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Jülicher Nachbarschaftsdialog möchte bessere ÖPNV-Anbindung für Jülich

Jülich, 10. April. Beim neunten Treffen des Jülicher Nachbarschaftsdialogs besuchten die Mitglieder das Reaktorbehälterzwischenlager der JEN, diskutieren über die ÖPNV-Anbindung nach Mönchengladbach und Düsseldorf und gaben den Startschuss für die Planungen des dritten Jülicher Science Slams.

"Gemeinsam die Zukunft für die Region gestalten" - das bedeutet auch, gute Rahmenbedingungen für Studierende sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu schaffen. Dazu zählt eine gute Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Als aktuelles Thema stand daher die Diskussion um den Lückenschluss zwischen Linnich und Baal auf der Tagesordnung. Bereits in der vergangenen Sitzung des Dialogs im Dezember 2017 wurde das Thema aufgegriffen. Nachdem Landrat Wolfgang Spelthahn zu Jahresbeginn eine Initiative des Kreises Düren angekündigt hatte, die Strecke der Rurtalbahn über Linnich hinaus bis nach Baal/Lindern hin zur Bahnstrecke Aachen-Mönchengladbach-Düsseldorf zu verlängern, wurde dieser Punkt weiter diskutiert. Ergebnis: In einem Brief werden die drei Wissenschaftsinstitutionen DLR, die Fachhochschule und das Forschungszentrum im Namen des Jülicher Nachbarschaftsdialog den Kontakt zum Landrat suchen, um gemeinsam ins Gespräch zu kommen und das Vorhaben zu unterstützen.

Eine weitere gemeinsame Aktion des Nachbarschaftsdialogs wird die dritte Auflage des Jülicher Science Slams für Schüler, Azubis und Studierende sein. Ende Oktober/Anfang November wird auf der Bühne des Kulturbahnhofs wieder das „Jülicher Super Brain“ gesucht werden.

Mit Bestürzung und großer Anteilnahme nahmen die Mitglieder des Nachbarschaftsdialogs die Nachricht des Todes von Professor Peter Grünberg entgegen. Der Nobelpreisträger aus dem Forschungszentrum Jülich war den Teilnehmern des Dialogs nicht nur als herausragender Wissenschaftler ein Begriff, sondern auch als zugewandter Jülicher Ehrenbürger bekannt.

Vor Beginn der offiziellen Sitzung hatten die Mitglieder die Möglichkeit, einen Blick in das Reaktorbehälterzwischenlager der Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen (JEN) zu werfen. Im Anschluss stellte JEN-Geschäftsführer Rudolf Printz das Unternehmen mit seiner Entstehungsgeschichte und seinen Aufgaben vor. Mit rund 400 Beschäftigten ist die JEN der drittgrößte Arbeitgeber in Jülich.

Gruppenbild vor Gerüst im ReaktorbehälterlagerBesuchten gemeinsam das Reaktorbehälterzwischenlager der JEN (v. l.): Ludger Bentlage (DGB), Franz-Josef Grouls (JEN), Georg Blömer (Enrichment Technology), Rudolf Printz (JEN), Dr. Kai Wieghardt (DLR), Vilangani Tika (Integrationsrat Stadt Jülich), Alexander Peters (KSG Jülich), Jörg Kriewel (JEN), Dr. Rüdiger Urban (FV Festung Zitadelle), Claudia Essling (Werbegemeinschaft Jülich), Christiane Clemens (Mädchengymnasium Jülich), Klaus Sobotta (Schülerlabor Forschungszentrum Jülich), Jochen Goeser (FH Aachen am Campus Jülich), Hansbert Schruff (Mädchengymnasium Jülich), Frederik Meyer (IFOK GmbH), Marita Boslar (attac Inde-Rur) und Ralf Eggert (IFOK GmbH).
Copyright: Forschungszentrum Jülich

Über den Jülicher Nachbarschaftsdialog

In dem vom Forschungszentrum Jülich initiierten Nachbarschaftsdialog arbeiten lokale Akteure aus Verwaltung, Handel, Handwerk, Industrie, Schule, Kirche, Kultur und Wissenschaft unter dem Leitgedanken „Gemeinsam die Zukunft für die Region Jülich gestalten" zusammen. In mehreren Arbeitsgruppen widmen sich die Teilnehmer Projektideen in den Bereichen Bildung, Wissenschaft, Wirtschaft sowie Leben und Arbeiten in Jülich. Die nächste Sitzung des Jülicher Nachbarschaftsdialogs findet im Sommer 2018 statt.

Pressekontakt:

Steffen Bender
Forschungszentrum Jülich, Unternehmenskommunikation
Tel: 02461 613903
Email: s.bender@fz-juelich.de