Entwicklung kognitiver Funktionen
Prof. Dr. Kerstin Konrad
Das Ziel der Arbeitsgruppe liegt in der Erforschung und Charakterisierung der regelhaften Hirnentwicklung sowie möglicher Abweichungen in dieser Entwicklung bei neuropsychiatrischen Erkrankungen des Kindes- und Jugendalters.
Insbesondere bemühen wir uns darum, Einflussfaktoren auf die Hirnreifung (wie z.B. genetische und hormonelle Faktoren bzw. den Einfluss bestimmter Umweltbedingungen auf die strukturelle und funktionelle Organisation des Gehirns) besser zu verstehen. Um längerfristig spezifischere und altersentsprechende Interventionen entwickeln zu können, beschäftigen wir uns ferner mit den Mechanismen der neuronalen Plastizität des kindlichen Gehirns.
Klinische Schwerpunkte der Forschung bilden die Erkrankungen ADHS und Autismus, sowie Telleistungsstörungen (LRS, Dyskalkulie), Tics und Zwangserkrankungen, die bezüglich zerebraler Dysfunktionen und Möglichkeiten der Reorganisation im Rahmen psychotherapeutischer wie auch psychopharmakologischer Interventionen charakterisiert werden.
Voraussetzung für die Identifikation von Abweichungen in der Hirnentwicklung, wie sie im Rahmen von neuropsychiatrischen Erkrankungen des Kindesalters auftreten können, ist die genaue Beschreibung der regelhaften Hirnentwicklung bei gesunden Kindern und Jugendlichen. Hier steht die Entwicklung der kognitiven und affektiven Regulationsfähigkeit, von Aufmerksamkeitsfunktionen und Empathie im Mittelpunkt unseres Forschungsinteresses. Neben Methoden der Neuropsychologie kommen Blickbewegungsuntersuchungen, funktionelle und anatomische MRT-Bildgebung, EEG- Untersuchungen sowie psychophysiologische Messungen zur Anwendung.


















