Suche

zur Hauptseite

Institut für Neurowissenschaften und Medizin
(leer)

Navigation und Service


Störungen der Wasser- und Osmolythomöostase bei Hepatischer Enzephalopathie

Hepatische Enzephalopathie (HE) wird als klinische Manifestation eines chronischen zerebralen Ödems niedrigen Grades verstanden, welche eine Störung der Wasser- und osmolytischen Homöostase hervorruft. Ein besseres Verständnis dieser Erkrankung ist von großem Interesse, um die Patientenbehandlung zu verbessern. Die MRT leistet einen beträchtlichen Beitrag, um Hypothesen zu verifizieren und um wichtige klinisch relevante Fragen beantworten zu können, zum einen die Korrelation zwischen den MR-Befunden und dem Grad der Erkrankung, zum anderen die Untersuchung der Reversibilität von Gehirnstörungen nach einer erfolgreichen Behandlung der Erkrankung und letztlich die Interpretation der zellulären Ebene der mittels MRT festgestellten Hirnschäden. Das Ziel dieses Projektes ist eine innovative quantitative Darstellung der Veränderungen im Hirn bei HE-Patienten durch Kombination von drei neuen MR-Verfahren: ein in-vivo-Hochfeld-MRS-Protokoll zur Quantifizierung von Metaboliten, welche speziell bei HE beteiligt sind und die Kartierung des Wassergehalts und des Natriumsgehalts im Gehirn.

Diese Daten werden analysiert, um eine bessere Beschreibung der Veränderungen in Abhängigkeit der Krankheitsursache und der Schwere der Erkrankung zu erhalten. Es ist geplant, diese Analyse weiter zu nutzen, um den Verlauf der Krankheit während der Behandlung zu verfolgen.

Desweiteren ist es geplant, die mutmaßlichen Ursachen im Tiermodell der hepatischen Enzephalopathie zu verifizieren. Die erste Hypothese berücksichtigt die Involvierung der Signalwirkung von Taurin auf den Hypothalamus, welches eine Erhöhung des Wassergehaltes im ganzen Körper erklären könnte. Dies ist eine oft beobachtete Komplikation bei HE Patienten. Als weitere Hypothese wird der Einfluss der schützenden Rolle von Myo-Inositol nach einer Ammoniakvergiftung berücksichtigt. Diese Hypothesen können in Tiermodellen getestet werden, da "Schlüssel"-Enzyme der erwähnten Prozesse isoliert wurden und mithilfe von Genmanipulationen deaktiviert werden können. Es ist geplant, den zeitlichen Verlauf von MRS-Daten und den Hydratationszustand spezifischer Hirnregionen in unserem Kleintier-Hochfeld-MR-Scanner zu untersuchen und anschließend histo-pathologische Analysen durchzuführen.

Dieses Projekt ist ein Teil (C5) des Sonderforschungsbereichs 575, welcher an der Heinrich-Heine Universität Düsseldorf initiiert worden ist. Weitere Information stehen auf die Webseite des SFB 575 : Universität Heinrich Heine Düsseldorf

Störungen der Wasser- und Osmolythomöostase bei Hepatischer Enzephalopathie

Abgeglichene (Talairach space) 1H-(obere Reihe) und 23Na-(untere Reihe) Aufnahmen des Gehirns. Koronale und transversale Ansichten der Basalganglien. Einstellungen bei 1H : magnetization prepared rapid gradient echo image 1H image, Einstellungen bei 23Na : gradient echo image image (TE = 1,5 ms)

Literatur

N.J. Shah, H. Neeb, G. Kircheis, P. Engels, D. Häussinger, and K. Zilles; Quantitative cerebral water content mapping in hepatic encephalopathy; NeuroImage 41 (2008) 706 – 717
N. J. Shah, V. Gras, A-M. Oros-Peusquens, E. D. Pracht, S. Romanzetti, G. Kircheis, and D. Häussinger; Sodium MR imaging in the study of hepatic encephalopathy; ISMRM; 2010

Zusatzinformationen

Ansprechpartner

Prof. Dr. N. J. Shah (Teamleiter)

Dr. Vincent Gras

Dr. Ana-Maria Oros-Peusquens


Servicemenü

Homepage