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Helmholtz-Gemeinschaft fördert neuen Nachwuchsgruppenleiter am Forschungszentrum

Berlin / Jülich, 19. September – Insgesamt 16 exzellente Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler sind von der Helmholtz-Gemeinschaft ausgewählt worden, um zu ihren Themen eigene Forschungsgruppen aufzubauen. Am Forschungszentrum wird Dr. Knut Müller-Caspary eine Nachwuchsgruppe einrichten und sein Wissen auch in Zusammenarbeit mit der RWTH Aachen an Studenten und junge Wissenschaftler weitergeben. Über einen Zeitraum von sechs Jahren erhalten die Nachwuchsgruppenleiter jeweils eine jährliche Förderung in Höhe von mindestens 300.000 Euro.

In der aktuellen Ausschreibungsrunde waren aus insgesamt 363 Bewerbungen 60 Kandidatinnen und Kandidaten von den Helmholtz-Zentren vorgeschlagen worden. 26 Bewerberinnen und Bewerber schafften es in die Endausscheidung. Eine interdisziplinäre Jury sprach sich schließlich für 16 hervorragende Nachwuchskräfte aus.

Dr. Müller-Caspary, der für das Forschungszentrum Jülich ausgewählt wurde, entwickelt Methoden für ein neues Zeitalter in der hochauflösenden Elektronenmikroskopie. Während eine atomar auflösende Abbildung von Festkörperstrukturen mit modernen Geräten heute eine etablierte Methode ist, blieb der gleichzeitige Blick ins Innere der Atome, also auf die physikalischen Eigenschaften wie Ladungsdichten oder elektrische Felder bisher verborgen. Auf der Basis von nun erhältlichen ultraschnellen Detektoren will Müller-Caspary nun neue Methoden entwickeln, bei denen parallel zur Aufnahme der atomaren Struktur im Rasterbetrieb auch die lokalen Beugungsintensitäten aufgezeichnet werden. Statt zweidimensionaler Bilder wird ein vierdimensionaler Datensatz erhalten, durch dessen Entschlüsselung man völlig neue Erkenntnisse über die Eigenschaften der Materialien gewinnen kann. Die experimentelle Umsetzung basiert auf den weltweit teilweise einzigartigen Instrumenten am Ernst Ruska-Centrum des Forschungszentrums Jülich.

Das Förderprogramm richtet sich an hoch qualifizierte Nachwuchskräfte, deren Promotion zwei bis sechs Jahre zurückliegt und die nun unter exzellenten Bedingungen eigene Forschungsgruppen aufbauen und sich so als Führungskräfte beweisen können. Ein weiteres Ziel der Nachwuchsgruppen ist es, die Vernetzung von Helmholtz-Zentren und Universitäten zu stärken, so wie es auch bei Knut Müller-Caspary der Fall ist. Nach rund vier Jahren werden alle Gruppen evaluiert. Die Kosten werden zur Hälfte aus dem Impuls- und Vernetzungsfonds der Helmholtz-Gemeinschaft gedeckt, die andere Hälfte steuern die jeweiligen Helmholtz-Zentren bei. Damit können die Nachwuchsgruppenleiter neben ihrer eigenen Stelle in der Regel drei bis vier Mitarbeiter sowie Konferenzreisen und Teile ihrer Ausstattung finanzieren.

Weitere Informationen:

Ernst Ruska-Centre for Microscopy and Spectroscopy with Electrons

Pressemitteilung der Helmholtz-Gemeinschaft

Pressekontakt:

Annette Stettien
Forschungszentrum Jülich
Tel.: 02461 61-2388
E-Mail: a.stettien@fz-juelich.de


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