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Geschäftsbereich Sicherheit und Strahlenschutz

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HML mit neuer Genehmigung nach Strahlenschutzverordnung

Das ehemals Heiße Materiallabor und nun durch das IEK-4 als Hochtemperatur Materiallabor (HML; Geb. 01.5) betriebene Gebäude wurde im Jahre 1966 als Brennstoffzellenlabor (BZL) in Betrieb genommen. Zweck waren Forschungs- und Entwicklungsarbeiten an sogenannten Kernbrennstoffen. Dazu war eine Genehmigung nach Atomgesetz erforderlich, die dem Forschungszentrum Jülich - damals Kernforschungsanlage Jülich - erteilt wurde. Im Laufe von über 30 Jahren Betrieb gab es aufgrund sich ändernder Anforderungen aus der Forschung und den Regelwerken zahlreiche Änderungen.

Da seit Mitte der 90er Jahre nicht mehr an Kernbrennstoff geforscht wird, wurde das Gebäude, nach einem Teilrückbau und anfänglichen Überlegungen es vollständig dem Rückbau zu überführen, in einem mehrjährigen Prozess und zum überwiegenden Teil gefördert mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket II umgebaut und für eine Betriebszeit von weiteren 30 Jahren saniert.

Da eine Genehmigung nach dem Atomgesetz nicht mehr erforderlich war, wurde parallel dazu die "Rückgabe" dieser Genehmigung unter Federführung des Geschäftsbereichs Sicherheit und Strahlenschutz (Team Genehmigungen) in enger Zusammenarbeit mit dem IEK-4 vorbereitet. Gleichzeitig wurde eine Genehmigung nach Strahlenschutzverordnung beantragt, welche für die laufenden und geplanten Forschungsprojekte des IEK-4 im Rahmen der Fusionsforschung ausreichend ist. Zudem ermöglicht eine Genehmigung nach Strahlenschutzverordnung die Ausgliederung des HML aus dem umzäunten Bereich 01, wodurch die Zugänglichkeit des Labors und damit auch die Nutzung für nicht-nukleare Forschungen, u.a. im Rahmen der Charakterisierung und Qualifizierung von Hochtemperaturwerkstoffen und -komponenten, wesentlich vereinfacht wird.

Im Juni 2016 hat nun die atomrechtliche Genehmigungsbehörde, das Wirtschaftsministerium NRW, bestätigt, dass die Genehmigung nach dem Atomgesetz mit der Nr. 9/64 mit Wirkung zum 30.06.2016, 24 Uhr, gegenstandlos geworden ist. Gleichzeitig wurde durch die Bezirksregierung Köln eine Genehmigung nach Strahlenschutzverordnung erteilt, welche zum 01.07.2017, 0 Uhr, in Kraft getreten ist, wodurch ein nahtloser Übergang gewährleistet wurde und der Betrieb des Labors nun im vollen Umfang beginnen kann.


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