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Neues Zentrum für deutsche Neutronenforschung

TUM und Helmholtz-Zentren gründen Heinz Maier-Leibnitz Zentrum

Garching/ Geesthacht/ Jülich/ München, 21. Februar 2013 – Die an der Forschungs-Neutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz (FRM II) in Garching gebündelte deutsche Neutronenforschung bekommt einen eigenen Namen: Die erfolgreiche Kooperation zwischen der Technischen Universität München, dem Forschungszentrum Jülich und dem Helmholtz-Zentrum Geesthacht – Zentrum für Material- und Küstenforschung (HZG) firmiert zukünftig unter dem Namen Heinz Maier-Leibnitz Zentrum (MLZ). Die Gründungsfeier fand heute in Garching statt.

Das Zentrum wird benannt nach dem deutschen Pionier und Mentor der Forschung mit Neutronen, Heinz Maier-Leibnitz (1911 – 2000). Auf seine Initiative und unter seiner Leitung wurde in Garching der Forschungsreaktor München gebaut und 1957 in Betrieb genommen. Heinz Maier-Leibnitz war außerdem Gründungsdirektor des internationalen Hochflussreaktors am Institut Laue Langevin in Grenoble, Frankreich. Bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1974 war er Lehrstuhlinhaber für Technische Physik an der Technischen Universität München und Leiter des Forschungsreaktors, von 1974 bis 1979 stand er als Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) vor.

Die seit dem Jahr 2011 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zusätzlich mit 19,8 Millionen Euro pro Jahr geförderte Kooperation zwischen der Technischen Universität München und den Helmholtz-Zentren erhält unter dem Dach des Heinz Maier-Leibnitz Zentrums eine neue Qualität: Die Helmholtz-Zentren unter Federführung des Forschungszentrums Jülich engagieren sich mit jährlich 10,52 Millionen Euro. Die Technische Universität München ist weiterhin alleinige Betreiberin der Forschungs-Neutronenquelle; vom Freistaat Bayern werden der Reaktorbetrieb und die Forschung mit 25 Millionen Euro jährlich finanziert.

Das Heinz Maier-Leibnitz Zentrum unterstützt Wissenschaftler aus Deutschland und aller Welt bei ihren Beiträgen zur Lösung großer wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Herausforderungen, beispielsweise in der Energieforschung, der Biomedizin und Tumorforschung, der Informationstechnologie, der Material- und Ingenieurwissenschaften. Dazu bauen und betreiben die Technische Universität München und die Helmholtz-Zentren am Heinz Maier-Leibnitz Zentrum 30 erstklassige Instrumente. Die Expertise der beteiligten Partner wird in sechs gemeinsamen Wissenschaftsgruppen zusammengeführt: Materialwissenschaften, Strukturforschung, Weiche Materie und Biophysik, Quantenphänomene, Kern- und Teilchenphysik sowie Neutronenmethoden. Auch sind gemeinsame Berufungen geplant.

TUM-Präsident Prof. Dr. Wolfgang A. Herrmann: "Das Heinz Maier-Leibnitz Zentrum ist damit ein weltweit führendes Zentrum für die Forschung mit Neutronen und Positronen. Die Garchinger Neutronenquelle der TUM ist dafür aufgrund ihrer weltweit führenden Einsatzbreite die entscheidende Grundlage."

Prof. Dr. Winfried Petry, Wissenschaftlicher Direktor am Heinz Maier-Leibnitz Zentrum und Wissenschaftlicher Direktor der Forschungs-Neutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz (FRM II): "Forschung mit Neutronen gibt Antworten auf die wesentlichen Herausforderungen unserer Gesellschaft. Am Heinz Maier-Leibnitz Zentrum betreiben universitäre und außeruniversitäre Einrichtungen Spitzenforschung und gehen diese Herausforderungen gemeinsam an."

Prof. Dr. Dieter Richter, Sprecher des wissenschaftlichen Direktoriums des Heinz Maier-Leibnitz Zentrums und Direktor am Jülich Center for Neutron Science (JCNS) des Forschungszentrums Jülich: "Durch die verstärkte Zusammenarbeit schaffen wir ein wissenschaftliches Umfeld, das international Spitze ist. Das wird die deutsche Forschungslandschaft nachhaltig stärken."

Die neue Website www.mlz-garching.de stellt die Forschungsaktivitäten am Heinz Maier-Leibnitz Zentrum dar und gibt Forschern und der interessierten Öffentlichkeit Informationen zur wissenschaftlichen Nutzung.

FRM IIDie Forschungs-Neutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz (FRM II) in Garching.
Copyright: Technische Universität München, Forschungs-Neutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz

Enthüllung des LogosEnthüllen das neue Logo: Prof. Winfried Petry (rechts), Wissenschaftlicher Direktor am Heinz Maier-Leibnitz Zentrum sowie Wissenschaftlicher Direktor der Forschungs-Neutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz (FRM II) und Prof. Dieter Richter, Sprecher des wissenschaftlichen Direktoriums des Heinz Maier-Leibnitz Zentrums und Direktor am Jülich Center for Neutron Science des Forschungszentrums Jülich.
Copyright: Technische Universität München, Forschungs-Neutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz

Kontakt:

Prof. Dr. Winfried Petry
Forschungs-Neutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz (FRM II)
Technische Universität München
Lichtenbergstr. 1, 85748 Garching, Germany
Tel.: +49 89 289 14704 – Fax: +49 89 289 14995
E-Mail: winfried.petry@frm2.tum.de
Internet: FRM II / TU-München

Am Helmholtz-Zentrum Geesthacht, mit seinen Standorten Geesthacht und Teltow, engagieren sich rund 860 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Bereichen Materialforschung, Küstenforschung sowie der Regenerativen Medizin. Getreu ihrem Motto "Wissen schaf(f) t Nutzen" sind viele ihrer Forschungsergebnisse in praktischen Anwendungen umgesetzt. Zu den Schwerpunkten der Materialforscher zählt die Entwicklung leichter und funktioneller Werkstoffe für Anwendungen in der Automobil- und Flugzeugindustrie. Die Küstenforschung umfasst Fragen zu Zustand und Wandel der Küstenregionen. Die Wissenschaftler haben die Aufgabe, Klima und Küste im Wandel zu verstehen und das Wissen für die Gesellschaft aufzubereiten. | www.hzg.de

Das Forschungszentrum Jülich betreibt interdisziplinäre Spitzenforschung und stellt sich drängenden Fragen der Gegenwart, vor allem zur künftigen Energieversorgung. Mit seinen Kompetenzen in der Materialforschung und der Simulation und seiner Expertise in der Physik, der Nano- und Informationstechnologie sowie den Biowissenschaften und der Hirnforschung entwickelt es die Grundlagen für zukünftige Schlüsseltechnologien. Das Forschungszentrum leistet Beiträge zur Lösung großer gesellschaftlicher Herausforderungen in den Bereichen Energie und Umwelt, Gesundheit sowie Informationstechnologie. Mit fast 5.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gehört es als Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft zu den großen interdisziplinären Forschungszentren Europas. | www.fz-juelich.de

Die Technische Universität München (TUM) ist mit rund 500 Professorinnen und Professoren, 9.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und 32.000 Studierenden eine der führenden technischen Universitäten Europas. Ihre Schwerpunktfelder sind die Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften, Lebenswissenschaften, Medizin und Wirtschaftswissenschaften. Nach zahlreichen Auszeichnungen wurde sie 2006 und 2012 vom Wissenschaftsrat und der Deutschen Forschungsgemeinschaft zur Exzellenzuniversität gewählt. In nationalen und internationalen Vergleichsstudien rangiert die TUM jeweils unter den besten Universitäten Deutschlands. Die TUM ist dem Leitbild einer forschungsstarken, unternehmerischen Universität verpflichtet. Weltweit ist die TUM mit einem Forschungscampus in Singapur sowie Niederlassungen in Peking (China), Brüssel (Belgien), Kairo (Ägypten) und Sao Paulo (Brasilien) vertreten. | www.tum.de


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