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Bernstein Koordinationsstelle ist neue Außenstelle des Forschungszentrums Jülich

Jülich / Freiburg, 15. September 2015 – Das Bernstein Netzwerk erforscht mit Hilfe von Computersimulationen das menschliche Denken. Koordiniert wird es von einer Einrichtung in Freiburg, die seit dem 1. September als neue Außenstelle des Forschungszentrums Jülich geführt wird. Die Koordinationsstelle des Bernstein Netzwerkes an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg gehört organisatorisch und wirtschaftlich nun zum Jülicher Institut für Neurowissenschaften und Medizin, Bereich Computational and Systems Neuroscience (INM-6). Die Mitarbeiterinnen der Koordinationsstelle werden dabei in Freiburg bleiben.

Das "Nationale Bernstein Netzwerk Computational Neuroscience" wurde 2004 gegründet und seitdem vom Bundesforschungsministerium finanziert. Es besteht aus sechs Zentren in Deutschland und über 200 Forschungsgruppen, die sich gemeinsam einem großen Thema widmen: der Aufklärung grundlegender neuronaler Prozesse mit Hilfe von Computermodellen. Dazu gehören beispielweise das Lernen und Erinnern, aber auch das bessere Verständnis von neurologischen Erkrankungen. Am Jülich Supercomputing Centre angesiedelt ist das Simulation Lab Neuroscience, das als "Bernstein Facility für Simulations- und Datenbanktechnologien" Wissenschaftlern des Netzwerkes bei der Software-Entwicklung für Supercomputer hilft und bei der Integration von neuen Daten in Modelle berät, die für Supercomputer geeignet sind.

Den Code des Gehirns zu verstehen, könnte in seiner Dimension selbst die Entschlüsselung des menschlichen Erbgutes übertreffen. Eine solch komplexe Aufgabe kann nur in interdisziplinären Kooperationen bewältigt werden. Dabei hilft den Wissenschaftlern des Bernstein Netzwerkes die Bernstein Koordinationsstelle (BCOS) in Freiburg, geleitet von Dr. Andrea Huber Brösamle. Die neue Außenstelle des Forschungszentrums unterstützt die Kommunikation innerhalb und außerhalb des Netzwerks und ist die Verbindungsstelle zur Industrie und Drittmittelgebern. Sie organisiert zentrale Veranstaltungen, wie die Bernstein Konferenz, die dieses Jahr vom 15. bis 17. September an der Universität Heidelberg stattfindet. Diese ist mit mehr als 500 Wissenschaftlern die größte jährlich stattfindende europäische Konferenz zur Computational Neuroscience. Eine weitere wichtige Aufgabe der Koordinierungsstelle ist die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. So gibt es mit der Volkswagenstiftung ab 2016 das Trainingsprogramm Smart Start, in dem fortgeschrittene Masterstudierende und angehenden Doktoranden Konzepte, Theorien und Techniken der Computational Neuroscience erlernen können. Außerdem betreut die BCOS die Bernstein Association e.V., der jeder Wissenschaftler aus dem Gebiet der Computational Neuroscience beitreten kann.

Damit das Forschungsnetzwerk auch langfristig weiterbestehen kann, ist der Erhalt der aufgebauten Strukturen notwendig. Bei der Koordinationsstelle sprang die Helmholtz-Gemeinschaft ein, zu der auch das Forschungszentrum Jülich gehört. "Das entspricht dem Auftrag der Helmholtz-Gemeinschaft, sich um langfristige wissenschaftliche Infrastrukturen zu kümmern, die Universitäten nicht bereitstellen können", sagt Prof. Markus Diesmann, Leiter des INM-6. Er ist überzeugt, dass die Neurowissenschaft und das Supercomputing in Jülich von der Arbeit und den Kontakten der Koordinationsstelle profitieren werden.

Benannt wurde das Bernstein Netzwerk nach dem Physiologen Julius Bernstein (1839-1917), der eine erste biophysikalische Erklärung dafür erbrachte, wie Nervenzellen Informationen durch elektrische Ströme weiterleiten und verarbeiten.

Gruppenbild in JülichDas Team der Bernstein Koordinationsstelle (BCOS), das nun zum Forschungszentrum gehört, besuchte Jülich Anfang September. V.l.n.r.: Sebastian M. Schmidt (Mitglied des Vorstands des Forschungszentrums Jülich), Andrea Huber Brösamle, Petra Stromberger, Kerstin Schwarzwälder, Mareike Kardinal, Markus Diesmann (Leiter des INM-6).
Copyright: Forschungszentrum Jülich

Weitere Informationen

Bernstein Konferenz 2015
Bernstein Konferenz 2015: Informationen für Wissenschaftler und Journalisten (idw)

Newsletter des Bernstein Netzwerks

Institute of Neuroscience and Medicine, Computational and Systems Neuroscience (INM-6 / IAS-6)

Pressekontakt:

Annette Stettien, Unternehmenskommunikation
Forschungszentrum Jülich
Tel.: 02461 61-2388
E-Mail: a.stettien@fz-juelich.de

Dr. Mareike Kardinal
Bernstein Netzwerk Computational Neuroscience, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Bernstein Koordinationsstelle (BCOS)
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Tel.: 0761 203-9593
E-Mail: mareike.kardinal@bcos.uni-freiburg.de


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