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"Sprungbrett für eine Karriere"

Forschungszentrum vergibt Exzellenzpreise und verabschiedet Doktoranden

Jülich, 26. Juni 2017 – Sie sind jung, international erfolgreich und nun auch preisgekrönt: Dr. Christoph Bäumer, Dr. Félix Urbain und Dr. Catalin Voiniciuc haben den Exzellenzpreis 2017 des Forschungszentrums Jülich erhalten. Alle drei beschäftigen sich mit zukunftsweisenden Themen: mit Speichern für die Computertechnik, mit Solarzellen und mit Pflanzen für nachhaltigen Biokraftstoff. Die mit jeweils 5.000 Euro dotierten Auszeichnungen wurden am Samstag, 24. Juni 2017, bei der Abschlussfeier für die Jülicher Doktoranden verliehen.

Insgesamt wurden 358 Doktorandinnen und 608 Doktoranden im Jahr 2016 im Forschungszentrum betreut. 393 von ihnen kamen aus dem Ausland – aus 59 Nationen. Der Vorstandvorsitzende des Forschungszentrums, Prof. Wolfgang Marquardt, hob in seinem Grußwort die vielfältigen Chancen hervor, die Jülich bietet: "Das Forschungszentrum ist ein Sprungbrett für eine Karriere in der Wissenschaft. Das Wichtigste ist dabei für Nachwuchsforscher wie gestandene Wissenschaftler, gegenüber neuen Ideen und anderen Meinungen aufgeschlossen zu sein und zu bleiben." Auch die drei Träger des Exzellenzpreises 2017 hätten mit ihren Ideen neue, entscheidende Impulse gegeben und damit einen entscheidenden Beitrag zum wissenschaftlichen Fortschritt geleistet, so Marquardt.

Jülicher Doktorandinnen und Doktoranden bei der Verabschiedungsfeier 2017Verabschiedung der "JuDocs" 2017
Copyright: Forschungszentrum Jülich / Ralf-Uwe Limbach

Der Exzellenzpreis wird seit 2009 vergeben. Basis der Auszeichnung ist eine herausragende, in wesentlichen Teilen in Jülich erstellte Dissertation einschließlich exzellenter Leistungen in einer bis zu zwei Jahre dauernden Post-Doktorandenphase.

Gruppenbild der Exzellenzpreisträger 2017Exzellente Nachwuchsforscher (von links): Dr. Christoph Bäumer, Dr. Félix Urbain und Dr. Catalin Voiniciuc
Copyright: Forschungszentrum Jülich / Ralf-Uwe Limbach

Die Preisträger 2017

Dr. Christoph Bäumer

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Der Physiker hat mit seiner Forschung am Jülicher Peter Grünberg Institut wesentlich zu einem besseren Verständnis der Prozesse in sogenannten memristiven Speicherbauelementen beigetragen. Diese Speicher gelten als äußerst schnell und energiesparend – und sie sind nichtflüchtig, die Daten bleiben auch noch dann erhalten, wenn der Strom abgeschaltet wird. Mit diesen Eigenschaften könnten sie die Computertechnik in den nächsten Jahren revolutionieren. Dr. Christoph Bäumer gelang es, die Schaltvorgänge im Material der Speicher mithilfe von Elektroden aus Graphen, die nur ein Atom dünn sind, unter dem Photoemissionsmikroskop sichtbar zu machen und genau zu bestimmen.

Laudatio: Prof. Claus Michael Schneider (Youtube)

Dr. Félix Urbain

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Wasserstoff als umweltfreundlicher Energieträger könnte in Zukunft Erdöl und Erdgas ersetzen. Dr. Félix Urbain entwickelte am Jülicher Institut für Photovoltaik zusammen mit anderen Wissenschaftlern eine Mehrfachstapelsolarzelle aus Silizium, die Wasserstoff nach dem Prinzip der "künstlichen Photosynthese" direkt mit Sonnenlicht erzeugt – und die sich vergleichsweise kostengünstig produzieren lässt. Mit einem Rekord-Gesamtwirkungsgrad von 9,5 Prozent konnte außerdem die Effizienz entsprechender Module auf Silizium-Basis deutlich gesteigert werden. Inzwischen forscht der Physiker am Instituto de Investigación en Energía de Cataluña (IREC) in Barcelona.

Laudatio: Dr. Friedhelm Finger (Youtube)

Dr. Catalin Voiniciuc

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Auch die industrielle Nutzung von pflanzlichem Zellwandmaterial für nachhaltigen Biokraftstoff könnte die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern. Die Zellwände bestehen aus Cellulose und verschiedenen Polysacchariden. Wie die Pflanze diese Kohlenhydrate synthetisiert, erforschte Dr. Catalin Voiniciuc am Jülicher Institut für Pflanzenwissenschaften am Beispiel der Samenhülle der Acker-Schmalwand (Arabidopsis thaliana). Dabei identifizierte der Biologe Enzyme, die für die Synthese bestimmter Polysaccharide benötigt werden. Am Institut für Pflanzliche Zellbiologie und Biotechnologie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf forscht Voiniciuc an weiteren Proteinen, die für den Aufbau der Zellwand benötigt werden.

Laudatio: Prof. Dr. Björn Usadel (Youtube)

Weitere Informationen:

Bildergalerie der Veranstaltung

Peter Grünberg Institut, Bereich Elektronische Materialien (PGI-7)

Institut für Energie- und Klimaforschung, Bereich Photovoltaik (IEK-5)

Institut für Bio- und Geowissenschaften, Bereich Pflanzenwissenschaften (IBG-2)

Pressekontakt:

Erhard Zeiss, Pressereferent
Tel. 02461 61-1841
E-Mail: e.zeiss@fz-juelich.de


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