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Ausschreibender Bereich: IEK-6 Nukleare Entsorgung und Reaktorsicherheit
Kennziffer: D086/2018, Chemie, Materialwissenschaften

Masterarbeit: Untersuchungen zur Konversion und Immobilisierung von Quecksilberabfällen aus dem Rückbau kerntechnischer Einrichtungen

Das Institut für Energie- und Klimaforschung – Nukleare Entsorgung (IEK-6) beschäftigt sich mit grundlegenden Fragestellungen für die sichere Entsorgung von radioaktiven Abfällen. Hierzu zählt sowohl Forschung im Hinblick auf ein zukünftiges Endlager als auch konkret anwendungsbezogene Forschung für den Umgang mit radioaktiven Sonderabfällen, für die derzeit noch keine Entsorgungskonzepte existieren.

Beim Rückbau von bestimmten kerntechnischen Anlagen fallen beispielsweise radioaktiv kontaminierte Quecksilberabfälle an, für die aufgrund ihrer hohen chemischen und Radiotoxizität besondere Anforderungen an die Entsorgung gestellt werden. Im Rahmen des BMBF-geförderten Verbundprojektes „PROcess of radioactive MErcury Treatment under EU Safety-Standards (PROMETEUS)“ wird derzeit ein Entsorgungskonzept für solche Abfälle entwickelt. Hierzu zählt neben der Abtrennung auch die Immobilisierung der radioaktiven Rückstände, um sie endlagergerecht einzuschließen.

Ihre Aufgaben:
Das angestrebte Thema der Masterarbeit umfasst Untersuchungen zur Konversion von Quecksilber und radioaktiven quecksilberhaltigen Abfällen in einen geeigneten Feststoff (Quecksilbersulfid), das Einbetten dieses Feststoffs in eine geeignete Matrix (Zement, Geopolymer) sowie Auslaugversuche zur Bestimmung des Löslichkeitsverhaltens und der Stabilität dieser Phasen unter Endlagerbedingungen. Ein wichtiger Schwerpunkt der Arbeiten wird hierbei auf der Synthese und vollständigen Charakterisierung von Probenkörpern (beispielsweise HgS in Geopolymer-Matrix) liegen. Diese Versuche sollen zunächst an Modellsystemen entwickelt, im Laufe der Arbeit aber auch auf reale Abfallkontingente aus Jülich übertragen werden.

Ihr Profil:
Vorausgesetzt wird ein abgeschlossenes Bachelorstudium der Chemie, Materialwissenschaften o.ä. Es sollte mindestens ein gutes chemisches Grundwissen vorhanden sein sowie Erfahrung und Freude beim Arbeiten in Chemielaboren. Insbesondere wird Wert gelegt auf eine sorgfältige und saubere Arbeitsweise beim Umgang mit Gefahrstoffen.

Ansprechpartnerin:
Larissa Klaß, M.Sc.
Forschungszentrum Jülich
Institut für Energie- und Klimaforschung,
Nukleare Entsorgung (IEK-6)
l.klass@fz-juelich.de, 02461 616282

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