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Institut für Energie- und Klimaforschung

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Elektromobilität: Infrastrukturen für alternative Antriebe im Kostenvergleich

Nicht zuletzt seit der Diskussion um gesundheitsschädliche Stickoxide sind alternative Antriebe gefragt. Als umweltfreundliche Alternative bieten sich in erster Linie batterie- und brennstoffzellenangetriebene Fahrzeuge an. Beide Technologien sind marktreif, erfordern jedoch jeweils den Aufbau einer Tank- und Ladeinfrastruktur. Doch wie hoch sind die Kosten für diese beiden Infrastrukturen? Und ab welchen Absatzzahlen ist mit Kostensenkungen zu rechnen? Auf der internationalen Fachmesse f-cell haben Wissenschaftler des Forschungszentrums Jülich erste Ergebnisse einer durch die H2 MOBILITY Deutschland GmbH & Co. KG beauftragten Studie vorgestellt, die Konzeption und Kosten der Infrastrukturen für Wasserstoffautos und batteriebetriebene Pkws vergleicht. Auf der zeitgleich stattfindenden Messe EVS30 stellen die Forscher zudem weitere Lösungen vor.

Betrachtete TechnologiepfadeCopyright: H2MOBILITY and IEK-3, Forschungszentrum Jülich

Ergebnisse und Bewertung

Die Ergebnisse der Szenario-Analysen zeigen, dass bei geringen Fahrzeugzahlen die Ladeinfrastruktur für batteriebetriebene Fahrzeuge günstiger ist als eine Wasserstoff-Betankungsinfrastruktur für Brennstoffzellenfahrzeuge. Doch mit zunehmender Größe der jeweiligen Fahrzeugflotte ändert sich das Bild. Ab einer Marktdurchdringung größer 25 Prozent – sobald also mindestens jedes vierte Fahrzeug in Deutschland entweder mit Brennstoffzellen oder im Vergleich mit einer Batterie betrieben wird – entfallen niedrigere Kosten auf die Wasserstoff-Infrastruktur.

Für den Aufbau beider Infrastrukturen gilt, dass das notwendige Investment im Vergleich zu anderen Infrastrukturen wie Stromerzeugung oder Verkehrswege gering ausfällt. Ein Aufbau beider Infrastrukturen ermöglicht die Maximierung der Effizienz und Nutzung von erneuerbaren Energien sowie Minimierung von CO2-Emissionen über den gesamten Verkehrsbereich. Eine auf erneuerbaren Strom basierte Erzeugung von Wasserstoff stellt dabei zukünftig eine wichtige Option zur erweiterten Nutzung von saisonalen Stromüberschüssen im gesamten Energiebereich dar.


Ergebnis-Präsentation 30th International Electric Vehicle Symposium und Handout

Zusatzinformationen

Ansprechpartner

Dr.-Ing. Martin Robinius
Telefon: +49 2461 61-3077
E-Mail: m.robinius@fz-juelich.de

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