Suche

zur Hauptseite

Geschäftsbereich P

Navigation und Service


Reiseberatung

Der Betriebsärztliche Dienst bietet bei Dienstreisen in ferne Länder wegen der besonderen gesundheitlichen Risiken eine besondere Betreuung an. Diese umfaßt außer einer detaillierten ärztlichen Beratung auch die Durchführung von Impfungen und Malariaprophylaxe. Bitte vereinbaren Sie mit unserem Geschäftszimmer einen Termin mindestens 4 Wochen vor Abreise und bringen dann alle Impfdokumente und genaue Angaben über die Reiseroute mit. Folgende Informationen sollen die persönliche, auf die Besonderheiten Ihrer Dienstreise zugeschittene Beratung durch den Betriebsarzt ergänzen und Ihnen einige allgemeine Informationen zum Gesundheitsschutz bei Reisen in südliche Länder an die Hand geben.

Impfschutz

In dem persönlichen Beratungsgespräch wurde auf nötige  Impfungen hingewiesen und für Sie ein Impfplan erstellt. Bitte halten Sie die angegebenen Termine ein, da ein Abweichen hiervon einerseits einen Wirkverlust, andererseits vermehrt Nebenwirkungen zur Folge haben könnte. Sie sollten sich an den Tagen, an denen geimpft wird, wohl fühlen, kein Fieber haben und sich nach der Impfung keinen ungewohnten körperlichen Belastungen (z. B. Sport) unterziehen. Wenden Sie sich im Zweifelsfall an den Betriebsarzt.

Malaria-Vorbeugung

Die Malaria ist eine durch einzellige Parasiten (Plasmodien) verursachte und durch bestimmte Stechmücken (Anophelen) übertragene Tropenkrankheit. Wichtigstes Kennzeichen der Malaria ist das Fieber, außerdem können allgemeine Krankheitszeichen wie Kopf-, Bauch- und Gliederschmerzen, Erkältungszeichen, Schüttelfrost und Schweißausbrüche zum Bild der Malaria gehören. Die ersten Krankheitszeichen treten frühestens 7 Tage nach Eindringen des Krankheitserregers in den Körper auf, diese sogenannte Inkubationszeit kann aber auch Monate dauern, sodaß sich eine Malariainfektion unter Umständen erst nach der Rückkehr von der Dienstreise bemerkbar machen kann. Es gibt verschiedene Formen der Malaria, deren gefährliche Variante zum Tod führen kann, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt und behandelt wird.

Die vorbeugenden Maßnahmen müssen sich nach der Malariasituation im jeweiligen Reiseland richten. Grundlage ist jedoch in jedem Fall ein ausreichender Schutz gegen die nachtaktiven Anopheles-Stechmücken. Deshalb wird dem Reisenden in Malariagebiete dringend geraten, vor allem in der Dämmerung und nachts Aufenthalte im Freien zu meiden und den Körper bedeckende Kleidung zu tragen. Diese sollte hell sein, da dunkle Farben die Mücken anziehen. Moskitoabwehrmittel (sog. Repellents, z. B. AUTAN) bieten einen zusätzlichen Schutz. Schlafräume sollten durch Mückengitter oder Klimaanlagen, Betten durch Moskitonetze geschützt sein, ggf. empfiehlt sich der Einsatz von Insektziden. Durch diese Maßnahmen läßt sich das Ansteckungsrisiko bereits erheblich reduzieren.

Für bestimmte Reisesituationen empfiehlt sich ein zusätzlicher Schutz durch vorbeugend eingenommene Malariamittel. Über die Einzelheiten wurden Sie im Beratungsgespräch informiert. Da jedoch in einigen Gebieten resistente Malariaerreger vorkommen, sollten Sie bedenken, daß durch die medikamentöse Prophylaxe die oben genannten Maßnahmen nicht überflüssig werden. Beginnen Sie mit der Einnahme eine Woche vor der Abreise und sezten Sie diese regelmäßig bis zur 4. Woche nach der Rückkehr aus dem Malariagebiet fort.

Selbstbehandlung der Malaria

Bei fieberhaften Erkrankungen während der Reise sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Grundsätzlich ist jedes Fieber, das nach dem 7. Reisetag auftritt, malariaverdächtig. Nur für den Fall, daß in einer solchen Situation kein Arzt erreichbar ist, empfiehlt sich eine Selbstbehandlung mit dem im Beratungsbogen angegebenen Medikament bei Erwachsenen nach folgendem Schema:

RESOCHIN:     1. Tag sofort 4 Tbl.     nach 6 Std. 2 Tbl.     2. und 3. Tag je 2 Tbl.
LARIAM:     sofort 3 Tbl.     nach 6 Std. 2 Tbl.     bei Körpergewicht > 60 kg nach weiteren 6 Std. 1 Tbl.

Begeben Sie sich danach so schnell wie möglich in ärztliche Behandlung!

Weitere Hinweise

Da die hygienischen Verhältnisse insgesamt - insbesondere was die Zubereitung der Mahlzeiten betrifft - nicht immer unseren Ansprüchen genügen, besteht bei Reisen in tropische und subtropische Länder ein erhöhtes Risiko, auf dem Nahrungswege Krankheitserreger aufzunehmen. Deshalb sollten Sie einige Grundregeln der Nahrungshygiene beachten:

  • Nehmen Sie kein Wasser oder hieraus hergestelltes Eis aus Wasserleitungen oder Brunnen zu sich.
  • Benutzen Sie nur abgekochtes Wasser oder Getränke aus original verschlossenen Flaschen oder Dosen. Auch nicht-pasteurisierte Milch sollte vor dem Trinken abgekocht werden. Tee oder Kaffee sind meist unbedenklich.
  • Fleisch, Fisch und Meerestiere immer nur gekocht oder durchgebraten essen.
  • Vermeiden Sie ungewaschenes, ungeschältes Obst und ungekochtes Gemüse! (Motto: Koch es, schäl es, siede es oder vergiß es!)
  • Essen Sie keine Speisen, die mehrere Stunden ungekühlt aufbewahrt wurden.

Sollte trotz angesprochenen Vorsichtsmaßnahmen Durchfall auftreten, müssen Sie viel Flüssigkeit zu sich nehmen, um den Wasser- und Salzverlust des Körpers auszugleichen. Bei länger anhaltenden oder blutigen Durchfällen sollte in jedem Fall ein Arzt konsultiert werden.

Weitere Gesundheitsrisiken können aus der ungewohnten klimatischen Belastung in südlichen Ländern erwachsen. Schützen Sie Kopf und Haut vor intensiver Sonnenbestrahlung durch angemessene Kleidung und Tragen einer Kopfbedeckung im Freien! Sonnenschutzcremes mit hohem Lichtschutzfaktor helfen, den Sonnenbrand zu vermeiden. Generell gilt, daß die Anpassung an die Klima-, Zeit- und Ernährungsumstellung eine gewisse Zeit erfordert, sodaß Sie in den ersten Tagen extreme Belastungen vermeiden sollten.

Auch in südlichen Ländern steigt die Zahl der mit dem AIDS-Virus HIV infizierten Personen. Die Übertragung dieses Krankheitserregers - wie auch des Hepatitis-B-Virus - erfolgt durch Sexualkontakte oder Eindringen von kontaminiertem Blut in den Körper, z. B. durch Blutkonserven oder verschmutzte Spritzen. Sie finden in der Reiseapotheke steril verpackte Spritzen und Kanülen für den Fall, daß eine Injektion erforderlich sein sollte und Keimfreiheit nicht sicher garantiert werden kann.

Desweiteren enthält die Reiseapotheke, die der Betriebsärztliche Dienst für Sie zusammengestellt hat, Medikamente gegen die erfahrungsgemäß am häufigsten auftretenden Beschwerden und leichten Erkrankungen bei Fernreisen. Bitte beachten Sie, daß im Falle einer schweren Krankheit unbedingt ein Arzt aufgesucht werden sollte. Dies gilt insbesondere bei Auftreten von blutigen Durchfällen, Luftnot, Herzbeschwerden und länger anhaltenendem hohen Fieber.

Falls nach der Rückkehr von Ihrer Dienstreise Krankheitszeichen auftreten sollten, suchen Sie bitte einen Arzt auf und weisen Sie ihn auf die zurückliegende Reise hin.

Wir wünschen Ihnen
Gute Reise und gesunde Rückkehr


Servicemenü

Homepage