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Doktorandenförderung

Zweck der Förderung

Im Forschungszentrum Jülich sind die Promotionsprojekte eng in das Forschungs- und Entwicklungsprogramm eingebunden, und die Doktorandinnen und Doktoranden können sich ganz auf ihre Dissertation konzentrieren, damit der Abschluss innerhalb der dreijährigen Förderzeit erreicht wird. Für Aufgaben von Forschung und Entwicklung dürfen die Doktorandinnen und Doktoranden höchstens mit der Hälfte der üblichen Arbeitszeit eines Vollzeitbeschäftigten durchschnittlich beschäftigt werden. Da die übrige Zeit zwingend für die Erstellung der Promotionsarbeit durch die Doktorandin / den Doktoranden zu nutzen ist, handelt es sich um eine Vollbeschäftigung.

Voraussetzung für die Einstellung als Doktorandin/Doktorand

Als Doktorandin / Doktorand kann im Forschungszentrum Jülich mit einem schriftlichen Anstellungsvertrag beschäftigt werden, wer ein Studium absolviert hat, dass zur Promotion berechtigt.

Dauer der Förderung

Die Förderungsdauer beträgt in der Regel drei Jahre. Eine Verlängerung hierüber hinaus kommt grundsätzlich nur aus sozialen Gründen (z.B. längerfristige Erkrankung, Mutterschutz/Elternzeit) in Frage.

Weitere Verlängerungsoptionen sind Zeiten des Einsatzes der Doktorandin/des Doktoranden in der Lehrunterstützung (z. B. JARA) von 3 bis in Ausnahmefällen maximal 6 Monaten, eine strukturierte Einarbeitungszeit von bis zu 6 Monaten, ein Auslandsaufenthalt im Rahmen der Promotion von bis zu 6 Monaten oder Zeiten, die zur Erlangung einer notwendigen Zusatzqualifikation im Rahmen der Zulassung zur Promotion (z. B. Fachprüfung) benötigt werden. Die Obergrenze für die Doktorandenförderzeit liegt beim Zusammentreffen von mehreren der genannten Fälle allerdings bei maximal 48 Monaten. Nach Beendigung der jeweiligen Maßnahme ist der Doktorandenausschuss mit einem entsprechenden Nachweis über die Absolvierung zu informieren.

Verzögerungen, die sich bei kumulativen Promotionen durch den Gutachterprozess ergeben, können während der Förderzeit ebenfalls geltend gemacht werden. Die Obergrenze von 48 Monaten bleibt auch in diesem Fall bestehen.

Das Beschäftigungsverhältnis endet vorzeitig innerhalb der ursprünglich vereinbarten Vertragsdauer mit Ablauf des Monats, in dem die mündliche Promotionsprüfung erfolgreich abgelegt wird. Es kann jedoch auch jederzeit unter Einhaltung der gesetzlichen Kündigungsfrist gekündigt werden, insbesondere wenn sich abzeichnet, dass ein erfolgreicher Abschluss der Promotion innerhalb der Vertragslaufzeit nicht mehr zu erwarten ist. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung (§ 626 BGB) bleibt unberührt.

Antragsverfahren

Die Umsetzungsaufträge zur Einstellung von Doktorandinnen / Doktoranden sind von den einstellenden Organisationseinheiten an den Geschäftsbereich Personal, Fachbereich Personalbetreuung (P-B), zu richten. Abschluss, Verlängerung und Kündigung von Anstellungsverträgen werden vom Geschäftsbereich Personal auf Empfehlung des Doktorandenausschusses umgesetzt. Zur Bearbeitung des Umsetzungsauftrages zur Einstellung einer Doktorandin / eines Doktoranden werden folgende Unterlagen benötigt:

  • Antrag des OE-Leiters
  • Promotionsvereinbarung einschließlich der darin geforderten Unterlagen
  • Betreuungszusage

Zur Beschleunigung der Bearbeitung von Umsetzungsaufträgen zur Einstellung von Doktorandinnen und Doktoranden bei P-B kann der Protokollführer des Doktorandenausschusses die Voraussetzungen für die Förderempfehlung feststellen, wenn diese bestimmte Rahmenbedingungen erfüllen:

  • die mit dem Umsetzungsauftrag zur Einstellung vorzulegende Promotionsvereinbarung ist vollständig ausgefüllt
  • der Arbeits- und Zeitplan in der Dokumentation zum Promotionsvorhaben ist auf 36 bzw. maximal 48 Monate ausgelegt und beinhaltet mindestens drei Monate zum Zusammenschreiben der Doktorarbeit und ggf. eine Risikoeinschätzung (z. B. Aussage dazu, welche Voraussetzungen gegeben sein müssen, um den Zeitplan einhalten zu können)
  • die Betreuungszusage der Erstgutachterin / des Erstgutachters der Promotionsarbeit liegt unterschrieben vor
  • das zur Promotion qualifizierende Studium wurde mindestens mit einer Gesamtnote "gut" (oder einer vergleichbaren Bewertung einer ausländischen Hochschule) bewertet
  • die Studiendauer beträgt nicht mehr als 12 Semester
  • die Doktorandin / der Doktorand ist zum Beginn des Promotionsvorhabens nicht älter als 30 Jahre

Einstellungsvorgänge, die alle genannten Rahmenbedingungen erfüllen, werden dann erst nach deren Umsetzung dem Doktorandenausschuss vorgelegt. Alle Vorgänge, die von den Rahmenbedingungen abweichen, werden wie bisher auch in einer der monatlichen Doktorandenausschusssitzungen begutachtet.

Bewerbungsschluss

Der Doktorandenausschuss tagt monatlich, meistens am zweiten Montag im Monat. Die Anträge müssen zwei Wochen vor der Sitzung bei P-B vorliegen.

Der Doktorandenausschuss

Der Doktorandenausschuss besteht aus Vertretern des Wissenschaftlich-Technischen Rats und dem Leiter des Geschäftsbereichs Personal. Neben den klassischen Aufgaben wie die Bewertung von Neuanträgen und Fortschrittsberichten fungiert der Doktorandenausschuss bei Problemen auch als Ansprechpartner für die Doktorandinnen und Doktoranden, Betreuerinnen und Betreuer sowie Institutsleiter. In solch einem Fall sollte man sich zunächst an seinen Personalsachbearbeiter bei P-BT wenden. Eventuell kann dort direkt geholfen werden, ansonsten wird gemeinsam überlegt, ob eine schriftliche Mitteilung an den Doktorandenausschuss oder ein Gespräch mit einem Mitglied des Ausschusses sinnvoll ist. Dem Doktorandenausschuss gehören zurzeit die Herren Prof. Dr. Uwe Rau (IEF-5) als Vorsitzender, Prof. Dr. Peter Weiss-Blankenhorn (INM-3) und Dr. Mathias Ertinger (P) an.

Dokumentation zum Promotionsvorhaben (→ ehem. Fortschrittsberichte)

Ab Dezember 2012 ersetzt der neue Vordruck „Dokumentation zum Promotionsvorhaben“ sowohl den mit den Bewerbungsunterlagen zur Doktorandenförderung einzureichenden Arbeits- und Zeitplan, als auch den Vordruck „Bericht über den Fortschritt und die Ergebnisse der Promotionsarbeit“.

Zu Beginn der Förderung wird die Dokumentation zum Promotionsvorhaben so vollständig wie möglich ausgefüllt - mit besonderem Augenmerk auf den darin enthaltenen Arbeits- und Zeitplan, der in Form von Arbeitspaketen eingetragen wird – und zusammen mit den oben beschriebenen Bewerbungsunterlagen dem Doktorandenausschuss vorgelegt. Hierbei ist auch stets die Zeit für das Zusammenschreiben der Dissertation zu berücksichtigen. Die Dokumentation zum Promotionsvorhaben ist durch die Doktorandin / den Doktoranden, die Doktormutter / den Doktorvater, die Leiterin / den Leiter der Organisationseinheit und die Betreuerin / den Betreuer zu unterschreiben.

Innerhalb der dreijährigen Förderungsdauer ist die jeweils aktualisierte Dokumentation über den Fortschritt und die bisherigen Ergebnisse der Promotionsarbeit dreimal dem Doktorandenausschuss vorzulegen. Zu diesem Zweck wird die Dokumentation zum Promotionsvorhaben fortgeschrieben, hinsichtlich zusätzlicher Aktivitäten/Auflagen oder sich ergebender Ereignisse ergänzt und jeweils spätestens nach 6, 18 bzw. 27 Monaten ab Beginn des Promotionsvorhabens über den Fachbereich Personalbetreuung im Geschäftsbereich Personal (P - B) dem Doktorandenausschuss vorgelegt.

Vergütung/Gehaltsabrechnung

Für unsere Doktorandinnen und Doktoranden gilt der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) nicht  (auch kein sonstiger Tarifvertrag wie z.B. der BAT).

Die Vergütung der Doktorandinnen und Doktoranden erfolgt analog Entgeltgruppe 13 TVöD Stufe 1, nach einem Jahr Stufe 2, hiervon jeweils 50 %.

Zusätzlich kann unter bestimmten Voraussetzungen eine Gewinnungszulage gezahlt werden.

Nähere Informationen zur Gewinnungszulage finden Sie hier.

"Weihnachtsgeld" gibt es in entsprechender Anwendung des § 20 TVöD. Die Höhe beträgt 60 % eines Monatsgehaltes.

Es besteht kein Anspruch auf Urlaubsgeld, vermögenswirksame Leistungen und Beihilfe. Auch sind Sie nicht in einer zusätzlichen Altersversorgungskasse (VBL) versichert.

Ihre Fragen bezüglich Ihrer Gehaltsabrechnung beantworten wir Ihnen gerne. Wenn es um das Bruttogehalt geht, wenden Sie sich bitte an die Personalbetreuung (P-BT). Für Fragen, die das Nettogehalt betreffen, also zum Beispiel die Abzüge (Lohnsteuer, Sozialversicherung usw.), steht Ihnen unser Team Personalabrechnung (P-VA) zur Verfügung.

Sozialversicherung

Beschäftigte Doktorandinnen / Doktoranden sind grundsätzlich sozialversicherungspflichtig, das heißt, sie unterliegen der Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherungspflicht. Dies gilt auch, wenn sie zur Promotion weiterhin immatrikuliert sind.

Bezüglich der Krankenversicherung ist das Forschungszentrum Jülich verpflichtet, Sie bei der AOK anzumelden. Sollten Sie bei einer Ersatzkasse versichert sein, legen Sie bitte eine entsprechende Mitgliederbescheinigung bei P-B vor. Auch wenn Sie von Ihrer Krankenkasse die Auskunft erhalten sollten, dass Sie mit 19,5 Stunden nicht versicherungspflichtig seien, so ist diese Aussage für Ihr Vertragsverhältnis nicht gültig, da es sich bei Ihrer Tätigkeit um eine Vollbeschäftigung handelt und somit ein eventuelles Studium nicht überwiegt.

Sollten Sie bereits im Besitz eines Sozialversicherungsausweises sein, so bringen Sie diesen bitte am Einstellungstag mit. Ansonsten wird eine Anmeldung durch das Forschungszentrum vorgenommen und der Ausweis bei der Deutschen Rentenversicherung Bund angefordert. Sobald er Ihnen vorliegt, reichen Sie bitte unverzüglich eine Kopie des Sozialversicherungsausweises an P-B weiter.

Urlaub

Der Anspruch auf Erholungsurlaub für Doktorandinnen und Doktoranden regelt sich nach dem Bundesurlaubsgesetz und beträgt somit zurzeit 20 Arbeitstage pro Urlaubsjahr. Wenn das Beschäftigungsverhältnis in der zweiten Jahreshälfte beginnt oder in der ersten Jahreshälfte endet, besteht ein anteiliger Urlaubsanspruch (ein Zwölftel pro vollem Beschäftigungsmonat).

Nach dem Bundesurlaubsgesetz verfällt der Urlaub am 31. März des Folgejahres.

Forschungsbeihilfen und Nebentätigkeit

Forschungsbeihilfen und Forschungsstipendien dürfen an Doktorandinnen/Doktoranden zusätzlich zu der vertraglich vereinbarten Vergütung grundsätzlich nicht gewährt werden. Nebentätigkeiten dürfen nur mit Genehmigung des Forschungszentrums Jülich ausgeübt werden. Bitte verwenden Sie den im Intranet zu findenden Vordruck zur Anzeige einer Nebentätigkeit.

Auslandsaufenthalte

Wichtig für Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler ist es, Auslandserfahrung zu sammeln. Auch hier eröffnen sich unseren Doktorandinnen und Doktoranden Möglichkeiten. So gibt es beispielsweise das Austauschprogramm mit der American Nuclear Society (ANS), in dessen Rahmen seit 1978 bis zu sechs Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (vor allem Doktorandinnen und Doktoranden) des Forschungszentrums pro Jahr für drei Monate als Stipendiaten der ANS am Argonne National Laboratory in Argonne, Illinois, arbeiten.

Weiterhin fördert besonders der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) Auslandsaufenthalte unserer Doktorandinnen und Doktoranden durch die Gewährung von Stipendien für die Dauer von drei bis sechs Monaten. Eine Voraussetzung hierfür ist, dass die Arbeiten während des Auslandsaufenthaltes dem Promotionsvorhaben dienlich sind.

Personalentwicklungsprogramm

Das Forschungszentrum bietet seinen Doktorandinnen und Doktoranden ein Programm zur überfachlichen Qualifizierung an.


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