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Test der Zeitumkehrinvarianz an COSY (TRIC Experiment)

Das TRIC Experiment ist eine der ersten Bestrebungen zur Messung einer fundamentalen Symmetriebrechung am COSY Beschleuniger. Ziel des Projekts ist, die existierenden Grenzen der Verletzung der Zeitumkehrinvarianz im hadronischen Sektor um mindestens eine Größenordnung zu verbessern. Die Verletzung dieser Symmetrie ist notwendig, um eine fundamentale Fragestellung des Standard Modells - die Asymmetrie zwischen Materie und Antimaterie im Universum - zu erklären. Die grundlegende Frage ist: Wo ist Antimaterie?

TRICCopyright: Forschungszentrum Jülich

Der Experiment zielt auf die Messung einer einmaligen, sogenannten Null-Observablen in doppel-polarisierter Proton-Deuteron Streuung mit einer Genauigkeit von 10-6. TRIC ist als ein Transmissions-Experiment im Speicherring gedacht und nutzt das Optische Theorem für die Bestimmung des totalen Wirkungsquerschnittes in doppel-polarisierter Streuung. Das bedeutet, dass der totale Wirkungsquerschnitt nicht mit Hilfe einer Messung aller gestreuten Teilchen bestimmt wird, sondern über die Abnahme des Strahlstroms in COSY aufgrund der Wecheselwirkung des polarisierten Protonenstrahls mit dem tensor-polarisierten Deuterium-Target. Die Genauigkeit des Experiments hängt von der relativen Auflösung der Messung des Strahlstroms als primäre Observable ab.

Der PAX Experimentierlpatz an COSY eignet sich hervorragend für das TRIC Experiment. Daher ist TRIC seit 2010 ein Teil des Experimentierprogramms der PAX Kollaboration.


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