler Bucht, die heranziehende Aschewolke des Vulkans Grimsvothn zu messen. Mit dem sogenannten LIDAR-System können sie Höhe, Menge und Ausbreitung der Russpartikel bestimmen und mit den Daten des Vorjahres vom Ausbruch des Eyjafjallajökul vergleichen. Das LIDAR, kurz für "Light detection and ranging"-System, schickt dazu einen Laserstrahl in den Himmel und analysiert den Anteil des aus der Atmosphäre zurück gestreuten Lichts. Die Wissenschaftler können so Partikel bis in eine Höhe von 15 Kilometern aufspüren. Bereits im vergangenen Jahr hatten sie damit die Aschewolke in Nordrhein-Westfalen vermessen können.

Seit vergangenem Sonntag sind die Wissenschaftler vor Ort, aufgrund der lange geplanten EU-Messkampagne DENCHAR. Deren Ziel ist es, neue Geräte für die Messung von Wasserdampf bei Flugkampagnen zu entwickeln und zu charakterisieren. Aus aktuellem Anlass werden die Klimaforscher aber nun das Messprogramm verändern. So sollen, wenn es die Aschewolke zulässt, bei Messflügen mit einem Lear Jet ab morgen auch Geräte des Deutschen Wetterdienstes und der Universität Mainz an Bord sein, mit denen sich die Größenverteilung von Partikeln bestimmen lässt.

Mehr Informationen

Aktuelle Messungen

Vorhersagen in Zusammenarbeit mit dem Rheinischen Institut für Umweltforschung (RIU) an der Universität Köln:
www.eurad.uni-koeln.de

Wissenschaftliche Ansprechpartner

Dr. Cornelius Schiller
Tel.: 02461 61-5272
c.schiller@fz-juelich.de

Pressekontakt

Dr. Barbara Schunk, Annette Stettien
Tel.: 02461 61-1841, -2388
b.schunk@fz-juelich.de, a.stettien@fz-juelich.de


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