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Geschäftsbereich Sicherheit und Strahlenschutz

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Schlüsselmesspunkte (SMP)
(key measurement point)

An Schlüsselmesspunkten einer Materialbilanzzone liegt das Kernmaterial in einer Form vor, die eine Messung zur Bestimmung des Materialflusses oder des Bestandes erlaubt.

Sicherheitszentrale

Die Sicherheitszentrale ist die Meldeleitstelle des Forschungszentrums Jülich, die ständig besetzt ist (Ingenieur vom Dienst (IvD), Fernmelder vom Dienst (FvD)) und intern über den Notruf  "77" erreichbar ist.

Sicherheit und Strahlenschutz,
Geschäftsbereich GB S

Im Forschungszentrum Jülich ist der GB Sicherheit und Strahlenschutz (GB S) für die Durchführung aller Sicherheitsaufgaben zuständig, die sich aus dem Umgang mit ionisierender Strahlung, chemischen Gefahrstoffen und biologisch wirksamen Substanzen ergeben und von zentraler Stelle wahrgenommen werden müssen.
Der GB S gliedert sich in die Fachbereiche Genehmigungen (S-G), Betrieblicher Strahlenschutz (S-B), Umgebungsüberwachung (S-U), Messechnik (S-M), Arbeitsschutz (S-A) und Objektsicherung (S-O).
Die Vorbereitung von Notfallschutzmaßnahmen gehören ebenfalls zum Aufgabenspektrum von GB S.

Spallation

Kernumwandlung, bei der ein sehr energiereiches Teilchen (z. B. Proton) aus dem mit ihm beschossenen Kern zahlreiche Nukleonen und Kernbruchstücke herausschlägt.

Sperrbereiche

Bereiche des Kontrollbereiches, in denen die Ortsdosisleistung höher als 3 Millisievert durch Stunde sein kann.
siehe auch: Kontrollbereiche, Überwachungsbereiche

Standortvertreter
(site representative)

Jeder Mitgliedstaat, der dem unterzeichneten Zusatzprotokoll 1999/188/Euratom beigetreten ist, bestimmt für jeden Standort auf seinem Hoheitsgebiet einen Standortvertreter, der der Kommission eine Erklärung mit einer allgemeinen Beschreibung des Standorts gemäß dem Musterformblatt in Anhang II übermittelt.
(Art. 3 (2) Euratom-Verordnung Nr. 302/2005)

Stilllegung

Endgültige Betriebseinstellung einer kerntechnischen Anlage; siehe auch Einschluss ("sicherer Einschluss")

Stoffe, offene und umschlossene radioaktive
(n. StrlSchV)

  1. offene radioaktive Stoffe:
    Alle radioaktiven Stoffe mit Ausnahme der umschlossenen radioaktiven Stoffe;
  2. umschlossene radioaktive Stoffe :
    Radioaktive Stoffe, die ständig von einer allseitig dichten, festen, inaktiven Hülle umschlossen oder in festen inaktiven Stoffen ständig so eingebettet sind, dass bei üblicher betriebsmäßiger Beanspruchung ein Austritt radioaktiver Stoffe mit Sicherheit verhindert wird; eine Abmessung muss mindestens 0,2 cm betragen;

Stoffe, radioaktive (Kernbrennstoffe und sonstige radioaktive Stoffe) (n. StrlSchV)

Stoffe, die ein Radionuklid oder mehrere Radionuklide enthalten und deren Aktivität oder spezifische Aktivität im Zusammenhang mit der Kernenergie oder dem Strahlenschutz nach den Regelungen des AtG oder einer auf Grund dieses Gesetzes erlassenen Rechtsverordnung nicht außer Acht gelassen werden kann.

Stoffe, spaltbare

Plutonium 239; Uran 233; mit Uran 235 oder 233 angereichertes Uran; jedes Erzeugnis, in dem eines oder mehrere der oben genannten Isotope enthalten sind, und sonstige spaltbare Stoffe, die durch den Rat auf Vorschlag der EU-Kommission mit qualifizierter Mehrheit bestimmt werden; doch zählen Ausgangsstoffe in keinem Fall zu den besonderen spaltbaren Stoffen.
(Art. 197 Euratom-Vertrag)

Störfall
("abnormal event")

Ereignisablauf, bei dessen Eintreten der Betrieb der Anlage oder die Tätigkeit aus sicherheitstechnischen Gründen nicht fortgeführt werden kann und für den die Anlage auszulegen ist oder für den bei der Tätigkeit vorsorglich Schutzvorkehrungen vorzusehen sind. § 7 Abs. 2a des Atomgesetzes bleibt unberührt.
siehe auch Betriebsstörung, Zwischenfall, Unfall

Störstrahler

Geräte oder Vorrichtungen (gem. RöV), in denen ausschließlich Elektronen beschleunigt werden und die Röntgenstrahlung erzeugen, ohne dass sie zu diesem Zweck betrieben werden. Als Störstrahler gelten auch Elektronenmikroskope, bei denen die erzeugte Röntgenstrahlung durch Detektoren ausgewertet wird.

Strahlen, ionisierende

siehe Strahlung, ionisierende

Strahlenexposition

Einwirkung ionisierender Strahlung auf den menschlichen Körper:

  • Ganzkörperexposition ist die Einwirkung ionisierender Strahlung auf den ganzen Körper;
  • Teilkörperexposition ist die Einwirkung ionisierender Strahlung auf einzelne Organe, Gewebe oder Körperteile;
  • Äußere Strahlenexposition ist die Einwirkung durch Strahlungsquellen außerhalb des Körpers;
  • Innere Strahlenexposition ist die Einwirkung durch Strahlungsquellen innerhalb des Körpers.

Strahlenexposition, berufliche

Die Strahlenexposition einer Person, die

  • zum Ausübenden einer Tätigkeit nach § 2 Abs. 1 Nr. 1 oder einer Arbeit nach § 2 Abs. 1 Nr. 2 StrlSchV in einem Beschäftigungs- oder Ausbildungsverhältnis steht oder diese Tätigkeit oder Arbeit selbst ausübt,
  • eine Aufgabe nach § 19 oder § 20 des Atomgesetzes oder nach § 66 StrlSchV wahrnimmt, oder
  • im Rahmen des § 15 oder § 95 StrlSchV in fremden Anlagen, Einrichtungen oder Betriebsstätten beschäftigt ist, dort eine Aufgabe nach § 15 selbst wahrnimmt oder nach § 95 eine Arbeit selbst ausübt.

Eine nicht mit der Berufsausübung zusammenhängende Strahlenexposition bleibt dabei unberücksichtigt.

Strahlenexposition, medizinische
(n. StrlSchV)

  • Exposition einer Person im Rahmen ihrer Untersuchung oder Behandlung in der Heilkunde oder Zahnheilkunde (Patient)
  • Exposition einer Person, an der mit ihrer Einwilligung oder mit Einwilligung ihres gesetzlichen Vertreters radioaktive Stoffe oder ionisierende Strahlung in der medizinischen Forschung angewendet werden (Proband)

Strahlenexposition, natürliche

Durch natürliche radioaktive Stoffe oder kosmische Strahlung hervorgerufene Strahlenexposition.
Die Strahlenexposition ausgehend von natürlichen Quellen beträgt in Deutschland durchschnittlich etwa 2,1 mSv im Jahr (effektive Dosis). Je nach Lebens- und Essgewohnheiten, nach Höhenlage, in der sich der Mensch aufhält, und nach geologischem Umfeld schwankt sie zwischen 1 und 10 mSv/a.
Die natürliche Strahlenexposition entspricht etwa der "zivilisatorischen Strahlenexposition" (mittlere effektive Dosis: 2,0 mSv/a) aus medizinischen und technischen Anwendungen.

Strahlenpass

Beruflich strahlenexponierte Personen, die in fremden Anlagen oder Einrichtungen tätig werden, müssen nach StrlSchV und RöV einen Strahlenpass besitzen.
Der Genehmigungsinhaber (n. § 15 StrlSchV) hat dafür zu sorgen, dass die unter seiner Aufsicht stehenden Person bei Tätigkeiten in fremden Anlagen/Einrichtungen im Kontrollbereich nur beschäftigt werden, wenn ein vollständig geführter, bei der zuständigen Behörde registrierter Strahlenpass vorliegt.
Der Strahlenpass ist in der fremden Einrichtung vorzulegen. Nach Beendigung des Einsatzes sind die Eintragungen des Betreibers (z. B. nichtamtliche Dosis) auf Vollständigkeit zu prüfen. Die amtlichen Personendosen sind monatlich einzutragen, bei einem längeren Einsatz in einer fremden Anlage oder Einrichtung spätestens nach drei Monaten.
Die amtlichen Personendosen sind monatlich einzutragen, bei einem längeren Einsatz in einer fremden Anlage oder Einrichtung spätestens nach drei Monaten.
Weitere Informationen auf den Internetseiten des Forschungszentrums Jülich ("Sicherheit und Strahlenschutz"): Fremdfirmenbetreuung

Strahlenschutzbeauftragter (SSB)

SSB können vom Strahlenschutzverantwortlichen schriftlich mit der Leitung oder Beaufsichtigung von Tätigkeiten zur Gewährleistung des Strahlenschutzes bestellt werden (§§ 31 bis 33 StrlSchV).
SSB müssen die erforderlicher Fachkunde (§ 30 StrlSchV) besitzen, die durch die für den jeweiligen Anwendungsbereich geeignete Ausbildung und praktische Erfahrung erworben werden kann. Ebenfalls Voraussetzung für die "Bestellung" einer Person zum SSB ist die erfolgreiche Teilnahme an einem von der zuständigen Stelle anerkannten Kurs.

Strahlenschutzbereiche

Überwachungsbereiche, Kontrollbereiche und Sperrbereiche; letztere als Teil des Kontrollbereichs.

Strahlenschutzbereiche

Strahlenschutzkommission SSK

Die Strahlenschutzkommission (SSK) berät das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) in allen Angelegenheiten des Schutzes vor ionisierenden und nichtionisierenden Strahlen (ionisierende Strahlen).

Strahlenschutzverantwortlicher (SSV)

Der SSV ist derjenige, der eine genehmigungs- oder anzeigenbedürftige Tätigkeit nach AtG, StrlSchV oder RöV ausübt, d.h. der Unternehmer oder - bei juristischen Personen - der gesetzliche Vertreter (§ 31 bis 33 StrlSchV, § 13 bis §15 RöV).

Strahlenschutzverordnung (StrlSchV)

"Verordnung über den Schutz vor Schäden durch ionisierenden Strahlen"; auf dem Atomgesetz (AtG) beruhende Rechtsverordnung.
Die StrlSchV regelt Grundsätze und Anforderungen für Vorsorge und Schutzmaßnahmen bei der Nutzung bzw. Einwirkung radioaktiver Stoffe und ionisierender Strahlung zivilisatorischen und natürlichen Urspungs.

Strahlensymbol

Strahlensymbol

Kennzeichen: schwarz

Hintergrund: gelb

siehe Kennzeichnungspflicht

Strahlenwirkung

  • deterministische Wirkung 
    Strahlenwirkungen, die ab einer bestimmten Schwellendosis mit Sicherheit eintreten. Die Schwere der Strahlenwirkungen nimmt mit steigender Dosis zu.
  • stochastische Wirkung 
    Strahlenwirkungen, die statistisch mit der Dosis in Zusammenhang stehen; eine Erhöhung der Dosis führt zu einer höheren Eintrittswahrscheinlichkeit der Strahleneffekten. Eine Schwellendosis gibt es hier nicht.

Strahlung, ionisierende

Teilchenstrahlung oder elektromagnetische Strahlung, die die Bildung von Ionen bewirken können.
Elektromagnetische Strahlung kann eine Ionisation bewirken, wenn die Wellenlänge unter 100 Nanometer beträgt.
Es sind verschiedene Strahlungsarten zu unterscheiden:

Strahlung, kosmische

Verschiedenartige Strahlung, die direkt oder indirekt aus Quellen außerhalb der Erde herrührt. Die kosmische Strahlung ist Teil des natürlichen Strahlungsuntergrundes. Die durch die kosmische Strahlung hervorgerufene Strahlenexposition ist abhängig von der Höhe über dem Meer.

Strahlung, nicht ionisierende

Die nicht ionisierende Strahlung ist diejenige elektromagnetische Strahlung, deren Quantumenergie nicht ausreicht um ein Atom zu ionisieren. Ihr Spektrum umfasst die elektromagnetischen Felder im Frequenzbereich von 0 Hz - 300 GHz oder einer Wellenlänge von unendlich bis 1 mm und die optische Strahlung mit einer Wellenlänge von 1 mm bis 10 nm.

Strahlungsquelle

Eine Strahlungsquelle ist ein Gerät oder Material, das ionisierende Strahlen emittiert oder emittieren kann. Dabei können die Strahlenteilchen sowohl Korpuskeln sein, d.h. Teilchen mit Ruhemasse (z.B. Alpha und Beta-Teilchen, Neutronen), als auch Photonen.

Strahlungs-Wichtungsfaktor wR

Zur Berechnung der Organdosis (i. S. d. StrlSchV) benötigter Faktor. Die Werte von wR richten sich nach der Art und Qualität des äußeren Strahlungsfeldes oder nach Art und Qualität der von einem inkorporierten Radionuklid emittierten Strahlung.
Werte für wR sind in Anhang VI Teil C StrlSchV zu finden.

Szintillation

Durch ionisierende Strahlung werden in einem geeigneten Material Photonen erzeugt, die als Lichtblitze erkennbar sind.

Szintillator

Bestimmte durchsichtige Festkörper, Flüssigkeiten oder Gase (sog. Szintillatoren) können durch ionisierende Strahlung zur Emission von Lichtquanten (Photonen) angeregt werden. In einem Szintillationsdetektor wird dieses Licht über einen lichtempfindlichen Detektor in ein elektrisches Signal umgewandelt und verstärkt. Das Ausgangssignal ist der Energie der absorbierten Strahlung proportional, wodurch die Messung von Teilchen- bzw. Photonenenergien möglich ist.
(Szintillation )


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