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Video: Dr. Barbara Gold

Dr. Barbara Gold forschte am Jülicher Institut für Neutronenstreuung in einem relativ jungen Gebiet der Polymerchemie bzw. -physik: den supramolekularen Polymeren. Dabei werden die Polymerketten untereinander nicht wie bei einem herkömmlichen Elastomer – „Gummi“ – durch dauerhafte Bindungen zusammengehalten, sondern durch temporäre Bindungen wie z.B. Wasserstoffbrücken. Diese können durch mechanisches Belasten oder Erhitzen aufgebrochen werden und sich bei Entspannung oder Abkühlung erneut schließen. Kunststoffe bekommen dadurch besondere mechanische Eigenschaften; sie sind zugleich fest und unter Belastung trotzdem flexibel, was in vielen Bereichen wie der Medizintechnik oder Sensorik von Vorteil ist. Der jungen Wissenschaftlerin, die inzwischen an der ETH Zürich forscht, gelang es in ihrer Doktorarbeit, das mechanische Verhalten solcher Materialien auf die zugrundeliegenden mikroskopischen Prozesse zurückzuführen – ein wichtiger Aspekt für die Entwicklung maßgeschneiderter Kunststoffmaterialien.


Dauer: 5 min 01 sek
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