Suche

zur Hauptseite

Navigation und Service


Förderung für Brennstoffzellenforschung

Hochtemperatur-Brennstoffzellen, insbesondere die Festoxid-Brennstoffzelle (SOFC), haben hohe Wirkungsgrade in der Stromproduktion und geringe Schadstoffemissionen, womit sie erheblich zum Klima- und Umweltschutz beitragen können. So liegt etwa ihr Wirkungsgrad für die Stromproduktion bei derzeit über 60%.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des „Instituts für Energie- und Klimaforschung – Grundlagen der Elektrochemie“ des Forschungszentrums Jülich arbeiten im Rahmen des internationalen Projekts „Forschung für nachhaltige Entwicklungen“ gemeinsam mit deutschen und russischen Partnern aus Forschung und Industrie daran, neue Materialien für leistungsstärkere SOFC-Brennstoffzellen mit verbesserter Lebensdauer zu entwickeln.

Thomas Rachel MdB, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, hat im Beisein von Prof. Harald Bolt, Vorstandsmitglied des Forschungszentrums, dem Jülicher Forscherteam um Dr. Robert Steinberger-Wilckens jetzt einen Zuwendungsbescheid der Bundesregierung in Höhe von rund 445.000 Euro überreicht. Mit dem Geld soll die Forschung an diesem Projekt in den kommenden drei Jahren intensiviert werden.

„Brennstoffzellen sind ein wichtiger Bestandteil des Energieforschungsprogramms der Bundesregierung. Mit Ihrem hohen Wirkungsgrad verspricht vor allem die Festoxid-Brennstoffzelle ein großes Potenzial für eine klimaschonende dezentrale Energieerzeugung“, sagte Forschungsstaatssekretär Thomas Rachel bei der Übergabe des Zuwendungsbescheids. Rachel hatte zuvor bei Verhandlungen mit der russischen Vize-Forschungsministerin erreicht, dass auch die russische Seite das innovative Projekt kofinanziert.

Anders als Niedertemperatur-Brennstoffzellen sind SOFC-Zellen nicht auf Edelmetall-Katalysatoren angewiesen. Sie können Kohlenstoffverbindungen wie Methan (Erdgas) ohne Gasaufbereitung direkt umsetzen und sind somit sowohl für Erdgasanwendungen als auch für Biogas, Grubengas oder Kohlegas prädestiniert. Ein wichtiges Anwendungsgebiet für die mit Jülicher Knowhow entwickelten Brennstoffzellen kann zukünftig die Russische Föderation sein. Diese hat einen hohen Bedarf an Energiedienstleistungen, da die Elektrizitätsnetze vor allem auf regionaler Ebene nicht hinreichend ausgebaut sind. Dank der Arbeit der Jülicher Forscher und ihrer Partner sollen so neue Industrie- und Gewerbeansiedlungen möglich gemacht werden.

BrennstoffzelleForschungsstaatssekretär Thomas Rachel MdB (2.v.l.) überreicht Dr. Robert Steinberger-Wilckens (3.v.l.) den Zuwendungsbescheid. Mit dabei: Prof. Harald Bolt (l.), Mitglied des Vorstands des Forschungszentrums sowie Olaf Pollmann (Projektträger DLR) und Dr. Rolf Wagner vom Industriepartner H.C. Starck.
Copyright: Forschungszentrum Jülich


Servicemenü

Homepage