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Forschungszentrum Jülich ist an vier Exzellenz­clustern beteiligt

DFG gibt Ergebnisse der Exzellenzstrategie bekannt

Jülich, 27.09.2018 – Mit Spannung wurde das Ergebnis der Exzellenzstrategie erwartet. Nun wurde das Auswahlverfahren zur Vergabe der Exzellenzcluster im Rahmen der Exzellenzstrategie erfolgreich abgeschlossen. Begonnen mit der Ausschreibung im September 2016 wurden die Anträge der Universitäten in den vergangenen Monaten einer strengen Prüfung unterzogen.

In der heutigen gemeinsamen Pressekonferenz informierten das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), die Bremer Wissenschaftssenatorin und die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) über die Ergebnisse. Von den insgesamt 88 eingereichten Vollanträgen wählte die Exzellenzkommission 57 Exzellenzcluster zur Förderung aus. Das Forschungszentrum Jülich steht für vier Cluster als starker Partner an der Seite der jeweiligen Hochschule. Die Vergabe der Exzellenzcluster bildet die Grundlage für das Bewerbungsverfahren um die Exzellenzuniversitäten, die im Sommer 2019 ausgewählt werden.

Exzellenzcluster mit Jülicher Beteiligung, die eine Förderzusage erhalten haben:

  • CEPLAS Exzellenzcluster für Pflanzenwissenschaften – SMARTe Pflanzen für die Anforderungen von morgen
    Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf / Universität zu Köln
    Der "Cluster of Excellence on Plant Sciences" forscht bereits seit 2012. Im Fokus steht die Entwicklung optimierter Nutzpflanzen, die die Anforderungen an die Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung angesichts des Klimawandels und seiner Folgen erfüllen können.
  • Das Fuel Science Center – Adaptive Systeme zur Umwandlung von erneuerbarer Energie und Kohlenstoffquellen (FSC)
    Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
    Im neuen Exzellenzcluster werden Erkenntnisse und wissenschaftliche Methoden erarbeitet, um die motorische Verbrennung fossiler Kraftstoffe durch adaptive Produktions- und Antriebssysteme auf Basis regenerativer Energie- und alternativer Kohlenstoffquellen unter dynamischen Randbedingungen zu ersetzen.
  • Materie und Licht für Quanteninformation (ML4Q)
    Universität zu Köln / Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen / Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
    Quanteninformationsverarbeitung verspricht Möglichkeiten wie physikalisch bedingte Abhörsicherheit in der Kommunikation und drastische Leistungssteigerungen im Computing, die mit klassischen Ansätzen nicht zu erreichen sind. Das Exzellenzcluster verfolgt das Ziel, neue Computer- und Netzwerkarchitekturen zu schaffen, die auf den Prinzipien der Quantenmechanik beruhen.
  • PhenoRob - Robotik und Phänotypisierung für Nachhaltige Nutzpflanzenproduktion
    Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
    Eine der großen Herausforderungen ist es, die Pflanzenproduktion, trotz begrenzter Nutzflächen, zu erhöhen und gleichzeitig die ökologischen Folgewirkungen zu verringern. Im Cluster „PhenoRob - Robotik und Phänotypisierung für Nachhaltige Nutzpflanzenproduktion“ arbeiten Wissenschaftler an Methoden und neuen Technologien, um Pflanzen zu beobachten, zu analysieren und gezielt zu behandeln. Dafür werden Felder aus der Luft sowie vom Boden aus überwacht. Computer verarbeiten diese Sensordaten so, dass Roboter automatisch einzelne Pflanzen ansteuern und behandeln können. Dies soll helfen, neue Erkenntnisse über Pflanzenwachstum zu gewinnen und den Einsatz von chemischen Hilfsmitteln zu vermeiden.

Exzellenzuniversitäten

Die zur Förderung ausgewählten Exzellenzcluster bilden die Basis für eine Bewerbung zur Exzellenzuniversität. Vorgesehen ist die Unterstützung von elf Exzellenzuniversitäten im Rahmen der Exzellenzstrategie. Voraussetzung für die Teilnahme an dem wettbewerblichen Verfahren ist die erfolgreiche Förderzusage für zwei Exzellenzcluster an derselben Universität. Im Falle von Universitätsverbünden erhöht sich die Anzahl auf drei, dabei muss jede am Verbund beteiligte Universität über einen oder mehrere eigene Exzellenzcluster verfügen.

Das Auswahlverfahren für die Exzellenzuniversitäten startet am 10. Dezember dieses Jahres.

Weitere Informationen:

Pressemitteilung der Deutschen Forschungsgemeinschaft

Pressemitteilung der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Pressemitteilung der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Pressemitteilung der Universität zu Köln

Pressemitteilung der RWTH Aachen

Ansprechpartner:

Sabine Prall
JARA-Office
Forschungszentrum Jülich
Tel.: +49 (0)2461 61-96421
E-Mail: s.prall@jara.org

Pressekontakt:

Annette Stettien
Unternehmenskommunikation
Forschungszentrum Jülich
Tel.: +49 (0)2461 61-2388
E-Mail: a.stettien@fz-juelich.de