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Vorentscheidung zur Exzellenzstrategie: Forschungszentrum Jülich ist starker Partner der Universitäten

Jülich, 29. September 2017 – Das Forschungszentrum Jülich zeigt sich im laufenden Auswahlverfahren der Exzellenzcluster als starker Partner der Universitäten. Wie heute bekannt wurde, ist das Forschungszentrum an acht Projektvorschlägen beteiligt, die sich für die Endrunde des Verfahrens qualifiziert haben. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hatte heute Morgen über die Entscheidungen im Begutachtungs- und Entscheidungsverfahren informiert. Mit der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder soll der Wissenschaftsstandort Deutschland gestärkt und seine internationale Wettbewerbsfähigkeit weiter verbessert werden.

Ein Expertengremium hatte in den letzten Tagen aus 195 Antragsskizzen insgesamt 88 Vorhaben ausgewählt, die sich für die Endauswahl zur Förderung der Exzellenzcluster im nächsten Jahr bewerben können. An acht Vorhaben ist das Forschungszentrum beteiligt.

Projekte mit Jülicher Beteiligung, die es in die Endrunde des Entscheidungsverfahrens für die Exzellenzcluster geschafft haben:

  • CEPLAS Exzellenzcluster für Pflanzenwissenschaften – SMARTe Pflanzen für die Anforderungen von morgen
    Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf / Universität zu Köln
    Der „Cluster of Excellence on Plant Sciences“ forscht bereits seit 2012. Im Fokus steht die Entwicklung optimierter Nutzpflanzen, die die Anforderungen an die Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung angesichts des Klimawandels und seiner Folgen erfüllen können.
    CEPLAS-Webseite (englisch)
  • Computergestützte Wissenschaften für komplexe Systeme (CASCADE)
    Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
    In dem beantragten Exzellenzcluster sollen über Fachgrenzen hinweg neue rechnergestützte Methoden für bisher unlösbare Probleme in den Naturwissenschaften entwickelt werden. Beispielhaft werden Fragestellungen in den Bereichen der Struktur komplexer Materie, den Computergestützten Neurowissenschaften und des Höchstleistungsrechnens an der Exaskala bearbeitet, sowie daneben Fragen an der Schnittstelle von Philosophie und Naturwissenschaften diskutiert.
  • Das Fuel Science Center – Adaptive Systeme zur Umwandlung von erneuerbarer Energie und Kohlenstoffquellen
    Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
    Der geplante Exzellenzcluster erforscht neue Wege, um Energie und Kohlenstoff, z.B. aus Biomasse oder CO2, mittels adaptiver Produktionsprozesse in flüssige Energieträger umzuwandeln und für den Mobilitätssektor nutzbar zu machen.
  • Funktionale Materialgrenzflächen (FUMIN) – Synthese, Charakterisierung, Prozessierung und theoretische Beschreibung
    Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
    Der geplante Exzellenzcluster baut auf den Strukturen und Erkenntnissen des bisherigen Clusters „Engineering of Advanced Materials” (EAM) auf und zielt auf Durchbrüche in der Gestaltung und Prozessierung von grenzflächenbestimmten, funktionalen Materialien. Mit einem fokussierten Forschungsansatz strebt ein interdisziplinär zusammengesetztes Team nach bahnbrechenden Innovationen in Prozess- und Energietechnologien.
  • Materie und Licht für Quanteninformation
    Universität zu Köln / Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen / Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
    Die Nutzung der Gesetze der Quantenmechanik für Kommunikation und Computing in der Quanteninformationsverarbeitung verspricht Möglichkeiten, die mit klassischen Ansätzen nicht zu erreichen sind (z.B. physikalisch bedingte Abhörsicherheit und drastische Leistungssteigerungen). Das Cluster soll Grundlagen für die Realisierung dieser Vision legen.
  • Neuroinspirierte Computer: Von neuartigen Materialien zu neuen Berechnungsparadigmen (NeuroIC)
    Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
    In dem beantragten Exzellenzcluster werden neuartige Computer entwickelt, deren Aufbau sich an neuronalen Netzen orientiert. Diese werden im Gegensatz zu aktuellen Rechnern deutlich weniger Energie brauchen und kognitive Aufgaben erledigen können.
  • PhenoRob – Robotik und Phänotypisierung für Nachhaltige Nutzpflanzenproduktion
    Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
    In diesem vorgeschlagenen Cluster sollen die jüngsten Fortschritte in der Präzisionsüberwachung, Phänotypisierung, verteilte Erfassung und Robotik mit Datenwissenschaften, Ökosystem- und Bodenforschung sowie die Modellierung von Pflanzenschutz kombiniert werden.
    PhenoRob-Webseite (englisch)
  • Die Zukunft des wissenschaftlichen Rechnens: Prädiktive Hierarchische Simulation
    Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
    Der Ansatz des Clusters, der eine Simulationsumgebung für die Entwicklung des ultimativen maßgeschneiderten Simulationsprozesses ergibt, besteht aus der vollen dynamischen und hierarchischen Interaktion der drei Eckpfeiler Modelle, Methoden und Daten.

Exzellenzcluster sind ein wesentlicher Bestandteil der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder. Mit ihnen werden international wettbewerbsfähige Forschungsfelder an deutschen Universitäten beziehungsweise Universitätsverbünden projektbezogen gefördert. Insgesamt sollen in der Exzellenzstrategie 45 bis 50 Exzellenzcluster für zweimal sieben Jahre gefördert werden.

Das Forschungszentrum konnte sich bereits in den vergangenen Runden der Exzellenzinitiative erfolgreich als Partner der geförderten Universitäten etablieren. So kooperieren die RWTH Aachen und das Forschungszentrum Jülich seit 2007 intensiv in der Jülich Aachen Research Alliance (JARA), die Teil des Aachener Zukunftskonzepts „Meeting Global Challenges“ ist. Beide Partner verbindet eine enge strategische Partnerschaft zu ausgewählten zentralen Themen. Zudem ist das Forschungszentrum einer der außeruniversitären Partner in der Research Alliance Cologne der Universität zu Köln.

Weitere Informationen:

Pressemitteilung der Deutschen Forschungsgemeinschaft: "Erste Entscheidungen in der Exzellenzstrategie"

Pressemitteilung der RWTH Aachen: "Großer Erfolg für die RWTH Aachen"

Pressemitteilung der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn: "Großer Bonner Etappensieg im Exzellenzwettbewerb"

Pressemitteilung der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf: "Exzellenzstrategie: HHU mit CEPLAS II im Finale"

Pressemitteilung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg: "FAU ist bei Exzellenzstrategie weiter im Rennen"

Pressemitteilung der Universität zu Köln: "Uni Köln in starker Position für Exzellenzstrategie"

Pressekontakt:

Dr. Regine Panknin
Unternehmenskommunikation, Forschungszentrum Jülich
Tel.: 02461 61-9054
E-Mail: r.panknin@fz-juelich.de

Tobias Schlößer
Unternehmenskommunikation, Forschungszentrum Jülich
Tel.: 02461 61-4771
E-Mail: t.schloesser@fz-juelich.de


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