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Institut für Energie- und Klimaforschung

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Satellitenbeobachtungen und Modellrechungen für Chrlorwasserstoff in etwa 21 km Höhe für den 20. Juli 2011

Rätselhafte Chemie der polaren Stratosphäre

Seit der Entdeckung des Ozonlochs vor über drei Jahrzehnten sind die Prozesse, die zu dem Ozonabbau in der Stratosphäre führen, weitgehend verstanden: Ursache sind Chlor-Einträge in die Atmosphäre durch die Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW), die zum Beispiel als Kältemittel in Kühlschränken eingesetzt wurden. In den vergangenen Jahren konzentriert sich die Forschung deshalb auf noch ungeklärte Fragen zur Chemie der Atmosphäre. Ein internationales Forscherteam mit Jülicher Beteiligung stieß jetzt auf eine Diskrepanz beim Vergleich von Modellen mit Messdaten von Chlorwasserstoff im Frühwinter, dem Zeitraum, bevor sich das Ozonloch ausbildet. Demnach wird in der polaren Stratosphäre Chlorwasserstoff viel schneller abgebaut als in den Modellen berechnet. Die Untersuchungsergebnisse wurden jetzt im Fachjournal Atmospheric Chemistry and Physics veröffentlicht.

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