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Geheimnisse der Pflanzen sichtbar gemacht

Bonn/ Jülich, 11. Juli 2018 – Ein geheimnisvolles rotes Leuchten, das alle lebenden Pflanzen aussenden, ermöglicht Pflanzenforschern neuartige Einblicke in die Photosynthese. Wo diese Chlorophyllfluoreszenz herkommt und wie man sie mit eigenen Augen sehen kann, zeigt die Ausstellung »Das Leuchten der Pflanzen«, die bis Ende September im Deutschen Museum in Bonn zu sehen ist.

Pflanzen leuchten. Immer dann, wenn lebendige Pflanzen von Licht beschienen werden, strahlen sie ein schwaches rotes Leuchten ab. Denn während der Photosynthese verwandeln sie mit Hilfe des Chlorophylls nicht nur CO2 in Zucker, sondern produzieren dabei, quasi als Nebenprodukt, Fluoreszenz-Licht. Diese Chlorophyllfluoreszenz ermöglicht Pflanzenforschern direkte Einblicke in den Energiestoffwechsel der Pflanzen. Während Trockenperioden oder wenn nicht ausreichend Nährstoffe zur Verfügung stehen, geraten Pflanzen unter Stress, der sich über Änderungen des Fluoreszenzlichtes messen lässt. »Über diese Fluoreszenz kann man bereits sehen, dass etwas nicht stimmt, bevor die Pflanze die Blätter hängen lässt«, sagt Dr. Andreas Burkart, der am Institut für Pflanzenwissenschaften (IBG-2) des Forschungszentrum Jülich promovierte und nun mit seinem Start-Up JB Hyperspectral Devices die entsprechenden Messgeräte herstellt.

Man kann den Zustand der Pflanzen aber nicht nur im Labor, sondern mit passenden Methoden auch unter freiem Himmel und sogar vom Flugzeug oder Satelliten aus großflächig analysieren. Darüber zeigt sich auch die Europäische Weltraumorganisation ESA begeistert: 2022 ist das Messprinzip aus Jülich mit an Bord des Satelliten ›Fluorescence Explorer‹ (FLEX), den die ESA ins All schießen will. FLEX soll wertvolle Daten zur globalen Pflanzenproduktivität liefern und das Leuchten der Pflanzen global kartieren.
Die Ausstellung gewährt dem Besucher spannende neue Sichtweisen auf lebende Pflanzen und macht das geheimnisvolle Leuchten mit bloßem Auge sichtbar.

Eine junge Frau betrachtet das Fluoreszenzlicht eine bläulich aussehende Pflanze mit einer Art TaschenlampePflanzen produzieren während der Photosynthese als "Nebenprodukt" Fluoreszenz-Licht. Mit speziellen Brillen können Besucher der Ausstellung dieses Licht sehen.
Copyright: Deutsches Museum Bonn/Eric Lichtenscheidt

Unter wissenschaftlicher Leitung des Forschungszentrums Jülich, IBG-2 entstand zusammen mit Studierenden des Studiengangs Exhibition Design und dem edi-Exhibition Design Institute der Hochschule Düsseldorf diese Ausstellung.

Begleitende Kinder- und Familienangebote:

  • Das RätselBlättchen »Bodo Blatt« nimmt die ganze Familie mit auf eine spannende Reise. Was hat ein Blatt im Museum zu suchen? Was hat »Bodo« mit unserer Atemluft zu tun? Wieso muss »Bodo« in der geheimnisvollen Dunkelkammer eine Spezialbrille anziehen? Mit dem gut gelaunten Blatt »Bodo« gewinnen auch die jüngsten Besucher mit ihren Eltern und Großeltern einen Einblick in die spannenden Vorgänge der Photosynthese! Kostenfrei an der Kasse erhältlich.
  • Die Pfiffikus-Familienführung »Wie alles wächst« gibt mit anschaulichen Erläuterungen und Versuchen leicht verständliche Einblicke in sämtliche Aspekte der Photosynthese und erläutert die Bedeutung der Pflanzen für unser Leben. Wie kann man Licht aufspalten, wie atmet die Wasserpest und welche Rolle spielt dabei Biene Maja? Die Familienführung ist geeignet für Kinder von 4 bis 10 Jahren auch gern mit Eltern, Großeltern usw. Zu festen Terminen an den Wochenenden oder als Gruppe buchbar, jeweils kostenpflichtig (zzgl. Museumseintritt).
  • In den ExperimentierSonntagen »Flower Power« können Kinder ab 6 Jahren zum Beispiel erkunden, in welchen Pflanzen Stärke steckt und was das mit der Photosynthese zu tun hat. Jeden Sonntag von 11.00 bis 16.00 Uhr kostenfrei (zzgl. Museumseintritt) während der Ausstellungszeit.
  • Die Themenführungen »Fu-Touren – Einstempeln und Mitgestalten« zum Wissenschaftsjahr 2018 – Arbeitswelten der Zukunft betrachtet Arbeit einmal anders. In der Physik ist Arbeit die Energie, die durch Kräfte auf einen Körper übertragen wird. Von der Biologie und Chemie her gesehen ist es die Photosynthese, die Lichtenergie in speicherbare chemische Energie umwandelt. Geeignet ab 14 Jahren, zu festen Zeiten an den Wochenenden und kostenfrei (zzgl. Museumseintritt) dank der Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Partner:

Wie bei der Photosynthese wirken auch bei einer Ausstellung viele Kräfte zusammen. Wir danken folgenden Institutionen für ihre freundliche Unterstützung:
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) | Carl Knauber Holding GmbH & Co. KG | European Space Agency (esa) | Exhibition Design Institute, Hochschule Düsseldorf (edi) | Forschungszentrum Jülich, Institut für Bio- und Geowissenschaften – Pflanzenforschung (IBG-2) | Hochschule Düsseldorf (HSD) | Botanischen Garten der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf | Metis-Stiftung zur Förderung der Naturwissenschaften und bildenden Künste | Verein der Freunde und Förderer des Forschungszentrums Jülich

Adresse und Öffnungszeiten:

Deutsches Museum Bonn
Ahrstraße 45, 53175 Bonn
Webseite: www.deutsches-museum-bonn.de

Bis 23.September 2018
Di.-Fr., So. 10-17 Uhr; Sa. 12-17 Uhr

Kontakt:

Prof. Dr. Uwe Rascher
Institut für Bio- und Geowissenschaften (IBG-2), Pflanzenwissenschaften
Tel.: 02461 61-2638
E-Mail: u.rascher@fz-juelich.de

Dr. Andrea Niehaus
Deutsches Museum Bonn
Tel.: 0228 302-216
E-Mail: a.niehaus@deutsches-museum-bonn.de

Andreas Burkart
Tel.: 02182 8718741
E-Mail: wemperor@gmail.com

Weitere Informationen:

Dokumentation der Ausstellungskonzeption auf Instagram
Deutsches Museum Bonn: Das Leuchten der Pflanzen
Deutsches Museum Bonn: Fu-Touren

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