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Europäische Industrie und Forschungszentren planen Technologieplattform für das Hochleistungsrechnen

Barcelona, Jülich, 15. November 2011 – Wichtige Firmen aus dem Bereich des Hochleistungsrechnens - Allinea, ARM, Bull, Caps Entreprise, Eurotech, ParTec, STMicroelectronics und Xyratex - haben sich mit auf diesem Gebiet führenden Forschungseinrichtungen zusammengeschlossen. Zu dem Konsortium zählen das Barcelona Supercomputing Center (BSC), das Commissariat à l’énergie atomique et aux énergies alternatives (CEA), Cineca, die Fraunhofer-Gesellschaft, das Forschungszentrum Jülich und das Leibniz-Rechenzentrum (LRZ). Zur Verbesserung von Europas Wettbewerbsfähigkeit auf dem Sektor des High-Performance Computing, HPC, wollen sie die Europäische Technologieplattform (ETP) gründen, die auf der Arbeit der Interessenverbände PROSPECT und Teratec aufbaut.

Die Plattform soll helfen, Europas Forschungsschwerpunkte zu identifizieren und mit europäischer Technologie Lösungen für alle Bereiche des gesamten HPC-Zuliefernetzwerks zu entwickeln. Technologien für Hochleistungsrechner zählen zu den Schlüsseltechnologien für Innovationen und die Wissenschaft von Morgen.

Zur Lösung vieler komplexer wissenschaftlicher Probleme sind heute Supercomputer nötig, die extrem große Rechenkapazitäten bereit stellen. Mit Hilfe von Hochleistungsrechnern lassen sich zum Beispiel Phänomene wie Wetter, Klimawandel oder Epidemien modellieren. Auch die Optimierung des Energieverbrauchs, moderne Werkstoffforschung und die Verkürzung technischer Entwicklungszyklen zählen zu den Anwendungsgebieten.

Die Weiterentwicklung von Supercomputern steht derzeit vor großen Herausforderungen im Bereich paralleler HPC-Architekturen und bei der Senkung des Stromverbrauchs. Fortschritte bei der Klärung dieser grundlegenden Probleme bieten die Möglichkeit, die Positionierung europäischer Unternehmen im weltweiten Wettbewerb entscheidend zu verbessern.

Die ETP befindet sich derzeit in der Gründungsphase. Als einer der ersten Schritte soll das Konsortium strategisch wichtige Forschungsschwerpunkte aufzeigen. Diese sollen im Hinblick auf das Horizon-2020-Programm, das Europas zukünftige Forschungsziele festlegt, der Europäischen Kommission zur Verfügung gestellt werden.

Die ETP soll allen europäischen Unternehmen, Gruppen oder Einzelpersonen offen stehen, die Forschung und Entwicklung im HPC-Bereich betreiben. Ziel ist es, die Forschungsaktivitäten in Europa - von kleinen und mittleren Unternehmen, europäischen und internationalen Konzernen sowie Forschungszentren - zu vereinen und den europäischen HPC-Bereich zu fördern und zu stärken.

Die Kompetenz der Mitglieder des Konsortiums zeigt, dass Europa im Bereich des Hochleistungsrechnens in den kommenden Jahren eine Spitzenposition einnehmen kann. Dank einer verbesserten Leistungsfähigkeit werden HPC-Nutzer neue wissenschaftlich-technische Ergebnisse erzielen und innovativere Produkte und Leistungen anbieten können. Voraussetzung dafür ist ein ambitioniertes Forschungs- und Entwicklungsprogramm. Die ETP soll die Entwicklung in diese Richtung vorantreiben, um die europäische HPC-Industrie zu stärken. Als Folge können Arbeitsplätze geschaffen und Anreize für Studenten und Forscher gesetzt werden, in diesem Bereich zu arbeiten.

Weitere Informationen
www.allinea.com
www.arm.com
www.bsc.es
www.bull.com
www.caps-entreprise.com
www.cea.fr
www.cineca.it
www.eurotech.com
www.fraunhofer.de
www.fz-juelich.de
www.lrz.de
www.par-tec.com
www.prospect-hpc.eu
www.st.com
www.teratec.eu
www.xyratex.com

Ansprechpartner:
Prof. Thomas Lippert, JSC
02461 61-6402
th.lippert@fz-juelich.de
http://www.fz-juelich.de/ias/jsc/

Pressekontakt:
Tobias Schlößer, Annette Stettien
+49 2461 61-4771, -2388
t.schloesser@fz-juelich.de, a.stettien@fz-juelich.de

Das Forschungszentrum Jülich...
... betreibt interdisziplinäre Spitzenforschung, stellt sich drängenden Fragen der Gegenwart und entwickelt gleichzeitig Schlüsseltechnologien für morgen. Hierbei konzentriert sich die Forschung auf die Bereiche Gesundheit, Energie und Umwelt sowie Informationstechnologie. Einzigartige Expertise und Infrastruktur in der Physik, den Materialwissenschaften, der Nanotechnologie und im Supercomputing prägen die Zusammenarbeit der Forscherinnen und Forscher. Mit rund 4 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gehört Jülich, Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, zu den großen Forschungszentren Europas. 


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