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Institut für Energie- und Klimaforschung

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Gefahren von Geo-Engineering

Durch das Einbringen großer Mengen von Sulfaten in atmosphärische Höhen von 10 bis 25 Kilometern ließe sich nach Überlegungen des Nobelpreisträgers Paul Crutzen die globale Erwärmung abbremsen. IEK-7 Wissenschaftler und amerikanische Kollegen haben vor den Folgen eines solchen sogenannten Klima-Engineering gewarnt, denn die Sulfate würden die vor UV-Strahlung schützende Ozonschicht an den Polen gravierend schädigen. Diese Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Science veröffentlicht (Tilmes et al., 2008). Durch die Sulfatpartikel wird stratosphärisches Chlor chemisch so verändert, dass es eine rapide Ozonzerstörung verursacht. So könnten zwischen einem Drittel und der Hälfte der Ozonschicht über der Arktis zerstört werden. Besonders riskant wäre es, wenn sich nach einem künstlichen Eintrag von Sulfaten noch ein größerer natürlicher Vulkanausbruch ereignet. Dann wäre mit einem noch stärkeren, äußerst ernsthaften Ozonabbau in der Stratosphäre zu rechnen.

Tilmes, S., Müller, R.; Salawitch, R.: The Sensitivity of Polar Ozone Depletion to Proposed Geoengineering Schemes, SCIENCE, 320, 1201 – 1204, 2008.


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