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Bioökonomie: Deutschland und Brasilien bündeln ihre Kräfte

In Jülich entsteht gemeinsame Plattform zur nachhaltigen Pflanzen- und Agrarforschung

Berlin / Jülich, 20. Januar 2012 – Die größte brasilianische Agrarforschungsgesellschaft Embrapa wird auf dem Gelände des Forschungszentrums Jülich ein Labor (LABEX) aufbauen. Die Verträge dazu wurden heute in Berlin im Rahmen der Internationalen Grünen Woche unterzeichnet. Zentrales Thema der gemeinsamen Forschung wird die Bioökonomie und die Pflanzenphänotypisierung sein. Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner und ihr brasilianischer Amtskollege Mendes Ribeiro Filho sowie Dr. Henk van Liempt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung betonten die große Bedeutung dieser Kooperation für die nachhaltige Entwicklung dieses Zukunftsthemas.

Die Embrapa (Empresa Brasileira de Pesquisa Agropecuária) ist mit mehr als 8300 Mitarbeitern die größte Einrichtung zur Landwirtschaftsforschung in Brasilien. Sie wird im Frühjahr 2012 ein deutsches LABEX als Außenstelle des Europäischen LABEX mit Sitz in Montpellier aufbauen. Standort wird das Forschungszentrum Jülich, eines der größten Zentren der Helmholtz-Gemeinschaft.

Das LABEX dient als Plattform zur Kooperation brasilianischer Forscher mit deutschen Forschungseinrichtungen, den Wissenschaftlern des Forschungszentrums und des Bioeconomy Science Centers (BioSC). Sie können dort ihre Kompetenzen bündeln und gemeinsam einzigartige Infrastrukturen nutzen. Ziel ist die Steigerung von Erträgen und Qualität von Agrarprodukten bei gleichzeitiger Schonung der natürlichen Ressourcen. „Die Kooperation zeigt, wie intensiv die Wissenschafts-Partnerschaft zwischen Deutschland und Brasilien ist. Deutschland und Brasilien, führende Wissenschaftsnationen in Europa und Südamerika, bündeln ihre Kräfte, um die Herausforderungen von morgen zu bewältigen und zu einer nachhaltigen Versorgung der Weltbevölkerung mit Lebensmitteln, nachwachsenden Rohstoffen und Bioenergie beizutragen. Das deutsch-brasilianische Wissenschaftsjahr 2010/2011 hat diese Partnerschaft vertieft und zu dieser konkreten Kooperation zur Stärkung der Agrarforschung innerhalb der Bioökonomie geführt“, begrüßt Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung, die Zusammenarbeit.

Pflanze-Umwelt-Interaktionen und deren Nutzung in der Pflanzenzüchtung (Phänotypisierung), die Anpassung von Nutzpflanzen an den Klimawandel und die nachhaltige Nutzung von Ressourcen in Agrarökosystemen werden zentrale Themen der gemeinsamen Forschung im LABEX sein. Diese Erkenntnisse werden in den Aufbau von integrierten und nachhaltigen Produktionssystemen für die Bioökonomie von Nahrungs- und Futterpflanzen, nachwachsenden Rohstoffen und Bioenergie einfließen.

Die Etablierung des LABEX ist ein wichtiger Beitrag zur Intensivierung der Beziehungen zwischen Brasilien und Deutschland in der Agrar- und Pflanzenforschung. „Sie ist ein Meilenstein in der Zusammenarbeit, die beide Länder im Deutsch-Brasilianischen Jahr der Wissenschaft, Technologie und Innovation 2010/11 verabredeten. Brasilien ist schon heute eines der wichtigsten Länder für die Produktion von Nahrungs- und Futterpflanzen, von nachwachsenden Rohstoffen und Bioenergie. Das Land wird eine Schlüsselrolle in einer zukünftigen Bioökonomie spielen“, sagt Prof. Ulrich Schurr, Direktor des Jülicher Instituts für Pflanzenforschung, an dem das LABEX Deutschland angesiedelt wird. Deutschland bringt seine weltweit anerkannte Stärke in Pflanzenwissenschaften und seine einmalige Technologiekompetenz in der Pflanzenphänotypisierung in die Kooperation ein.

Bioökonomie: Deutschland und Brasilien bündeln ihre KräfteBei der Vertragsunterzeichnung: Embrapa-Vizepräsident Mauricio Lopes (Vodergrund, rechts)und Prof. Ulrich Schurr vom Forschungszentrum Jülich. Hintere Reihe (von links): Prof. Harald Bolt, Mitglied des Vorstands des Forschungszentrums Jülich; Dr. Henk van Liempt, Referatsleiter Bioökonomie im BMBF; Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner, Minister Mendes Ribeiro Filho uns Staatssekretär Cèlio Porto.
Copyright: BMELV

Weitere Informationen:

über die Embrapa (auf Englisch)

über das Bioeconomy Science Center (BioSC)

Ansprechpartner:

Prof. Dr. Ulrich Schurr
Institut für Pflanzenwissenschaften (IBG-2)
Forschungszentrum Jülich
Tel. +49 02461 61-3073
E-Mail: u.schurr@fz-juelich.de

Pressekontakt:

Dr. Barbara Schunk, Annette Stettien
Tel.: +49 2461 61-8031/-4771
E-mail: b.schunk@fz-juelich.de, a.stettien@fz-juelich.de


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