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Institut für Neurowissenschaften und Medizin
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Motorische Kognition

Die aktuelle Forschung zeigt, dass kognitive und motorische Prozess eng mit einander verwoben sind. Störungen der motorischen Kognition, wie beispielsweise die Apraxie, haben einen negativen Einfluss auf die Rehabilitation von Schlaganfallpatienten. Die Arbeitsgruppe Motorische Kognition untersucht die neuronalen Mechanismen und Konzepte (z.B. Körperschema), die der Apraxie zugrunde liegen.

Hierbei verwenden wir strukturelle (z.B. statistische Läsionsanalysen) und funktionelle (z.B. Konnektivitätsanalysen) Bildgebung in gesunden Probanden und neurologischen Patienten. Darüber hinaus nutzen wir nicht-invasive Neuromodulationstechniken (TMS, tDCS), um neue Therapien für Störungen der motorischen Kognition zu entwickeln.

Motorisches Lernen bei Apraxie: statistische Läsionsanalyse

Obwohl die Apraxie als Störung erlernter Bewegungen aufgefasst wird, gibt es bisher nur wenige Untersuchungen, die gezielt das motorische Lernen bei apraktischen Patienten untersuchen.
Mit Hilfe der seriellen Reaktionszeitaufgabe gelang es uns nachzuweisen, dass apraktische Patienten in der Lage sind, neue motorische Sequenzen zu erlernen. Interessanterweise zeigen Patienten mit Apraxie aber ein spezifisches Defizit beim bewussten Abruf der gelernten motorischen Sequenzinformation. Die Störung des bewussten Abrufs motorischer Informationen war mit Läsionen im dorsalen prämotorischen Kortex assoziiert (siehe Teil C der Abbildung (blaue Areale)). Dieser Teil des Gehirns war bei den Patienten mit Apraxie (Teil A der Abbildung) mehr betroffen als bei Patienten ohne Apraxie (Teil B der Abbildung).
Der Nachweis, dass bei Patienten mit Apraxie das motorische Lernen erhalten ist, eröffnet neue Perspektiven für die Neuro-Rehabilitation von apraktischen Störungen nach Schlaganfall.

Schnittserie

Ausgewählte Publikationen

Weiss PH, Achilles E, Moos K, Hesse MD, Sparing R, Fink GR (2013). Transcranial direct current stimulation (tDCS) of left parietal cortex facilitates gesture processing in healthy subjects. Journal of Neuroscience, 33: 19205-19211


Dovern A, Fink GR, Weiss PH (2012). Diagnosis and treatment of upper limb apraxia: a review. Journal of Neurology, 259(7): 1269-1283


Dovern A, Fink GR, Saliger J, Karbe H, Koch I, Weiss PH (2011). Apraxia impairs intentional retrieval of incidentally acquired motor knowledge. Journal of Neuroscience, 31(22): 8102– 8108


Tomasino B, Weiss PH, Fink GR (2010). To move or not to move: Imperatives modulate action-related verb processing in the motor system. Neuroscience, 169 (1): 246-258


Weiss PH, Rahbari NN, Hesse MD, Fink GR (2008). Deficient sequencing of pantomimes in apraxia. Neurology , 70: 834-840


Herzog J, Weiss PH, Assmus A, Wefer B, Seif C, Braun PM, Pinsker MO, Herzog H, Volkmann J, Deuschl G, Fink GR (2008). Improved sensory gating of urinary bladder afferents in Parkinson’s disease following subthalamic stimulation. Brain, 131: 132-145


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