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Geschäftsbereich Sicherheit und Strahlenschutz

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Erläuterungen zu den Messungen

Hinweise zu Zeiten, Messgrößen und Einheiten

Hinweise zu Zeiten
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Hinweise zu Klimawerten
Hinweise zu Klimagasmessungen



Zeiten

Bei kontinuierlich durchgeführten Messungen kommt der Zeit eine hohe Beutung zu. Über die Messzeitpunkte stehen die gemessenen Werte in Beziehung zu einander. Die zu einem bestimmten Zeitpunkt beobachteten Werte sollen häufig mit anderen Messungen verglichen oder verarbeitet werden. Das ist nur möglich, wenn die erfassten Messzeiten keine zu großen Fehler aufweisen. Deshalb wird die Uhr im Datenerfassungssystem an der Wetterstation mit Hilfe von NTP synchronisiert, wodurch der Zeitfehler deutlich unter einer Sekunde bleibt.

Eine weitere wichtige Forderung ist, dass die Zeit (nach Möglichkeit) keine Lücken aufweist und dass kein Zeitpunkt mehrmals vorkommt. Diese zwei Fälle treten aber auf, wenn man die Messzeit an die amtliche Zeit koppelt. Bei der Umschaltung auf Sommerzeit entsteht eine Lücke von einer Stunde und am Ende der Sommerzeit tritt die Stunde zwischen 2 und 3 Uhr doppelt auf. Ein solches Verhalten der Messzeit erschwert die Auswertung der Daten erheblich, weshalb bei der Zeiterfassung für die meteorologischen Messungen keine Sommerzeitumschaltung vorgenommen wird. Die Zeit wird generell als MEZ angegeben.

Wetterdaten

Die in der ersten Tabelle angegebenen aktuellen Messwerte stammen aus den kontinuierlichen Messungen der meteorologischen Station. Sie werden wenige Minuten nach jeder vollen Stunde nach einer Plausibilitätsprüfung in diese Wetterseite übernommen. Unter Umständen können vorübergehend falsche Werte angezeigt werden, wenn z.B. Wartungsarbeiten an der Messanlage stattfinden. Weitere Angaben zu den Messwerten enthält die folgende Tabelle:

MessgrößeArt des MesswertesRundungMesshöhe
LuftdruckWert zur vollen Stundekeine2 m (92 m üNN)
TemperaturZehnminutenmittelwert1 °C2 m
rel. FeuchteZehnminutenmittelwertkeine2 m
WindstärkeZehnminutenmittelwertkeine30 m
WindrichtungZehnminutenmittelwert5 Grad30 m


Da der umgebende Wald eine Höhe von rund 20 m hat, erfolgen die Messungen der Windrichtung und der Windgeschwindigkeit in 30 m Höhe. In der Wetterseite ist die Windrichtung in Grad und die Windstärke in Beaufort angegeben. Die Gradzahl gibt an, aus welcher Himmelsrichtung der Wind kommt. Dabei bedeutet 0 Grad Wind aus Norden, 90 Grad entspricht Ostwind usw. Die Windstärke kann mit Hilfe der folgenden Tabelle in andere Einheiten umgewandelt werden:

Beaufortkm/hm/sBezeichnung
010 - 0,2Stille
11 - 50,3 - 1,5leichter Zug
26 - 111,6 - 3,3leichter Wind
312 - 193,4 - 5,4schwacher Wind
420 - 285,5 - 7,9mäßiger Wind
529 - 388,0 - 10,7frischer Wind
639 - 4910,8 - 13,8starker Wind
750 - 6113,9 - 17,1steifer Wind
862 - 7417,2 - 20,7stürmischer Wind
975 - 8820,8 - 24,4Sturm
1089 - 10224,5 - 28,4schwerer Sturm
11103 - 11728,5 - 32,6orkanartiger Sturm
12118 - 13332,7 - 36,9Orkan



Klimawerte

Die Tabelle der Klimawerte enthält markante Messwerte des vergangenen Tages und der zurückliegenden Nacht. Der Zeitraum für die Bestimmung des Temperaturminimums wurde so gewählt, dass in den meisten Fällen das Minimum in der vergangenen Nacht liegt. Bei starker Erwärmung im Laufe des Vortages - z.B. durch Heranführen warmer Luft aus Süden - und geringer Abkühlung während der darauffolgenden Nacht kann das Minimum auch am Vormittag des Vortages aufgetreten sein.


Klimarelevante Gase

Die Messungen der klimarelevanten Spurengase am meteorologischen Turm des Forschungszentrums Jülich werden am Institut für Energie und Klimaforschung (IEK-7: Stratosphäre) durchgeführt. Die eingesetzten Messgeräte wurden von Los Gatos Research gebaut. Sie verwenden die sogenannte OA-ICOS Messtechnik. Dabei wird die Absorption im Infrarot gemessen, wo viele Spurengase charakteristische Absorptionsbande aufweisen. Bei den eingesetzten Geräten sorgen mehrere hochreflektierende Spiegel für eine starke Signalverstärkung, womit im Vergleich zu herkömmlichen Infrarotspektrometern eine deutlich höhere Messempfindlichkeit erreicht wird.

Die online gezeigten Konzentrationen der Treibhausgase Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4) und Wasserdampf (H2O) werden auf der 100 m Plattform des Wetterturms mit einem Greenhouse-Gas-Analyzer gemessen und aufgezeichnet. Der Analyzer ist, abgesehn von kurzen Unterbrechungen, seit Mitte 2009 kontinuierlich im Einsatz.


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Ansprechpartner Meteorologie: Dr. Axel Knaps
Ansprechpartner Klimagasmessungen: m.von.hobe@fz-juelich.de


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