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Jülich baut für die Energiewende

Spatenstich für das neue Membranzentrum

Moderne Kraftwerke nehmen im Energiekonzept der Bundesregierung eine wichtige Rolle bei der Frage der Energieversorgung der Zukunft ein. Um den scheinbaren Gegensatz zwischen fossilen Brennstoffen und Klimaschutz aufzulösen, arbeiten Jülicher Forscher an der Entwicklung neuartiger Gastrennmembranen, mit deren Hilfe das klimaschädliche CO2 abgetrennt werden soll, ehe es in die Atmosphäre entweichen kann.

Um die Forschung an dieser Technologie entscheidend voranzutreiben, entsteht derzeit auf dem Gelände des Forschungszentrums Jülich das sogenannte Membranzentrum des Instituts für Energie und Klimaforschung - Werkstoffsynthese und Herstellungsverfahren (IEK-1), in dem die Forscherinnen und Forscher neuartige Komponenten entwickeln können.

Thomas Rachel MdB, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, gab jetzt anlässlich eines Spatenstichs gemeinsam mit Institutsdirektor (komm.) Dr. Hans Peter Buchkremer und Prof. Harald Bolt, Vorstandsmitglied des Forschungszentrums Jülich, den Startschuss für dieses zukunftsweisende Bauprojekt, das Anfang 2013 fertig gestellt werden soll.

Die Investitionen für das Gebäude und die darin genutzten Gerätschaften belaufen sich auf rund 16 Millionen Euro, von denen der Großteil aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) stammt, die dem Forschungszentrum über das Ausbauinvestitionsprogramm der Helmholtz-Gesellschaft zu Gute kommen.

„Mit dem Membranzentrum und dem neuen Institut schafft Jülich beste Voraussetzungen für exzellente Forschungsmöglichkeiten in zwei wichtigen Zukunftsbereichen der Energieforschung. Das Forschungszentrum liegt damit ganz auf der Linie des Energiekonzepts der Bundesregierung“, betonte Forschungsstaatssekretär Thomas Rachel.

Hochtemperaturmembranen haben gegenüber konventionellen Abtrennverfahren den Vorteil, dass deutlich geringere Wirkungsgradverluste in Kauf genommen werden müssen als z.B. bei einer chemischen Gaswäsche. Das macht sie insbesondere für Anwendungen im Kraftwerk interessant.

Mit in das Gebäude, das rund 1550 Quadratmeter Nutzfläche bieten wird, zieht auch das neu gegründete Institut für Klimaforschung - Grundlagen der Elektrochemie (IEK-9). Hier sollen die technologisch ausgerichteten Forschungs- und Entwicklungsarbeiten des Instituts für Energie- und Klimaforschung grundlagenorientiert flankiert und abgesichert werden. Dazu gehören vor allem die Batterie- und Brennstoffzellenforschung, Elektrolyse und Membrantrenntechnologien.

MembranzentrumStaatssekretär Thomas Rachel MdB (2.v.r.) gibt gemeinsam mit Prof. Harald Bolt (2.v.l.) , Mitglied des Vorstands des Forschungszentrums, Dr. Hans Peter Buchkremer (l.) und Dr. Wilhelm A. Meulenberg (r.) das Startsignal für den Bau des Membranzentrums.
Copyright: Forschungszentrum Jülich


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