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Herausforderung Neuroimaging

Moderne bildgebende Hirnforschung steht im Zentrum der Herbsttagung des Deutschen Ethikrates

Jülich, 18. November 2013 – Wo steht die moderne bildgebende Hirnforschung im Spannungsfeld von Naturwissenschaft, Medizin, Ethik, Philosophie und Recht? – Dieser Frage geht der Deutsche Ethikrat auf seiner Herbsttagung am Mittwoch, 27. November, in Düsseldorf nach. Unter dem Titel „Neuroimaging – Bilder vom Gehirn und das Bild vom Menschen“ wird in Vorträgen und Diskussionsrunden erörtert, welche Auswirkungen die neuen Erkenntnisse in den Neurowissenschaften auf das Menschenbild haben und welche ethischen und rechtlichen Fragen sie aufwerfen. Das Forschungszentrum Jülich ist bei der Tagung mit Prof. Katrin Amunts und Prof. Karl Zilles vertreten.

So wird Katrin Amunts, Direktorin des Jülicher Instituts für Neurowissenschaften und Medizin und Mitglied des Deutschen Ethikrates, in die Thematik einführen und der Frage nachgehen, was Neurobildgebung und das Wissen um die Struktur von Hirnarealen und ihre Einbindung in bestimmte mentale Prozesse zum Verständnis menschlichen Verhaltens beitragen können. Karl Zilles, Seniorprofessor der Jülich Aachen Research Alliance (JARA), wird mit anderen Fachleuten erörtern, ob die moderne Neurobildgebung bei der Diagnose psychiatrischer Erkrankungen und der Beurteilung von Straftätern helfen kann. Im Zentrum stehen dabei Unterschiede in der Struktur und Funktion des Gehirns zwischen Individuen sowie Veränderungen der Aktivierungsmuster über die Zeit im Individuum. Sie werden in den bisher durchgeführten Gruppenuntersuchungen meist nicht berücksichtigt, sind aber von erheblicher Bedeutung, um Diagnosen beim einzelnen Patienten oder Straftäter zu sichern und Prinzipien der Hirnfunktion zu verstehen.

Weiter wird bei der Tagung mit den Themen Neurowissenschaft, Anthropologie, Medizin, Ethik und Recht diskutiert, was die Neurobildgebung von der Persönlichkeit und dem Charakter eines Menschen vermitteln kann. Schließlich geht es auch noch um die Frage, welche medizinethischen Herausforderungen sich durch das moderne Neuroimaging ergeben, zum Beispiel durch unerwartete Befunde oder die Vorhersage nicht behandelbarer Krankheiten.

Weitere Informationen:

Herbsttagung des Deutschen Ethikrates

Deutscher Ethikrat

Institut für Neurowissenschaften und Medizin, Bereich strukturelle und funktionelle Organisation des Gehirns (INM-1)

Jülich Aachen Research Alliance (JARA)

Ansprechpartner:

Prof. Katrin Amunts
Institut für Neurowissenschaften und Medizin, Bereich strukturelle und funktionelle Organisation des Gehirns (INM-1):
Tel.: 02461 61-6443
k.amunts@fz-juelich.de

Prof. Karl Zilles
Institut für Neurowissenschaften und Medizin, Bereich strukturelle und funktionelle Organisation des Gehirns (INM-1):
Tel.: 02461 61-3015
k.zilles@fz-juelich.de

Pressekontakt:

Erhard Zeiss, Pressereferent
Tel. 02461 61-1841
e.zeiss@fz-juelich.de


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