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498th Wilhelm and Else Heraeus Seminar

Progress in Nuclear Resonance Scattering: from Methods to Materials

Anfang
26.02.2012
Ende
29.02.2012
Veranstaltungsort
Physik-Zentrum Bad Honnef, Germany

Scope

Kernresonanzspektroskopie basiert auf dem Mössbauereffekt sowie den Eigenschaften moderner Synchrotronröntgenquellen. Ihre Anwendungsfelder reichen von der Hyperfein- über Phononen-Spektroskopie bis zur Untersuchung von Magnetismus in Nanostrukturen sowie zur vibrationellen Charakterisierung von Proteinen.

Zurzeit erlebt diese Methode starken Fortschritt auf allen Gebieten. Photonenquellen werden immer leistungsfähiger, neuartige Monochromatoren helfen, „neue“ Isotope wie Sb oder Te zu erschließen, μeV Auflösung zu erreichen oder auch energieaufgelöste Mössbauerspektren an einer Synchrotronquelle zu messen. Neuartige Phänomene wie der kollektive Lamb-Effekt werden beobachtet, fortgeschrittene Probenumgebungen werden entwickelt, zum Beispiel für in-situ Raman- und AFM-Messungen. Gleichzeitig stößt man jedoch insbesondere bzgl. der Detektorphysik und der Hitzelast an den Monochromatoren an Grenzen. Insgesamt haben jedoch die Entwicklungen der letzten Zeit zu einer immensen Verbreiterung der Anwendungen dieser Methode geführt.

Ungefähr 50 Jahre nach der Entdeckung des Mössbauereffekts und 25 Jahre nach der ersten Beobachtung von Kernresonanz mittels Synchrotronstrahlung wurde die neue P01 Beamline an der Petra III Quelle in Betrieb genommen. Hiermit wird das Angebot für die Wissenschaft, insbesondere für deutsche Nutzer, stark zunehmen, und durch die einzigartigen Eigenschaften dieser Photonenquelle wird die Gelegenheit bestehen, neue Wissenschaft vor allem im Bereich der Nanophysik zu erschließen.

In diesem Kontext werden im Rahmen des 498. Wilhelm und Else Heraeus-Seminars ausgewiesene Experten auf dem Gebiet mit jüngeren Wissenschaftlern zusammengeführt. Auf diese Weise soll kollegial sowie interdisziplinär die Zukunft der Kernresonanzspektroskopie diskutiert und gestaltet werden.

Homepage

www.fz-juelich.de/jcns/heraeus-nrs

Ansprechpartner

Prof. Dr. Raphael Hermann
Dr. Benedikt Klobes




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