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Forschungszentrum trifft Sofortmaßnahmen gegen Legionellenbefall eines Kühlwerks

Jülich, 26.9.2014. In einem Rückkühlwerk des Forschungszentrums Jülich sind deutlich erhöhte Legionellenzahlen gemessen worden. Das hat das Gesundheitsamt Düren dem Forschungszentrum heute mitgeteilt. Das Forschungszentrum hat das betroffene Rückkühlwerk sofort abgeschaltet. Mit der Desinfektion wurde umgehend begonnen. Damit ist ab sofort ausgeschlossen, dass Ansteckungsgefahr von dieser Stelle ausgehen könnte. An den beiden anderen Rückkühlwerken des Forschungszentrums wurden keine erhöhten Werte gemessen; sie werden jedoch vorsorglich gedrosselt und verstärkt desinfiziert. Zugleich werden ab sofort täglich Proben genommen. Das Trinkwasser des Forschungszentrums ist nicht betroffen.

An allen drei Kühlwerken waren vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) am vergangenen Samstag Proben genommen worden, die anschließend in einem Labor in der Universitätsklinik in Bonn untersucht wurden. Die Ergebnisse liegen seit heute Mittag vor. Laut Gesundheitsamt Düren ist noch nicht klar, ob das Rückkühlwerk tatsächlich der Auslöser für die Erkrankungsfälle im Kreis Düren ist, dies müssten erst weitere Untersuchungen zeigen.

Das Forschungszentrum wird die Gesundheitsbehörden mit allen Kräften dabei unterstützen, die offenen Fragen aufzuklären. "Wir sind über die Ergebnisse bestürzt", so der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Forschungszentrums Jülich, Karsten Beneke. "Denn das Wasser unserer Rückkühlwerke wird regelmäßig überwacht, ohne dass bisher Auffälligkeiten aufgetreten sind. Wir nehmen unsere Verantwortung zum Schutz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie zum Schutz der Anwohner sehr ernst und haben den Gefährdungsherd durch Sofortmaßnahmen beseitigt. Wir werden jetzt alles tun, um zur schnellstmöglichen weiteren Aufklärung beizutragen."

Die erhöhten Legionellenzahlen waren nicht im Kaltwasser aus dem Rückkühlwerk gemessen worden, sondern in dem feinem Wassernebel, der bei der Kaltwasserherstellung entsteht und in die Umgebungsluft abgegeben wird. Gefahr geht von Legionellen vor allem dann aus, wenn sie inhaliert werden; eine Übertragung der Erreger von Mensch zu Mensch ist sehr unwahrscheinlich.

Weitere Informationen

Kreis Düren: Pressemitteilung

Merkblatt "Infektionserkrankung durch Legionellen" des Landeszentrums Gesundheit Nordrhein-Westfalen

Pressekontakt

Dr. Anne Rother
Pressesprecherin / Leiterin der Unternehmenskommunikation
Telefon: 02461 61-4661
E-Mail: a.rother@fz-juelich.de


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