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Professor Katrin Amunts für Deutschen Ethikrat vorgeschlagen

Jülich, 28. März 2012 – Große Ehre für Jülicher Forscherin: Professor Katrin Amunts, Direktorin des Instituts für Neurowissenschaften und Medizin - Strukturelle und funktionelle Organisation des Gehirns (INM-1) im Forschungszentrum Jülich, ist von der Bundesregierung als Mitglied des Deutschen Ethikrates vorgeschlagen worden.

Katrin Amunts ist Fachärztin für Anatomie und leitet seit 2008 das Institut für Neurowissenschaften und Medizin - Strukturelle und funktionelle Organisation des Gehirns (INM-1) im Forschungszentrum Jülich. Daneben ist sie Professorin für "Strukturell-funktionelles Brain Mapping" an der RWTH Aachen. Gemeinsam mit Wissenschaftlern verschiedener Disziplinen arbeitet Prof. Amunts daran, die Vorgänge innerhalb des menschlichen Gehirns mit modernen bildgebenden Verfahren wie Magnetresonanz-Tomographie (MRT), Neuroanatomie, Bildanalyse in Kombination mit Mikroskopie, Genetik und Methoden der Physik und Informatik zu verstehen. Ziel ihrer Arbeit ist die Erstellung eines mehrdimensionalen virtuellen menschlichen Gehirns, das strukturelle Aspekte vom Molekül bis zum komplexen Funktionssystem im räumlichen Zusammenhang erfasst.

Der Ethikrat besteht aus 26 Mitgliedern, die naturwissenschaftliche, medizinische, theologische, philosophische, ethische, soziale, ökonomische und rechtliche Belange in besonderer Weise repräsentieren. Die Mitglieder werden je zur Hälfte vom Deutschen Bundestag und der Bundesregierung vorgeschlagen und können nur einmal wiederberufen werden. Die Berufung erfolgt durch den Präsidenten des Bundestages. Die konstituierende Sitzung mit der Wahl des neuen Vorstandes soll am 24. April 2012 stattfinden.

Der Ethikrat befasst sich mit den voraussichtlichen Folgen, die sich im Zusammenhang mit der Forschung und den Entwicklungen insbesondere auf dem Gebiet der Lebenswissenschaften und ihrer Anwendung auf den Menschen ergeben. Er soll die Öffentlichkeit informieren und gesellschaftliche Diskussionen anstoßen und fördern. Darüber hinaus erarbeitet der Rat Stellungnahmen und Handlungsempfehlungen für Bundestag und Bundesregierung.

„Professor Katrin Amunts betreibt Spitzenforschung auf dem Gebiet der medizinischen Gesundheitsforschung. Ihre wissenschaftliche Arbeit zur Erstellung eines digitalen, realistischen Hirnmodells’ verspricht ein vollkommen neues Verständnis der Struktur und der Abläufe innerhalb des menschlichen Gehirns. Diese Erkenntnisse werden auch für die ethische Einschätzung von erheblichem Wert sein. Die Bundesregierung ist überzeugt, dass Katrin Amunts für den Deutschen Ethikrat aus menschlicher und wissenschaftlicher Sicht eine absolute Bereicherung darstellt“, so Thomas Rachel MdB, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Das Forschungszentrum Jülich gratuliert Professor Katrin Amunts zu ihrer Nominierung und wünscht ihr viel Erfolg bei ihrer Tätigkeit.

Porträt Prof. Katrin AmuntsGemeinsam mit Wissenschaftlern verschiedener Disziplinen arbeitet Prof. Amunts daran, die Vorgänge innerhalb des menschlichen Gehirns mit modernen bildgebenden Verfahren wie Magnetresonanz-Tomographie (MRT), Neuroanatomie, Bildanalyse in Kombination mit Mikroskopie, Genetik und Methoden der Physik und Informatik zu verstehen.
Quelle: Forschungszentrum Jülich

Weitere Informationen:

Lebenslauf von Prof. Katrin Amunts:
http://www2.fz-juelich.de/inm/index.php?index=338

Website des Deutschen Ethikrates:
http://www.ethikrat.org/index


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